Fussballfest
«Der nächste Höhepunkt wäre Barcelona»: So verlief der Cup-Kracher zwischen Rorschach-Goldach gegen Basel aus logistischer Sicht – 3600 Würste grilliert

Einen Tag nach dem Cupspiel gegen Basel sind die Emotionen beim FC Rorschach-Goldach 17 immer noch gross – trotz 0:3-Niederlage.

Rita Bolt
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So sieht es aus, wenn der FC Rorschach-Goldach auf den FC Basel trifft. Über 4300 Personen schauten den Cup-Kracher auf dem Sportplatz Kellen in Tübach.

So sieht es aus, wenn der FC Rorschach-Goldach auf den FC Basel trifft. Über 4300 Personen schauten den Cup-Kracher auf dem Sportplatz Kellen in Tübach.

Bild: Gian Ehrenzeller / KEYSTONE

Der Lattenschuss von Arbnor Morina in den Startminuten sei der finale Startschuss für das Fussballfest gewesen, sagt Res Lerch, Medienverantwortlicher für das Cupspiel FC Rorschach-Goldach 17, am Montag, einen Tag nach dem Match gegen den FC Basel. «Wenn der Ball im Tor gewesen und Rorschach-Goldach in Führung gegangen wäre?» Man könne sich vorstellen, was dann auf dem Fussballplatz los gewesen wäre.

Es sollte nicht sein, Morina traf nur die Latte des gegnerischen Tors. «Wir wussten, dass die Chance zu gewinnen gegen den grossen FC Basel mikroskopisch klein war.» Lerch ist mit dem Resultat Rorschach-Goldach gegen Basel, als mit dem 0:3, trotzdem mehr als zufrieden. Der schönste Dank sei, dass die Zuschauer trotz des Regens das ganze Spiel hindurch geblieben seien.

Res Lerch hat die Medienarbeit des Spiels übernommen.

Res Lerch hat die Medienarbeit des Spiels übernommen.

Bild: Ralph Ribi (8. Januar 2018)

7:1 gegen die Grasshoppers Zürich

Über 4300 Zuschauerinnen und Zuschauer verfolgten das Cupspiel. Das Organisationskomitee habe mit so vielen Zuschauern gerechnet. Etwa 200 Helferinnen und Helfer waren im Einsatz. Es gab fünf Verpflegungsstände und ein Festzelt.

Engpässe habe es nicht gegeben. Es wurden gegen 3000 Bratwürste, zwischen 500 und 600 Riesencervelats, dazu Hamburger und Vegi-Sandwiches verkauft. Res Lerch sagt:

«Es ist alles auf den Punkt aufgegangen.»

Er war schon vor 30 Jahren im OK, als der FC Rorschach die Grasshoppers Zürich empfangen hat. Resultat: 7:1 für GC. Das Spiel mit etwa 2900 Zuschauern fand noch auf dem Pestalozziplatz in Rorschach statt. Das Cupspiel gegen Basel wurde auf dem Sportplatz Kellen in Tübach ausgetragen. Der Medienrummel sei damals gross gewesen, sagt Res Lerch. Und er sei auch dieses Mal gross gewesen. Der Präsident Markus Hundsbichler habe es gewusst. «Er hat mich direkt nach der Auslosung angerufen und gebeten, die Medienbetreuung zu übernehmen», erzählt Lerch. Das Restaurant auf der Kellen wurde kurzerhand zum Medienzentrum umfunktioniert.

Träumen erlaubt

Für den FC Rorschach war das Spiel gegen die Grasshoppers vor 30 Jahren schon ein Highlight. Noch bedeutender sei das Spiel gegen den FC Basel am Sonntag gewesen. In der Zwischenzeit, im Jahr 2017 fusionierten die beiden Fussballvereine Rorschach und Goldach.

Wer soll in 30 Jahren der Gegner der Rorschacher-Goldacher sein? «Der FC Barcelona», sagt Res Lerch lachend. In 30 Jahren spiele der FC Rorschach-Goldach 17 in der Super League und in der Champions League. «Träumen darf man doch. Oder?», sagt Lerch. Etwas sei aber sicher: In 30 Jahren sei er 97 Jahre alt; dann werde er nicht mehr Medienverantwortlicher sein.

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