Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Fragen zum 5G-Netz in der Stadt St.Gallen

Die Grünen und Jungen Grünen des St.Galler Stadtparlaments stellen dem Stadtrat in einer Interpellation kritische Fragen zur neuen Mobilfunktechnologie.
Roger Berhalter
Standort einer 5G-Antenne an der Spinnereistrasse in St.Gallen. (Bild: Michel Canonica)

Standort einer 5G-Antenne an der Spinnereistrasse in St.Gallen. (Bild: Michel Canonica)

Der neue Mobilfunkstandard 5G wird derzeit in der Schweiz eingeführt. Vergangene Woche hat die Swisscom ihr 5G-Netz an 102 Standorten in den ersten 54 Ortschaften live geschaltet. Bis Ende Jahr sollen 90 Prozent der Schweizer Bevölkerung 5G nutzen können. Bereits Anfang April hat Sunrise ihr 5G-Netz an 152 Orten in der Schweiz in Betrieb genommen. In der Region sind Antennen in St.Gallen, Gossau und Mogelsberg in Betrieb. Dies berichtet die «Ostschweiz am Sonntag» in ihrer aktuellen Ausgabe.

5G soll den Datenverkehr immens beschleunigen. Doch dafür sind neue Antennen nötig, und die Kritik an diesem Ausbau wird immer lauter. In mehreren Vorstössen fordern Politikerinnen und Politiker aus den Kantonen St.Gallen und Thurgau, den Antennenausbau vorerst auf Eis zu legen. Die Kritiker machen vor allem Gesundheitsbedenken geltend. So verlangen St.Galler Kantonsräte der SP, Grünen und SVP in einer gemeinsamen Motion ein Baumoratorium für 5G-Antennen. Dieses soll solange gelten, bis unabhängige wissenschaftliche Erkenntnisse vorliegen. Auf jeden Fall wollen die Politiker eine Studie des Bundesamtes für Umwelt abwarten.

Konkurrenz zum städtischen Glasfasernetz?

Auch im St.Galler Stadtparlament ist die 5G-Technologie Thema. In einer Interpellation stellt die Fraktion der Grünen und Jungen Grünen dem Stadtrat kritische Fragen zum neuen Mobilfunkstandard. Auch hier geht es um die Gesundheit der Bevölkerung. Die Interpellanten zitieren einen Artikel aus dem «Beobachter», in dem Ärztinnen und Ärzte «vor noch unabsehbaren gesundheitlichen Folgen warnen», wie es im Vorstoss heisst.

Zunächst möchten die Grünen vom Stadtrat wissen, ob in der Stadt St.Gallen schon Anlagen für den Betrieb der 5G-Technologie eingerichtet worden seien. Und, wenn ja, ob dafür Bewilligungen erteilt worden seien. Weiter fragen sie, ob die Stadt ein eigenes Interesse an der Einführung der 5G-Technologie habe und ob es Pläne zu einer Verbesserung der Effizienz von städtischen Dienstleistungen auf der Basis der neuen Technologie gebe.

«Besteht die Gefahr, dass die städtische Glasfaser-Infrastruktur durch die neue Technologie konkurrenziert wird?», heisst es im parlamentarischen Vorstoss weiter. Und schliesslich wollen die Grünen wissen, wie der Stadtrat die möglichen gesundheitlichen Risiken der 5G-Technologie einschätzt und ob Vorkehrungen zum Schutz vor erhöhter Strahlung angedacht seien, beispielsweise ein Kleinzellen-Netz in Fortführung öffentlichen St.Galler WLAN-Netzes «St.Galler Wireless».

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.