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Führungen um die St.Galler Lokremise: Wo Zauberpflanzen und Exoten blühen

Die grösste Pflanzenvielfalt findet sich nicht mehr dort, wo der grüne Ring am grünsten ist. Nischen wie das Areal der Lokremise haben botanisch oft mehr zu bieten. Sie haben daher für den Erhalt der Biodiversität steigende Bedeutung.
Reto Voneschen
Brachen sind keine Wüsten, sondern sehr oft Rückzugsorte für seltene Pflanzen. Das ist auch rund um die Lokremise im Hauptbahnhof so. (Bild: PD)

Brachen sind keine Wüsten, sondern sehr oft Rückzugsorte für seltene Pflanzen. Das ist auch rund um die Lokremise im Hauptbahnhof so. (Bild: PD)

Je intensiver die Landwirtschaft rund um die Städte ist, desto wichtiger werden Nischen für Pflanzen und Tiere im Siedlungsgebiet. Eine solche Nische sind auch die Kiesflächen im Umfeld der Lokremise hinter dem St.Galler Hauptbahnhof. Hier findet man Pflanzen, die im Umland der Stadt inzwischen selten geworden sind. Teils wachsen sie natürlich, teils wurden sie angesät.

Stündige Führung mit Apéro

In einer Veranstaltungsreihe geht Botanikerin Lea Bona diesen Sommer den kleinen Naturschätzen rund um die Kulturremise nach. Jeder der Rundgänge, die bei jeder Witterung stattfinden, startet um 17.30 Uhr am Haupteingang der Lokremise und dauert rund eine Stunde. Die Teilnahme kostet jeweils 20 Franken, wobei ein Getränk im Anschluss an die Führung eingeschlossen ist. Für die Rundgänge anmelden kann man sich bei info@lokremise.ch oder 071 277 82 00.

Die Reihe startet am 7. Juni unter dem Titel «Unterschätzes Artenreich: Stadtnatur». Auf diesem Rundgang wird erklärt, welches die Voraussetzungen für die Artenvielfalt in der Stadt sind. Gleichzeitig wird gezeigt, welche Pflanzen man rund um die Lokremise antreffen kann.

Schutz vor Dämonen und Hexen

Der Rundgang vom 28. Juni ist eine Reise zu den magischen Kräften der Pflanzen - und gleichzeitig in die Welt des Aberglaubens. Er trägt den Titel «Liebestrunk und Blitzableiter: Zauberpflanzen». Dabei geht es um Gewächse, die seit jeher auf der ganzen Welt Teil von Ritualen waren. Und es geht um Kräuter, die im Volksglauben vor Blitz, Feuer, Dämonen und Hexen schützen sollen.

Am 23. August erklärt Botanikerin Lea Bona, was Neophyten sind. Diese exotischen Pflanzen sind einerseits in Ziergärten verbreitet, können anderseits aber auch zur Gefahr für die einheimische Artenvielfalt werden. An manchen Orten werden sie daher mit viel Aufwand bekämpft. Am 6. September geht es unter dem Titel «Vom Winde verweht: Früchte und Samen» noch um die Verbreitungsmechanismen von Pflanzen. Diese sind so vielfältige wie die Natur selber.

www.lokremise.ch

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