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Geheimtipps und Klassiker: 7 Tipps für einen gelungenen Besuch am St.Galler Fest

Über 100'000 Besucher werden dieses Wochenende wieder in der St.Galler Altstadt erwartet. Am St.Galler Fest gibt's fast alles, was das Herz begehrt. Aber es lauern auch einige Stolperfallen. Hier kommen 7 Tipps für einen erfolgreichen Festbesuch.
Luca Ghiselli
Das musikalische und kulinarische Angebot am St.Galler Fest ist enorm. (Bild: Urs Bucher)

Das musikalische und kulinarische Angebot am St.Galler Fest ist enorm. (Bild: Urs Bucher)

Eigentlich gilt für das St.Galler Fest ja das, was für fast jede Freiluft-Veranstaltung in der Gallusstadt gilt: Egal, was der Wetterbericht meint – es ist nie verkehrt, einen Regenschirm einzupacken. Diese Erfahrung machen Besucher des Stadtfests fast jedes Jahr – auch 2018, als es kurz nach dem Fassanstich wie aus Kübeln goss.

Karte: Geheimtipps und Klassiker am St.Galler Fest

Hier feiert es sich am besten

Die diesjährige Ausgabe dürfte gemäss Prognosen von SRF Meteo aber weitgehend trocken verlaufen. Heute Freitag gibt's einen kühleren Spätsommertag mit bis zu 21 Grad, am zweiten Festtag morgen könnte es ein paar Tropfen regnen. Aber nichts, was die St.Gallerin oder den St.Galler auch nur ansatzweise besorgen dürfte. Einem ausgelassenen St.Galler Fest 2019 steht also nichts im Weg. Damit Sie sich im Dschungel der Caipirinha-Bars, Vereinsstände und Festbühnen zurecht finden, kommen hier einige Geheimtipps für ein gelungenen Festbesuch:

1. Die Feuerwehr brät Fackelspiesse – und hat der Holzkohle definitiv abgeschworen

Der Sportclub der St.Galler Feuerwehr brät seine Fackelspiesse dieses Jahr wieder auf dem Gasgrill. Dem Geschmack tut das keinen Abbruch. (Bild: Urs Bucher)

Der Sportclub der St.Galler Feuerwehr brät seine Fackelspiesse dieses Jahr wieder auf dem Gasgrill. Dem Geschmack tut das keinen Abbruch. (Bild: Urs Bucher)

Es gibt fast nichts, das das St.Galler Fest kulinarisch nicht zu bieten hätte: Mexikanisch? Kein Problem. Asiatisch? An jeder Ecke. Pizza aus dem Holzofen? Klar. Die Fackelspiesse des Sportclubs der St.Galler Feuerwehr sind aber ein Geheimtipp: Preis-Leistung stimmt, und der Erlös bessert die Feuerwehr-Kasse auf. Dafür schwitzen die Feuerwehrmänner zwei Tage lang.

2018 mussten sie wegen des kantonalen Feuerverbots von Holzkohle auf Gas umsteigen. Dass es am Stand weniger raucht, hat die Feuerwehrmänner überzeugt: Auch 2019 setzen sie auf den Gasgrill. Das tut dem Geschmack aber keinen Abbruch – und die Feuerwehr geht erst noch mit gutem Beispiel voran, indem sie auf offenes Feuer am Fest verzichtet.

2. Für Beats geht's in die Goliathgasse

Die Strada eletronica in der Goliathgasse wartet mit Dutzenden DJs und einem Prosescco-Brunnen auf. (Bild: Urs Bucher)

Die Strada eletronica in der Goliathgasse wartet mit Dutzenden DJs und einem Prosescco-Brunnen auf. (Bild: Urs Bucher)

Am St.Galler Fest spielen Speis und Trank eine wichtige Rolle, die Musik sollte dabei aber nicht zu kurz kommen. Wer's gerne elektronisch und mit viel Bass mag, kommt seit 2018 am Stadtfest besonders auf seine Kosten: Zum zweiten Mal verwandelt sich dieses Jahr die Goliathgasse in die «Strada electronica».

Unter dem Titel «Saint Gall eléctrisé» veranstaltet das Schwarzmatt-Label ein Fest im Fest: Insgesamt 49 DJs treten auf, auch ein Prosecco-Brunnen wird geboten. Von Manuel Moreno bis Kellerkind und Nici Faerber kommen die Besucher der elektronischen Strasse in Genuss von Electronica verschiedener Stilrichtungen.

3. Für Drinks geht's zum «Øya»

Die Oya-Bar verwandelt sich am St.Galler Fest jeweils in die «Bar der Tausend Lichter». (Bild: Urs Bucher)

Die Oya-Bar verwandelt sich am St.Galler Fest jeweils in die «Bar der Tausend Lichter». (Bild: Urs Bucher)

Wer an der Strada electronica den Beats gelauscht hat, muss nur wenige Meter überwinden, um zur Oya-Bar an der Schwertgasse zu gelangen. Hier ist's nicht so gedrängt voll wie an den Hauptachsen Martkgasse und Brühlgasse, dafür gibt's gute elektronische Tanzmusik – und vor allem richtig leckere skandinavische Drinks, Shots und Biere. Geheimtipp: Minttu. Da wird einem auch an einem kühlen Stadtfest-Abend kurz richtig warm. Auch atmosphärisch macht das «Oya» einiges her: Die Bar ist stimmungsvoll beleuchtet und wird auch «Bar der Tausend Lichter» genannt.

4. Wer mal muss, kann vieles falsch machen

Wildpinkeln zum Beispiel. Das wird auch am St.Galler Fest von der Stadtpolizei geahndet, und gab in der Vergangenheit immer mal wieder Anlass für Diskussionen:

Mobile WCs hat es aber genug: Rund 90 WC-Häuschen stehen an zehn Standorten bereit. Aber auch hier gilt: Entlang der Hauptachsen steht, wer mal muss, lange an, bis er mal kann. Glück hat, wer gerade in der Turmgasse ist: Dort hat's eine WC-Anlage, die etwas abseits des Trubels liegt – und deshalb nur spärlich frequentiert ist. Eine Alternative in der nördlichen Altstadt befindet sich zwischen Oberer Graben und Engelgasse.

5. Wer zur Primetime durch die Brühlgasse geht, muss sich auf Körperkontakt einstellen

Am späten Abend wird's nicht nur am Bohl, sondern auch in der Brühlgasse eng. (Bild: Samuel Schalch)

Am späten Abend wird's nicht nur am Bohl, sondern auch in der Brühlgasse eng. (Bild: Samuel Schalch)

Sie ist auch an normalen Wochenenden die St.Galler Ausgehmeile par excellence, am St.Galler Fest wird sie aber zum veritablen Flaschenhals: Die Brühlgasse. Die Platzverhältnisse sind eng, zumal links und rechts diverse Bars die Gassenränder säumen. Bis etwa 21 Uhr ist die Gasse aber gut passierbar, danach wird's aber ziemlich ungemütlich – es sei denn, man hat's gern kuschlig. Für 200 Meter braucht man da dann gut und gerne eine Viertelstunde. Der Vorteil: Trifft man jemanden, verweilt man. Es geht ohnehin nur langsam weiter.

6. Wer lieber selber singt, geht zur Karaoke-Bühne auf dem Gallusplatz

2018 war die Karaoke-Bühne noch vor dem Stadthaus an der Gallusstrasse. Stadträtin Maria Pappa versuchte sich am frühen Freitagabend mit einem Ständchen. (Bild: Christoph Renn)

2018 war die Karaoke-Bühne noch vor dem Stadthaus an der Gallusstrasse. Stadträtin Maria Pappa versuchte sich am frühen Freitagabend mit einem Ständchen. (Bild: Christoph Renn)

Von Blues bis Volksmusik über Latino-Sound bis hin zu elektronischen Beats gibt's fast nichts, das am St.Galler Fest nicht aus den Lautsprechern schallen würde. Wer selbst sein musikalisches Talent unter Beweis stellen möchte, kann das am Freitag und Samstag auf dem Gallusplatz tun. Dort gibt's eine Karaoke-Bühne, auf der Freiwillige die Festbesucher unterhalten können.

2018, als die Karaoke-Bühne noch vor dem Stadthaus der Ortsbürger an der Gallusstrasse stand, versuchte sich sogar Baudirektorin und Stadträtin Maria Pappa mit einem italienischen Ständchen. Der Andrang vor der Bühne hielt sich in Grenzen – wohl auch, weil das Fest kaum begonnen hatte. Am Gesang wird's nicht gelegen haben.

7. Wer nach dem Fest nach Hause will, fährt mit dem ÖV – und löst das Billet mit der App

Wer mit dem Auto ans St.Galler Fest fährt, ist hoffnungsloser Optimist. Erstens gelten während des Fests diverse Verkehrseinschränkungen, zweitens ist die Parkplatz-Situation prekär und drittens wollen sich die meisten Festbesucher ja auch das eine oder andere Gläschen genehmigen. Die Anreise mit dem ÖV ist da die deutlich unkompliziertere Lösung. Via Bahnhof oder Torstrasse (dort halten die via Unterer Graben umgeleiteten Verbindungen) gelangt man schnell nach Osten oder Westen.

Wer sich die Schlange vor dem Ticket-Automaten auf der Heimreise sparen will, löst das Ticket mit der App. (Bild: Manuela Matt)

Wer sich die Schlange vor dem Ticket-Automaten auf der Heimreise sparen will, löst das Ticket mit der App. (Bild: Manuela Matt)

Das Ticket lässt sich dank Fairtiq bequem mit der App lösen – so spart man sich das Schlangestehen am Automat. Und die fünf Franken Nachtzuschlag löst man am besten via SMS. Dann machen auch die Securitas keine Probleme. Danach bleibt nur zu hoffen, dass der Sitznachbar nicht allzu tief ins Glas geschaut hat – sonst wird die Heimfahrt nach dem Fest doch noch zur Geduldsprobe.

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