Untereggens jüngster Gemeinderat hört auf: Der 30-jährige Marius Geiger stellt sich nicht mehr zur Wahl

Er wolle mehr Zeit für private Projekte, sagt Marius Geiger. Mehr über seine Beweggründe, den Gemeinderat nach sechs Jahren zu verlassen, sagt er nicht.

Jolanda Riedener
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Der 30-jährige Marius Geiger war während sechs Jahren Gemeinderat in Untereggen.

Der 30-jährige Marius Geiger war während sechs Jahren Gemeinderat in Untereggen.

PD

Marius Geiger war lange der jüngste Gemeinderat in Untereggen. Nun gibt er sein Amt ab und tritt nicht mehr zu den Gesamterneuerungswahlen vom 27. September an. Das schreibt der Gemeinderat in einer Mitteilung. Geiger wolle seine Zeit wieder vermehrt für private Projekte nutzen.

Der Bankfachmann hat eine Weiterbildung zum Betriebswirtschafter hinter sich. Das sei eine intensive Zeit gewesen, sagt er auf Anfrage. Kürzlich feierte Geiger seinen 30. Geburtstag. Am 30. November 2014 wurde er als Nachfolger von Norbert Rüttimann gewählt, der damals das Amt des Gemeindepräsidenten antrat. Geiger sagt:

«Die vergangenen sechs Jahre waren intensiv aber auch sehr spannend.»

Als Gemeinderat habe er Einblick in eine breite Themenpalette erhalten. Ob er weiterhin in Untereggen wohnen werde? Geiger sagt:

«Ein Wegzug ist derzeit nicht geplant.»

Bereits in seiner bisherigen Amtszeit musste er Gerüchte dementieren, er habe seinen Wohnort nicht mehr im Dorf.

Engagement für die Jugend

Marius Geiger war bis zur Bildung der Einheitsgemeinde 2017 Präsident der Feuerschutzkommission. Seither präsidiert er die Jugendschutzkommission und die neu geschaffene Arbeitsgruppe Friedhof. Zusätzlich ist er Mitglied der Bildungskommission, der Feuerschutz- und Naturschutzkommission.

Engagiert hat sich der Parteilose ausserdem im Organisationskomitee des Grümpelturniers und des Kreisjugitages. Der Gemeinderat dankt Marius Geiger bereits heute für sein Engagement und freut sich auf die Zusammenarbeit mit ihm in den verbleibenden acht Monaten.

Wahlvorschläge müssen bis 1. Juli eingereicht werden

Am 27. September erfolgt die Gesamterneuerungswahl der Gemeindebehörden für die Amtsdauer 2021 bis 2024. Zu besetzen sind das Gemeindepräsidium, das Schulpräsidium, drei weitere Sitze im Gemeinderat sowie fünf Mitglieder der GPK. Wahlvorschläge können bis spätestens 1. Juli, 17 Uhr, bei der Gemeinderatskanzlei Untereggen eingereicht werden.

Wahlvorschläge sind gültig, wenn sie von wenigstens 15 Stimmberechtigten unterzeichnet sind, höchstens gleich viele Kandidaten enthalten wie Mandate zu vergeben sind und wählbare Kandidaten betreffen, die ihrer Kandidatur zustimmen, heisst es in der Mitteilung des Rates weiter.