Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Metropolitanregion St.Gallen-Bodensee-Rheintal soll der Ostschweiz mehr Gewicht verleihen

Eine Ostschweizer Metropolitanregion mit St.Gallen als Zentrum soll Anfang 2019 konkret werden. An einer Diskussion haben Fachleute das Vorhaben erörtert.
David Gadze
Eine Metropolitanregion soll das ganze Gebiet von Wil über St.Gallen bis zum Rheintal stärken. (Bild: Urs Bucher und Benjamin Manser/23. August 2016)

Eine Metropolitanregion soll das ganze Gebiet von Wil über St.Gallen bis zum Rheintal stärken. (Bild: Urs Bucher und Benjamin Manser/23. August 2016)

Wirschaft und Politik in St.Gallen sind sich inzwischen einig: Das Gebiet St.Gallen-Bodensee-Rheintal soll eine eigene Metropolitanregion bilden. So werden Siedlungsräume bezeichnet, die über eine urbane Zentrumsfunktion verfügen und als wirtschaftliche Motoren gelten. Heute ist St. Gallen ein Teil des Metropolitanraums Zürich. Nach anfänglichem Zögern von Politik und Wirtschaft laufen aber seit 2014 Bestrebungen, einen eigenen Metropolitanraum zu bilden.

Leichterer Zugang zu Finanztöpfen

Doch was bringt dieser Status überhaupt? Und welche Bedingungen müssten dafür erfüllt sein? Diese und andere Fragen diskutierte Wirtschaft Region St.Gallen (WISG) am Mittwochabend am Herbstforum. Dazu hatte die WISG Vertreter zweier Metroplitanregionen eingeladen: Regula Ruetz, Geschäftsleiterin von Metrobasel, die sich über 279 Gemeinden in drei Ländern erstreckt, und Lorenz Jaggi, Geschäftsführer von Hauptstadtregion Schweiz, dem Berner Metropolitanraum, der fünf Kantone umfasst und bis ins Wallis reicht. Ihre Erläuterungen zeigten: Jede Metropolitanregion ist unterschiedlich strukturiert und hat ihre eigenen Herausforderungen, gerade wenn sie über die Landesgrenzen geht, wie Metrobasel. Und doch gibt es auch Gemeinsamkeiten. Beispielsweise den Wunsch, durch den Zusammenschluss an Gewicht zuzulegen und an die Finanztöpfe des Bundes zu kommen. Dies betonte auch WISG-Präsident David Ganz. Gerade deshalb sei eine eigene Metropolitanregion wichtig für St.Gallen.

Rolf Geiger sprach von der «grossen Einigkeit, dass man gemeinsam mehr erreichen kann». Auch der Geschäftsleiter der Regio Appenzell AR-St.Gallen-Bodensee und von Wirtschaft St.Gallen-Bodensee, der sich früher noch kritisch zu einer Ostschweizer Metropolitanregion geäussert hatte, hob die wirtschaftliche Bedeutung für den ganzen Raum vom Fürstenland über St.Gallen bis ins Rheintal hervor. Und zwar nicht nur für Geldleistungen durch staatliche Stellen, sondern auch durch die Privatwirtschaft. In diesem Bereich greife die Metropolitanregion weiter als etwa die Agglomerationsprogramme, über die sich der Bund an Verkehrsinfrastrukturprojekten beteiligt.

Über die Landesgrenzen hinaus

Wie Metrobasel soll eine künftige Metropolitanregion St. Gallen-Bodensee-Rheintal nicht an der Landesgrenze aufhören. Vorarlberg habe darin etwa gleich viel Gewicht wie der Kanton St.Gallen sagte Geiger. An einer kürzlich durchgeführten Denkwerkstätte im Vorarlberg habe man das Potenzial in Bereichen wie Bildung oder Tourismus erkannt. Die Bereitschaft für eine Zusammenarbeit sei vorhanden. An einem Forum im Januar 2019 soll der nächste Schritt zur Metropolitanregion gemacht werden. Auch Ständerat Paul Rechsteiner, der die Idee einst mitinitiierte und dem Anlass am Mittwoch als Gast beiwohnte, betonte:

«Es ist eine Notwendigkeit, dieses Vorhaben nun voranzutreiben.»

Regula Ruetz gab jedoch zu bedenken, dass es gerade bei grenzüberschreitenden Projekten sehr schwierig sei, die verschiedenen Gemeinden auf eine Linie zu bringen und Partikularinteressen hintenanzustellen.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.