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Gemeinde Häggenschwil will schon wieder Steuern senken

Der Gemeinderat schlägt vor, den Steuerfuss auf 119 Prozent zu senken.
2009 lag er noch bei 162 Prozent. Es wäre die fünfte Reduktion in Folge.
Johannes Wey
Hat gut lachen: Der Häggenschwiler Gemeindepräsident Hans-Peter Eisenring. (Bild: Benjamin Manser, 20. April 2014)

Hat gut lachen: Der Häggenschwiler Gemeindepräsident Hans-Peter Eisenring. (Bild: Benjamin Manser, 20. April 2014)

Um 8 Prozentpunkte will der Häggenschwiler Gemeinderat den Steuerfuss auf dieses Jahr senken, auf 119 Prozent. Damit läge man zwischen Gossau mit 121 und Gaiserwald mit 111 Prozent.

Stimmt die Bürgerversammlung am 26. März zu, würde mit der fünften Steuerfussreduktion in Folge eine eindrückliche Entwicklung fortgeschrieben: 2009 betrug der Steuerfuss in Häggenschwil noch 162 Prozent. Investitionen in den 1990er-Jahren hatten die Verschuldung in die Höhe getrieben. Heute weist die Gemeinde sogar ein Nettovermögen auf.

Auch für 2018 rechnet die Gemeinde mit einem Ertragsüberschuss. Dies, obwohl die Steuereinnahmen deutlich unter dem Budget liegen, wie Gemeindepräsident Hans-Peter Eisenring erklärt. «Wir budgetieren diese Einnahmen immer eher an der oberen Grenze.»

Lemmenmeier-Areal bringt diverse Einnahmen

Aufgrund der Prognosen im Finanzplan finde der Gemeinderat die Steuerfusssenkung vertretbar. Hinzu komme, dass die Gemeinde dank ihres Eigenkapitals auch für eine Durststrecke gewappnet sei. «Für uns sind die politischen Entscheide auf Kantonsebene der grösste Unsicherheitsfaktor», sagt Eisenring. Sparprogramme oder Änderungen beim Finanzausgleich könnten schnell ins Gewicht fallen.

Möglich wurden die Steuerfusssenkungen der vergangenen Jahre auch durch einen überdurchschnittlichen Anstieg der Steuerkraft. Dieser kam massgeblich durch Zuzüger zu Stande: 30 der 100 besten Steuerzahler seien innert der letzten zehn Jahre zugezogen, teilte die Gemeinde im August mit.

Mit der Überbauung des ehemaligen Lemmenmeier-Areals ziehen nun weitere gute Steuerzahler nach Häggenschwil. «Ihr Einfluss auf die Steuerkraft wird aber vermutlich beim Finanzausgleich wieder ausgeglichen», sagt Eisenring. Mit zunehmender Steuerkraft sänken die Einnahmen aus dem Ressourcenausgleich.

Trotzdem: Die einfachen Steuern seien nebst den Handänderungssteuern der einzige Bereich, in dem die Zahlen aus dem Budget erreicht wurden. Und das führt Eisenring auf die Zuzüger ins Lemmenmeier-Areal zurück.

Auch sonst habe die Gemeinde durch verschiedene Einnahmen von der Überbauung profitiert, angefangen vom Buchgewinn beim Landverkauf. «Das hat unser Eigenkapital gestärkt.»

Arbeitsgruppe prüft das Raumangebot

Grössere Investitionen sind laut Eisenring derzeit keine in Sicht. Zumindest keine, die bald wieder eine Steuererhöhung erfordern würden. «Den Unterhalt haben wir nie aufgeschoben. Für eine Gemeinde unserer Grösse haben wir eine sehr gute Infrastruktur», findet er. Zwar geht demnächst eine Arbeitsgruppe der Frage nach, ob es für die Vereine ein grösseres Raumangebot braucht. Konkrete Schritte lägen aber noch in weiter Ferne.

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