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Gesamterneuerung der St.Galler Berufsfachschule: Die wichtigsten Fragen und Antworten zur Abstimmung vom 17. November

Das Gebäude des gewerblichen Berufs- und Weiterbildungszentrums (GBS) in St. Gallen soll für 111 Millionen Franken erneuert werden. Der Kantonsrat stimmte dem Bauprojekt in der Junisession 2019 zu. Am 17. November entscheidet das Volk. Die wichtigsten Fakten.
Katharina Brenner
Baustart am Gewerblichen Berufs- und Weiterbildungszentrums (GBS) im St.Galler Tal der Demut wäre 2024. (Bild: Ralph Ribi)

Baustart am Gewerblichen Berufs- und Weiterbildungszentrums (GBS) im St.Galler Tal der Demut wäre 2024. (Bild: Ralph Ribi)

Warum braucht das Gewerbliche Berufs- und Weiterbildungszentrum (GBS) eine Gesamterneuerung?

Nach bald 45 Jahren Betrieb ist das Gebäude an der St. Galler Demutstrasse veraltet. Brandschutz, Absturz- und Erdbebensicherheit sind mangelhaft. Die Gebäudehülle und Teile der Haustechnik erfüllen die energetischen Anforderungen nicht mehr. Neben klassischen Unterrichtsräumen sollen mit der Sanierung auch Gruppenräume und Lernzonen entstehen.

Was ist geplant?

Das bestehende Schulgebäude soll erneuert und um einen Trakt erweitert werden. Die offene Treppenanlage soll aus Brandschutzgründen durch zwei abschliessbare Treppenhäuser ersetzt werden. Gebäudehülle und Haustechnik sollen ersetzt werden, Holzschnitzel- und Photovoltaikanlagen die Energieeffizienz steigern. Auch Küche und Mensa sollen erneuert werden. Der Erweiterungsbau ist zwischen dem nördlichen Trakt und der Sporthalle geplant. Mit diesem Bau sollen die zwei Standorte des GBS an der Zürcherstrasse und der Grütlistrasse in den Hauptstandort integriert werden. Gibt das GBS diese beiden Standorte auf, spart der Kanton rund 800000 Franken Mietkosten pro Jahr.

Was kostet das Ganze?

Die Gesamterneuerung kostet 111 Millionen Franken. Davon entfallen rund 69 Millionen Franken auf die Sanierung des bestehenden Gebäudes und rund 39 Millionen Franken auf den Erweiterungsbau. Spätestens in 30 Jahre habe man die höheren Investitionskosten, die durch den Erweiterungsbau entstehen, wieder eingespart, sagte Bauchef Marc Mächler am Dienstag an einer Pressekonferenz.

Wird die Schule grösser?

Ein klein wenig. Aktuell umfasst sie gesamthaft knapp 17000 Quadratmeter, künftig sollen es gut 17500 sein.

Werden die Bauarbeiten den Schulbetrieb beeinträchtigen?

Die Erneuerung soll in drei Bau- und Umzugsetappen erfolgen. Der Erweiterungsbau soll als erstes entstehen. Der Schulbetrieb bleibt während der Bauarbeiten ohne Unterbruch gewährleistet. Für ein Provisorium von 800 Quadratmetern sind knapp drei Millionen Franken veranschlagt.

Warum wird das alte Gebäude nicht abgerissen?

Der Rohbau aus den 1970er Jahren habe eine gute Substanz, die erhalten bleiben soll, so Bauchef Mächler. Das «Skelett» ermögliche eine gute Raumeinteilung. Ein Abbruch und Neubau hätten 20 bis 30 Millionen Franken mehr gekostet. Die Regierung lobt den Standort an der Demutstrasse: Dieser sei ideal gelegen, da er mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar ist.

Welche Bedeutung hat die Schule für den Kanton?

Das GBS ist die grösste Berufsfachschule im Kanton St.Gallen. 4300 Lernende werden in gut 40 Berufen ausgebildet – vom Steinmetz bis zum Zahntechniker –, 500 weitere besuchen Brückenangebote. Hinzu kommen 1800 Personen in einer Weiterbildung.

Wann sollen die Bauarbeiten beginnen?

Baubeginn wäre 2024, Fertigstellung 2030. In den kommenden zwei Jahren ist ein Architekturwettbewerb vorgesehen, Detailplanung und Baubewilligung in den Jahren 2022 und 2023.

Was sagen Kritiker?

Vorberatende Kommission und Kantonsrat haben sich einstimmig für die Bauvorlage ausgesprochen. Im Vorfeld hatte die Idee einer Schule für Gestaltung im Zeughaus zu reden gegeben, angeregt durch Kulturschaffende und SP-Politiker. Dass das Gebäude im Riethüsli saniert werden muss, gilt als unumstritten.

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