Frühlingsgruss in Coronazeiten: St.Galler Vermieter verschenkt 1500 Tulpensträusse

Die Züberwangener Rutishauser AG kann ihre Tulpen nicht an den Detailhandel liefern. Wie die Max Pfister Baubüro AG die Blumen vor der Vernichtung rettet und ihren Mietern eine Freude macht.

Dinah Hauser
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Nicht nur Simon Studach, Leiter Pfister-Gärtnerteam (links) packt beim Blumenverlad mit an, sondern auch Andreas Pfister, Geschäftsführer Max Pfister Baubüro AG.
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Blumenverlad, links: Andreas Pfister, Geschäftsführer rechts: Stefan Tanner, Mitarbeiter Pfister-Gärtnerteam.
Die Hauswarte legen die Tulpensträusse vor die Haustüren. Im Bild Jakob Menet.

Nicht nur Simon Studach, Leiter Pfister-Gärtnerteam (links) packt beim Blumenverlad mit an, sondern auch Andreas Pfister, Geschäftsführer Max Pfister Baubüro AG.

Bild: PD

Eine Anwohnerin am Rosenbergweg staunte nicht schlecht, als sie am Dienstagmorgen vor die Türe blickt: Vor allen Haustüren lagen Tulpensträusse mit einer Grusskarte. «In dieser schwierigen Zeit muss man den kleinen Freuden Sorge tragen», sagt die Frau und bedankt sich im Namen aller Hausbewohner beim Vermieter, von dem die Blumen stammen. «Das ist der Beste, den man haben kann.»

Die Überraschung ist dem Vermieter gelungen; Andreas Pfister, Geschäftsführer der Max Pfister Baubüro AG, wird überhäuft mit Anrufen und E-Mails von freudigen Mietern.

«Wir wollten den Mietern einen kleinen Frühlingsgruss in diesen besonderen Zeiten spendieren.»

Die Aktion sei spontan entstanden. Verwaltungsratspräsident Martin Gehrer sei vergangenen Donnerstag mit der Idee auf ihn zugekommen und Pfister sei sofort begeistert gewesen. Zusammen mit der Rutishauser AG in Züberwangen wurde die Lieferung der rund 1500 Sträusse organisiert.

Alle packen beim komplexen Lieferprozess mit an

«Die Lieferung zu planen, war allerdings eine Herausforderung», sagt Pfister. Wegen des grassierenden Coronavirus mussten die Hygienemassnahmen strikt befolgt werden. So wurden die  Tulpensträusse erst an einen zentralen Ort geliefert und danach an die Gärtnerteams verteilt. Schliesslich landeten die Tulpen bei den Hauswarten, welche sie vor den Haustüren der noch ahnungslosen Bewohnern platzierten. Schliesslich lief alles wie geplant, auch dank dem Einsatz aller Beteiligten, wie Pfister sagt.

«Man spürt, dass alle alles geben wollen.»

Die Zusammenarbeit mit dem Blumenhändler kommt nicht von ungefähr. Das Bindeglied ist Martin Gehrer, der dort ebenfalls VR-Präsident ist. Die Sträusse seien für den Detailhandel vorgesehen gewesen, sagt Pfister. Aber wegen des Coronavirus und den daraus resultierenden Geschäftsschliessungen müssten die Blumen weggeworfen werden. Durch diese Verbindung konnten die Blumen davor gerettet werden. «Nun bringen sie etwas Frühling und hoffentlich gute Laune in die Wohnungen unserer Mieter.»