«Für unbekannte Künstlerinnen und Künstler ist es sehr wertvoll, wenn sie überhaupt einen Auftritt haben»: Das «Jungkult»-Festival findet in abgespeckter Version statt

Junge Künstlerinnen und Künstler zeigen ihr Können am 8. August statt in der Innenstadt im Flon und im Talhof.

Sandro Büchler
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So dicht wie 2017 auf dem Bärenplatz wird sich das Publikum in diesem Jahr nicht am «Jungkult» drängen.

So dicht wie 2017 auf dem Bärenplatz wird sich das Publikum in diesem Jahr nicht am «Jungkult» drängen.

Bild: Ralph Ribi (12. August 2017)

Tanzeinlagen und Kunstwerke von jungen Kunstschaffenden – gezeigt auf offener Strasse im St.Galler Stadtzentrum: Damit hat sich das «Jungkult»-Festival in den vergangenen sechs Jahren zu einem Publikumsmagnet entwickelt. Dieses Jahr waren die Organisatoren wegen der Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus und des Verbots von Veranstaltungen über 1000 Personen lange Zeit im Ungewissen, ob sie das Festival durchführen können.

«Wir haben lange zugewartet, wollen es aber nun mit einer Lightversion probieren», sagt Vera Heinzelmann, Sprecherin des Vereins Jungkult. Das Festival im Kleinformat findet am 8. August statt – jedoch nicht wie gewohnt in der Innenstadt. Von 13 bis 17 Uhr zeigen Künstlerinnen und Künstler unter 25 ihr Können aus den Sparten Tanz im Talhof. Auch der zur Tradition gewordene und beliebte Breakdance-Battle findet dort statt. Daneben gibt es Kunstausstellungen, Livepainting und einen Siebdruckstand.

Wichtiges Zeichen: Kultur lebt durch Festival weiter

Die Musik steht ab 18 Uhr im Flon im Zentrum: Junge Künstlerinnen und Künstler geben sich das Mikrofon in die Hand, darunter die erst 17-jährige Joya Marleen. Auch Riana, die 2018 den Nachwuchswettbewerb BandXost gewonnen hat, sowie die Band Drill treten auf.

«Wir sind sehr froh, das vielfältige Programm mit rund 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmern an zwei Orten präsentieren zu können», sagt Heinzelmann. Für das Organisationskomitee sei es wichtig, dass die Kultur weiterleben könne.

«Gerade für unbekannte Künstlerinnen und Künstler ist es aktuell sehr wertvoll, dass sie überhaupt einen Auftritt haben.»

Hinweis: Der Eintritt ist frei, es gibt eine Kollekte. www.jungkult.ch

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