Gegen die Deponie Rütiholz in Häggenschwil gibt es Widerstand

Drei Einsprachen verzögern das Projekt. Überrascht ist niemand.

Perrine Woodti
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Im Rütiholz an der Sitter ist eine Deponie geplant.

Im Rütiholz an der Sitter ist eine Deponie geplant.

Ralph Ribi

In absehbarer Zukunft soll im Gebiet Rütiholz in Häggenschwil eine Deponie entstehen. Das Baugesuch lag bis vor kurzem öffentlich auf. Gegen dieses sind drei Einsprachen eingegangen, sagt Gemeindepräsident Hans-Peter Eisenring auf Anfrage. Bei zwei handle es sich um Sammeleinsprachen. Insgesamt seien die drei Einsprachen von rund zehn Personen eingereicht worden.

Die Gegenwehr überrascht Eisenring nicht. «Es wäre sicher die erste Deponie gewesen, bei der es keine Einsprachen gegeben hätte.» Sie seien von betroffenen Personen aus dem Umkreis der geplanten Deponie eingereicht worden.

Zeitplan verschiebt sich nach hinten

Auch für Urs Steinlin, Geschäftsführer der Resdag AG, welche die Deponie betreiben will, kamen die Einsprachen nicht überraschend. «Sie sind im erwarteten Rahmen eingetreten», sagt er. Man müsse die Rekurse nun behandeln. Der Zeitplan verschiebt sich entsprechend nach hinten. «Wie lange, wird sich zeigen», sagt Steinlin. Ursprünglich plante die Resdag AG, den Deponiebetrieb im Sommer 2020 zu starten.

Geplant ist eine Deponie für sauberen und unbelasteten Aushub im Rütiholz, das an der Sitter an das thurgauische St.Pelagiberg grenzt. Auf einer Fläche von elf Fussballfeldern sollen jährlich 77000 Kubikmeter Aushub abgeladen werden. Die Deponie wird in zwei Etappen aufgefüllt und laufend rekultiviert. Die Gemeinde Häggenschwil wird für den Deponiebetrieb mit 1.30 Franken pro Kubikmeter entschädigt. Jährlich sind das 100000 Franken. Über die gesamte Betriebsdauer ergäbe das eine Million.

Nach einem Infoanlass hatten die Bürgerinnen und Bürger 30 Tage lang Zeit, Anmerkungen zum Projekt bei der Gemeinde einzureichen. Das hat jedoch niemand getan.