Kommentar

Gemeindeversammlung Horn: Information ist das A und O

Die Horner Bürgerinnen und Bürger stimmten an der Gemeindeversammlung gegen den neuen Zonenplan. Das ist zwar keine Tragödie, hätte aber verhindert werden können.

Daniel Wirth
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Daniel Wirth, Leiter Stadtredaktion.

Daniel Wirth, Leiter Stadtredaktion.

Bei der Revision der Ortsplanung hat der Gemeinderat Horn vieles richtig gemacht – ja eigentlich fast alles: Er orientierte die Bevölkerung im August 2019 über Umzonungen und er lud sie in einem Vernehmlassungsverfahren zur Mitwirkung ein. Der Gemeinderat setzte auf Partizipation.

In der Vernehmlassung meldeten sich zwei Eigentümer von Bauflächen an der Grünaustrasse beim Gemeinderat. Sie machten beliebt, ihre Parzellen seien aus der Zone für zweigeschossige Wohnbauten zu entlassen und der dreigeschossigen Wohnzone zuzuteilen. Das tat der Gemeinderat dann.

Wenig später legte er den Ortsplan auf – und zum Erstaunen von anderen Grundeigentümern an der Grünaustrasse waren plötzlich dreigeschossige Bauten möglich. Es gab Einsprachen und die IG Horn formierte sich. Diese wehrte sich mit einem Flyer und im Internet gegen den Zonenplan.

Die Ablehnung des Ortsplans ist keine Tragödie für Horn. Doch der Gemeinderat sollte daraus lernen: Transparente Information ist das A und O. Hätte er alle Grundeigentümer an der Grünaustrasse informiert, niemand hätte sich über den Tisch gezogen gefühlt.

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