Gastronomie
Alles neu im «San Lorenzo»: Heimweh-St.Galler übernimmt beliebte Pizzeria im Stadtzentrum

Blerim Bajraktari ist neuer Pächter des beliebten Restaurants an der Kugelgasse. Seine Wurzeln hat er in Wittenbach. Der Inhaber ist kein Unbekannter in der Gastroszene.

Sandro Büchler
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Blerim Bajraktari führt neu das «San Lorenzo» an der Kugelgasse.

Blerim Bajraktari führt neu das «San Lorenzo» an der Kugelgasse.

Bild: Sandro Büchler

Ausser dem Namen ist alles neu im Restaurant San Lorenzo an der Kugelgasse 7 unweit des St. Galler Marktplatzes. Seit Anfang Dezember ist Blerim Bajraktari neuer Pächter der beliebten Pizzeria. Der 42-jährige Winterthurer zählt auf, was alles neu ist:

«Das ganze Personal, das Mobiliar, die rot-samtenen Vorhänge, das Logo – ausser dem Boden ist alles neu.»

Ein Kronleuchter erhellt jetzt den Speisesaal und an der Wand wurde gross eine Szene aus Venedig mit Gondolieri aufgemalt. Ein Hingucker. «Das strahlt Ferienstimmung aus», sagt der neue Inhaber.

Hausgemachtes und eine üppige Weinauswahl

Doch nicht nur das Interieur ist neu, auch die Speisekarte des Ecklokals hat sich verändert. «Klar, immer noch italienisch – von Pizza, über Pasta, verschiedenen Spezialitäten bis zum Dessert. Aber alles mit einer neuen Handschrift», sagt Bajraktari. Neu bieten er und sein zehnköpfiges Team vier Mittagmenus an. «Die sind besonders bei Geschäftskunden beliebt.» Die Teigwaren sind hausgemacht, freitags und samstags wird neu auch Fisch serviert und die Pizzen kommen aus dem Schamottsteinofen. Auch die Weinkarte ist üppiger geworden, mit Tropfen aus verschiedenen Regionen Italiens.

Einige Traditionen des Hauses behält Bajraktari bei. «Nach jedem Essen offerieren wir wie zuvor einen Espresso und einen Grappa oder Amaretto.» Doch auch beim Digestif wurde die Karte erweitert. «Über 20 verschiedene Grappasorten stehen zur Auswahl.» Und auch die Öffnungszeiten bleiben unverändert. «Das ‹San Lorenzo› hat weiterhin sieben Tage die Woche geöffnet.»

Der Name ist vielen in der Stadt ein Begriff

Blerim Bajraktari ist kein Unbekannter in der Gastroszene. Er führt rund um Zürich bereits mehrere Restaurants – in Bassersdorf, Dübendorf, Wetzikon, Effretikon und Winterthur. Das «San Lorenzo» mit 120 Sitzplätzen ist sein siebtes Restaurant.

«Der Name ist in St. Gallen vielen ein Begriff.» Deshalb habe er den Namen des Lokals beibehalten. «Er passt zum Ambiente.» Nun will der 42-jährige «La Dolce Vita» stärker ins Zentrum rücken. «Wir zelebrieren das.» Mit der Neugestaltung, neuem Team und angepasstem Konzept wolle man Stammgäste wie auch Neukunden ansprechen – «mit warmem, italienischem Flair und einer gepflegten Atmosphäre.» Dies beginne bereits mit der Begrüssung an der Tür. «Der persönliche Kontakt und Empfang der Gäste ist uns eine Herzensangelegenheit.» Der Geschäftsführer legt Wert auf einen professionellen, zuvorkommenden Service. «Gerade in Pandemiezeiten ist das wichtig.»

Zwar sei in der Gastronomie weiterhin vieles unsicher. «Aber Covid ist auch eine Chance», sagt Bajraktari. So habe er seine Mitarbeitenden während des Lockdowns in Weiterbildungen geschickt. «Sie sollen langfristige Perspektiven in der Gastronomie haben. So bleiben sie motiviert.» Dies spüre auch der Gast, ist Bajraktari überzeugt.

Die Stadt St.Gallen liegt ihm am Herzen. Er bezeichnet sich als Heimweh-St.Galler. Er habe früher lange in Wittenbach gewohnt, seine drei Söhne seien alle hier zur Welt gekommen. «Und alle drei sind glühende FC-St.Gallen-Fans.»

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