Freizeit
Alle wollen selber Gummibärli machen: Noch nie gingen so viele Wünsche für den Ferienspass Wittenbach-Muolen-Häggenschwil ein

Knapp 400 Kinder und Jugendliche haben 1097 Wünsche für den diesjährigen Ferienspass in den Sommerferien eingereicht. Bei den 48 Kursen kam es teilweise zu grossen Überbuchungen. Jeremias Frei, Leiter der Offenen Jugendarbeit in Wittenbach, kann sich vorstellen, dass die grosse Nachfrage mit Corona zusammenhängt.

Perrine Woodtli
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Der Besuch bei der Feuerwehr ist beim Ferienspass Wittenbach-Muolen-Häggenschwil jeweils beliebt.

Der Besuch bei der Feuerwehr ist beim Ferienspass Wittenbach-Muolen-Häggenschwil jeweils beliebt.

Bild: Aybüke Köseoglu (20. Juli 2020)

Basteln, fischen, tauchen, kochen: Die Kinder in Wittenbach, Häggenschwil und Muolen müssen sich in diesen Sommerferien nicht langweilen. Denn auch in diesem Sommer findet vom 26. Juli bis 13. August der gemeinsame Ferienspass der drei Gemeinden statt. Das Angebot erfreute sich in den vergangenen Jahren schon immer grosser Beliebtheit. Dieses Jahr ist die Nachfrage nun so gross wie noch nie.

Während der fünfwöchigen Wunschphase im Frühling konnten sich die Kinder und Jugendlichen zwischen 3 und 16 Jahren für jene Kurse anmelden, an denen sie teilnehmen wollen. Ganze 1097 Wünsche von knapp 400 Mädchen und Buben gingen ein – so viele wie noch nie. Dabei kam es bei einigen der 48 Kurse zu grösseren Überbuchungen.

Familien bleiben nach wie vor eher zu Hause

Für die grosse Nachfrage gibt es laut Jeremias Frei mehrere mögliche Gründe. Er leitet die Offene Jugendarbeit in Wittenbach und ist Teil der Arbeitsgruppe des Ferienspass. Zum einen spiele sicher der Corona-Effekt mit, sagt Frei.

Jeremias Frei, Leiter der Offenen Jugendarbeit in Wittenbach.

Jeremias Frei, Leiter der Offenen Jugendarbeit in Wittenbach.

PD
«Man bleibt eher in der Schweiz und macht Tagesausflüge statt Strandurlaub im Ausland.»

Zudem sei der Ferienspass durch das konstante Angebot von Kursen ein fester Bestandteil der Feriengestaltung der Einwohnerinnen und Einwohner von Wittenbach, Muolen und Häggenschwil. Die positiven Rückmeldungen führten dann jeweils zu Mund-zu-Mund-Werbung unter den Kindern und Eltern.

Lieber auf den Kamelhof statt ins Radiostudio

Das Programm des Ferienspass ist auch in diesem Jahr wieder bunt gemischt. Besonders beliebt sind laut Frei unter anderem der Escape Room, das Fischen, die Schnitzeljagd, Lasertag, der Kamelhof oder das zweitägige Angebot mit Höhlenübernachtung und Outdoorklettern. Auch die Bastel- oder Kochangebote sowie der Besuch bei der Feuerwehr oder auf einem Bauernhof kämen jedes Jahr gut an.

Für andere Angebote wiederum gingen zu wenige Anmeldungen ein. Die Kurse mussten abgesagt werden. Gestrichen wurden laut Frei unter anderem das Tanzen oder ein Studiobesuch eines Radiosenders.

Im vergangenen Jahr stellten einige Mädchen und Buben auch selbst gemachten Beerensirup her.

Im vergangenen Jahr stellten einige Mädchen und Buben auch selbst gemachten Beerensirup her.

Bild: Aybüke Köseoglu (20. Juli 2020)

Es hat noch freie Plätze

Vor knapp zwei Wochen haben die Verantwortlichen des Ferienspasses schliesslich die Kinder und Jugendlichen in die verschiedenen Kurse eingeteilt. Dabei konnten viele Wünsche erfüllt werden – einige aber auch nicht. Beim Kurs «Gummibärli selbst gemacht» mit 24 Plätzen haben sich beispielsweise 70 Kinder angemeldet. Bei einigen Kursen konnte man nun nach Absprache mit den Veranstaltern die Anzahl der Plätze erhöhen, eine neue Durchführung anbieten oder die Altersbegrenzung anpassen.

Möglich war das unter anderem bei den Kursen «Escape Room», «Kletterspass in der Boulderhalle», «Schatzsuche», dem Pfadi-Angebot «Indiana Jones» oder beim bereits erwähnten «Gummibärli selbst gemacht». Zudem ist noch ein neues Angebot für Fussballbegeisterte dazu gekommen.

Dank der zusätzlichen Durchführungen hat es in einigen Kursen derzeit noch vereinzelt freie Plätze. Es gilt: «De Schneller isch de Gschwinder.» Die freien Plätze können unter www.ferienspass-wmh.ch bis sieben Tage vor der Durchführung gebucht werden.

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