Kommentar

Der Plan der CVP ging nicht auf

Nur zehn Stimmen machten den Unterschied: Mit Felix Wüst bleibt das Thaler Gemeindepräsidium bei der FDP. Werner Reifler (CVP) fehlten die Stimmen seines Parteikollegen Felix Bischofberger.

Jolanda Riedener
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Jolanda Riedener, Redaktorin Region Rorschach. (Bild: Benjamin Manser)

Jolanda Riedener, Redaktorin Region Rorschach. (Bild: Benjamin Manser)

Es ist ein denkbar knappes Resultat, das in Thal zugunsten von Felix Wüst (FDP) ausfällt. Nur zehn Stimmen hinter ihm liegt Werner Reifler (CVP), der Favorit aus dem ersten Wahlgang. Die CVP ist mit zwei fähigen und erfahrenen Kandidaten ins Rennen gestiegen. Felix Bischofberger hatte sich nach dem ersten Wahlgang auf Wunsch seiner Partei zurückgezogen, obwohl er nur wenige Stimmen hinter seinem Parteikollegen lag.

Den Parteientscheid goutierten viele Wählerinnen und Wähler von Bischofberger nicht – und gaben ihm im zweiten Wahlgang trotzdem ihre Stimme. Das sind Stimmen, die Reifler am Ende schmerzlich gefehlt haben. Lachender Dritter ist nun FDP-Mann Felix Wüst. Politisch ist er in der Vergangenheit nicht aufgefallen, im Wahlkampf hat er sich aber ins Zeug gelegt. Sein Wohnort Staad hat ihm zusätzlich in die Karten gespielt, denn die Bewohner der Dorfteile ausserhalb von Thal wollen gehört werden.

Klar ist: Felix Wüst wird frischen Wind ins Thaler Rathaus bringen. An den Wahlpodien machte er einen souveränen Eindruck und überraschte mit neuen Ideen für die Gemeinde.

Mit vollem Elan und Herz dabei

Felix Wüst will Nachfolger von Röbi Raths in Thal werden. Ihm ist die Kommunikation mit der Bevölkerung wichtig.
Ines Biedenkapp