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Fürs Mörschwiler «Sprözähüsli» gibt es spritzige Ideen

Mehr als drei Jahrzehnte diente das ehemalige Feuerwehrdepot in Mörschwil als private Einstellhalle. Jetzt will die Stiftung Generationenkreis das «tote Haus» beleben. Mit wenig Mitteln, dafür umso mehr Ideen.
Corinne Allenspach
Gallus Rieger (links), Claire Guntern und Willi Rüedi im schmalen Treppenhaus. (Bild: Corinne Allenspach)

Gallus Rieger (links), Claire Guntern und Willi Rüedi im schmalen Treppenhaus. (Bild: Corinne Allenspach)

Claire Guntern und Willi Rüedi hatten schon seit langem ein Auge darauf geworfen. Und sie waren stets erstaunt, dass die vergangenen Jahrzehnte niemand gekommen ist und gesagt hat: Da muss man doch etwas draus machen. «Das alte ‹Sprözähüsli› war 34 Jahre lang tot. Aber ein solches Schmuckstück soll man doch beleben», ereifern sich die Mörschwiler, beide Mitte 70.

Das alte «Sprözähüsli» in Mörschwil soll zu einem Treffpunkt für Alt und Jung werden. (Bild: Corinne Allenspach)

Das alte «Sprözähüsli» in Mörschwil soll zu einem Treffpunkt für Alt und Jung werden. (Bild: Corinne Allenspach)

Dies wird nun, nachdem das Haus über 30 Jahre lang als private Einstellhalle gedient hat, geschehen. Wie der Gemeinderat kürzlich im Mitteilungsblatt schrieb, ist die Stiftung Generationenkreis für 500 Franken pro Monat neue Mieterin des alten Sprözähüsli mitten im Dorf. Der Gemeinderat sei vom Konzept überzeugt, heisst es. Künftig soll das Haus ein Ort des Austausches und der Begegnung zwischen Jung und Alt werden. Dazu sind regelmässige Anlässe geplant, die «kulturell, politisch und gesellschaftlich relevant sind», wie Stiftungspräsident Gallus Rieger sagt.

Treppenhaus sichern und ein WC auffrischen

Eine schmale Holztreppe führt hinauf in das Herzstück des ehemaligen Mörschwiler Feuerwehrdepots: in den Turm, dessen Inneres geräumiger wirkt als er von aussen vermuten lässt. Der alte Holzboden knarrt, die schweren Dachbalken wirken wuchtig verglichen mit heutiger Architektur. Das WC bedarf einer Auffrischung. Dennoch wird rasch klar: Mit Engagement und Sachverstand lässt sich daraus etwas machen, oder wie Gallus Rieger es formuliert: «Das Haus bietet viel Platz zum Gestalten.»

Und genau das wollen die Mitglieder der Stiftung Generationenkreis zusammen mit anderen Freiwilligen und dem Einbezug der Mörschwiler Flüchtlinge in den nächsten Monaten tun. Für die Grundrenovation des Hauses stellt die Gemeinde 7000 Franken zur Verfügung. Die drei wichtigsten Baustellen seien, das Treppenhaus sicherer zu machen, eine indirekte Beleuchtung und «ein tipptoppes WC» einzurichten, sagt Willi Rüedi. Der pensionierte Heizungs- und Lüftungsspezialist hat bereits Pläne gezeichnet für den Umbau.

Eröffnungsfest ist für September geplant

Der Umbau ist das eine, die künftige Nutzung das andere. Angedacht ist, nebst zahlreichen kleineren Anlässen auch drei, vier grössere Anlässe im Jahr zu veranstalten. Diese können vom Büchertausch über ein Most- und Marronifest, einen offenen Jasstreff bis zum Interview mit einer Mörschwiler Persönlichkeit oder einer Ausstellung reichen.

Um die Finanzierung langfristig zu sichern, ist geplant, noch 2018 den Verein «s’alt Sprözähüsli» zu gründen. Ziel ist es, dadurch auch Gönner zu gewinnen. «Wie wohl Musik hier drinnen wirkt», fragt sich Gallus Rieger. Und schon kommen den Anwesenden Ideen, welche lokalen Musiker man anfragen könnte. Keine Frage: Die Freude und die Motivation bei den Mitgliedern der Stiftung Generationenkreis sind gross. Obwohl, sie habe manchmal schon schlaflose Nächte, gesteht Claire Guntern: «Es ist eine riesige Herausforderung, mit wenig Mitteln etwas Schönes zu machen.» Aber Gallus Rieger beruhigt: «Wir wollen das Sprözähüsli ja nicht bewohnen, sondern bespielen.» Und darauf freuen sich wohl nicht nur die Mitglieder der Stiftung. Wie das für September geplante Eröffnungsfest im Detail aussieht, ist noch unklar. Sicher ist für Claire Guntern: «Der erste Anlass muss etwas ‹Spröziges› sein.»

www.generationenkreis.ch

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