Frauenhandball
Vier St.Gallerinnen sind bei der Schweizer WM-Premiere mit von der Partie

Noch nie bestritten Schweizer Handballerinnen ein WM-Spiel. Am Mittwoch, 22. Juni, ist es so weit. Die U20-Auswahl trifft in Slowenien mit vier Akteurinnen des LC Brühl auf Österreich.

Daniel Good, Raphael Bischof
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Malin Altherr (rot) aus Muolen gehört auch zum Stamm des A-Nationalteams, mit dem sie sich für die EM qualifizierte.

Malin Altherr (rot) aus Muolen gehört auch zum Stamm des A-Nationalteams, mit dem sie sich für die EM qualifizierte.

Bild: Claudio De Capitani / Freshfocus

Die Bemühungen um den Nachwuchs im Schweizer Frauenhandball tragen auch in der Ostschweiz Früchte. Malin Altherr und Laurentia Wolff, beide mit Jahrgang 2003, zählen zu den Leistungsträgerinnen im nationalen U20-Team. Ebenfalls im WM-Kader steht Coker Clairebel. Sie besucht die Handballakademie in Cham und hat sogar Jahrgang 2005.

Katarina Simova 2021 im Playoff-Final.

Katarina Simova 2021 im Playoff-Final.

Bild: Alexander Wagner

Eine weitere St.Galler WM-Kandidatin ist verletzt

Mit der Kreisläuferin und Frankreich-Legionärin Tabea Schmid aus Mörschwil, die in der nächsten Saison wieder für den Rekordmeister Brühl antritt, ist eine weitere starke Ostschweizerin mit von der Partie. Mit Katarina Simova hätte sogar eine fünfte Spielerin des LC Brühl nach Slowenien reisen können, sie ist aber an der Schulter verletzt und wurde Mitte April operiert.

Das Team von Trainer Damian Gwerder trifft in der Vorrundengruppe G ab Mittwoch, 22. Juni, auf Österreich, Kasachstan und Kroatien.

Auch Laurentia Wolff gehört zum Schweizer WM-Team

Auch Laurentia Wolff gehört zum Schweizer WM-Team

Bild: Tobias Garcia

Vergangene Woche versammelte Gwerder die Equipe im sportlichen Leistungszentrum OYM in Cham ZG. Dort testete man unter anderem zweimal gegen das A-Nationalteam. «Die Trainingsspiele im OYM haben uns weitergeholfen und die Stimmung im Team ist sehr gut. Kurzum, wir sind auf Kurs», so Gwerder unmittelbar vor der Abreise nach Slowenien.

Tabea Schmid im Dress des LC Brühl, bevor sie nach Frankreich ging.

Tabea Schmid im Dress des LC Brühl, bevor sie nach Frankreich ging.

Bild: Arthur Gamsa

Das Schweizer Team hat am Sonntag sein WM-Quartier bezogen. Sämtliche Partien finden in den Kleinstädten Celje und Lasko statt. Am Montagabend bestritt die Schweiz gegen den Iran vor Ort ein abschliessendes Testspiel. Das Resultat? Ein deutlicher 38:24-Sieg für die jungen Schweizerinnen.

Wichtiges Spiel gegen Österreich

In der Vorrunde berechtigt Rang zwei zum Weiterkommen an der WM-Hauptrunde. Die Nationen auf Rang drei und vier spielen um den President’s Cup. Auf dem Papier ist Kroatien die stärkste Mannschaft, die Schweiz und Österreich kämpfen wohl um Rang zwei, während Kasachstan die grosse Unbekannte ist.

Die Schweiz startet mit der wichtigen Partie gegen die Österreicherinnen. «Die Tagesform könnte hier entscheiden», so Gwerder. Und kündet an: «Wir müssen und werden bereit sein.» Nach einem Tag Pause treffen die Schweizerinnen am Freitagabend um 20.30 Uhr auf Kasachstan, bevor am Samstag um 18.30 Uhr das abschliessende Vorrundenspiel gegen Kroatien auf dem Programm steht.

Der Schweizer Frauen-Handball ist im Aufwind. Zum ersten Mal überhaupt nimmt das A-Nationalteam diesen November an einem EM-Endrunden-Turnier teil.

Doch schon diese Woche kommt es zu einer weiteren Premiere.

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