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Gemperli verschwindet – jetzt gibt es Bechinger-Würste in der St.Galler Altstadt

Die Metzgerei Gemperli ist nach 70 Jahren aus dem Stadtzentrum verschwunden. Neu sind dort Bratwurst & Co zu finden. Die neuen Pächter Milena Jung und René Engler bieten nebst Würsten verschiedene Menüs an – auch vegetarische.
Daniel Wirth
Der Gastronom René Engler mit Geschäftsführerin Milena Jung im neueröffneten Fastfood-Laden Bratwurst & Co. (Bild: Benjamin Manser)

Der Gastronom René Engler mit Geschäftsführerin Milena Jung im neueröffneten Fastfood-Laden Bratwurst & Co. (Bild: Benjamin Manser)

Er wünsche sich, dass seine Bratwurst, die 2011 im Buch «Stadionwurst – der Fussballschweiz auf die Pelle gerückt» als die beste Stadionwurst des Landes bezeichnet wurde, irgendwann auch im Kybunpark verzehrt würde, dort, wo der beste Fussball gespielt werde. Das sagte Metzgermeister Jörg Bechinger aus St.Georgen Anfang März, kurz bevor er beim Vadian-Denkmal als 45. Ehrenfödlebürger mit der Konfettikanone in den «Föbü»-Himmel befördert wurde.

Bechingers Würste gibt es schon seit vielen Jahren im Paul-Grüninger-Stadion beim SC Brühl. Bis in den Kybunpark hat er es noch nicht geschafft, aber immerhin bis in die Altstadt. Und an was für einen Ort: an die Ecke Schmiedgasse/Webergasse, dorthin, wo bis vor kurzem 70 Jahren lang die Metzgerei Gemperli war.

Nach 70 Jahren geht eine Wurstwaren-Ära zu Ende

Die Gemperli-Homepage ist noch im Netz. Dort heisst es: «Mit ihrem Sortiment klassischer St.Galler Wurstwaren – darunter auch die berühmte Olma-Bratwurst – trugen die Gebrüder Gemperli seit 1949 auf schmackhafte Weise bei zum einzigartigen kulinarischen Image der Stadt St.Gallen. Als Institution des guten Geschmacks bei den Einheimischen und als unwiderstehlich fein duftendes Ziel für Touristen.»

1984 wurde die Metzgerei Gemperli von der Ernst Sutter AG (Suttero) übernommen, fünf Jahre nachdem Patron Emil Gemperli in Winkeln eine Produktionsstätte gebaut hatte. Zuletzt hatte Daniel Gemperli den Laden in der Altstadt verpachtet; aus der Metzgerei an bester Lage war nach und nach ein Take-away geworden mit Menüs und Fast Food im Angebot. Und genau hier setzen Milena Jung und René Engler an, die neuen Pächter des Lokals.

Einen anderen Namen hat das Paar dem «Gemperli»-Take-away bereits verpasst: Bratwurst & Co. René Engler ist ein bekannter Ostschweizer Gastronom. Heute wirtet er noch im «Candela» an der Ecke St.-Jakob-Strasse/Sonnenstrasse. Andere Engagements hat Engler heute nicht mehr, wie er sagt. Milena Jung leitete die letzten zwölf Jahre die Jugendherberge in St.Gallen, zuvor hatte sie in den Restaurants von Tonhalle und Theater und im Hotel Ekkehard gearbeitet. Zusammen versuchen Jung und Engler nun, mit Bratwurst & Co. sowohl den Geschmack der Einheimischen, die im Stadtzentrum arbeiten, als auch denjenigen von Touristen zu treffen.

Dass der «Gemperli»-Take-away nach dessen Schliessung lange leer stehen würde wie andere Lokale in der Innenstadt, das war nicht anzunehmen. Dass der Platz einer der am stärksten frequentierten ist in der Altstadt und für einen Fast-Food-Laden bestens geeignet ist – das musste Engler und Jung niemand erklären. Hinzu kommt, dass sich René Engler und Daniel Gemperli schon lange kennen. «Ich musste einfach Ja sagen», betont Engler. Milena Jung pflichtet ihm sogleich bei.

Jetzt folgt zuerst ein umfassender Ladenumbau

Das Wirtepaar lässt das Lokal mit seinen zwei zu Theken umfunktionierten Fenstern jetzt zuerst einmal umfassend umbauen. Die Theken werden in dieser Zeit bedient. An der einen werden Bechinger-Würste verkauft. Die Wahl fiel gemäss Engler auf ihn, weil er auf Stadtgebiet wurste und seine Produkte mehrfach ausgezeichnet worden seien. An der zweiten Theke werden von Montag bis Samstag jeweils drei Menüs angeboten; eines davon ist vegetarisch. Alle Menus sowie täglich Ghackets mit Hörnli werden auch in halben Portionen verkauft. Für Milena Jung sind Produkte aus der Region die wichtigste Grundlage für «gesunden und schmackhaften Fast Food à la St.Gallen». Vor dem Lokal haben die Wirte in der Webergasse bereits Tische aufgestellt, das soll nach Erhalt der Bewilligung auch in der Schmiedgasse passieren.

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