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Fragen im St.Galler Stadtparlament: Was passiert an der Haggenstrasse 45?

Die Haggenstrasse 45 gehört seit 2013 der Stadt. Ein Politiker will wissen, was damit geschieht. Bekannt wurde das Haus im Sommer 20216 durch eine spektakuläre kulturelle Zwischennutzung.
Reto Voneschen
Wie weiter im Haus Haggenstrasse 45? Das will ein FDP-Stadtparlamentarier in einem Vorstoss wissen. (Bild: Ralph Ribi - 23. Oktober 2015)

Wie weiter im Haus Haggenstrasse 45? Das will ein FDP-Stadtparlamentarier in einem Vorstoss wissen. (Bild: Ralph Ribi - 23. Oktober 2015)

Ein neu im Stadtparlament eingereichter Vorstoss bringt ein Thema aufs Tapet, das 2016 viel Wirbel auslöste. Welche Strategie verfolgt die Stadt mit dem Haus Haggenstrasse 45? Und wie erfolgreich ist sie damit? Dies will Stadtparlamentarier Oskar Seger (FDP) in seiner Einfachen Anfrage wissen – und knüpft damit dort an, wo ein verunglücktes Projekt der Stadt endete. Nämlich bei der Ankündigung der damaligen Baudirektorin Patrizia Adam im Jahr 2016, das Gebäude, das für die Unterbringung der Sozialen Dienste nicht taugte, zu marktüblichen Preisen zu vermieten.

Gekauft hatte die Stadt die Gewerbeliegenschaft Haggen­strasse 45 im Jahr 2013. Sie wollte die auf diverse Standorte verteilten Sozialen Dienste sowie die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (Kesb) darin zentralisieren. Im Februar 2015 sprach das Parlament einen Projektierungskredit von 439000 Franken dafür. Bei den folgenden Arbeiten stellte sich heraus, dass das Haus erst nach umfassenden und teuren Umbauten für die anvisierte Nutzung tauglich wäre. Der Stadtrat brach daraufhin die Übung im März 2016 ab.

Zentralisierung zum zweiten Mal gescheitert

Abgesehen von den unnötig verursachten Kosten ist diese Geschichte insofern pikant, als dass die Stadt St.Gallen bereits 2012 für 7,9 Millionen Franken ein untaugliches Haus, die Wassergasse 23, von der Raiffeisen-Gruppe für die Sozialen Dienste erworben hatte. Diese Tatsache war so rasch klar geworden, dass die soziale Zentralisierungsübung hinter dem Bleicheli beendet wurde, bevor beim Parlament der Antrag für einen Projektierungskredit dafür deponiert worden war. Bis Ende 2015 wurde die Wassergasse 23 für Zwischennutzungen angeboten. Danach übernahm wiederum Raiffeisen die Büros per langfristigem Mietvertrag.

Das Haggenstrasse 45 liegt unterhalb der SOB-Bahnlinie nach Herisau. Der Bahnhof Haggen ist nur wenige Fussminuten entfernt. (Bild: Ralph Ribi - 25. Oktober 2015)
Kulturelles Vorgeplänkel 1: Im November 2014 zeigten Simon Gehrig, Angie Hauer und Stephanie Amstadt (von links) die Ausstellung «TRExperiment» an der Haggenstrasse 45. (Bild: David Suter - 6. November 2014)
Kulturelles Vorgeplänkel 2: Das Stadtkulturgespräch im Haus Haggenstrasse 45 ging sinnigerweise der Frage nach, wie die kulturelle Zwischen- und Umnutzung von Innen- und Aussenräumen gefördert werden kann. (Bild: Urs Bucher - 20. Oktober 2015)
Werkhaus 45: Ende Mai, Anfang Juni 2016 laufen die Vorbereitungsarbeiten für die kulturelle Zwischennutzung der Haggenstrasse 45 auf Hochtouren. Im Bild bringt Marc Jenny Teile seiner Ausstellung ins Haus. (Bild: Daniel Dorrer - 1. Juni 2016)
Ein Papierbaum...
...und ein Wandgemälde entstehen im Werkhaus 45. (Bilder: Benjamin Manser - 9. Juni 2016)
Ein freundlicher Lift. (Bild: Benjamin Manser - 9. Juni 2016)
Gesichter. (Bild: Reto Voneschen - 18. Juni 2016)
Ein Thron. (Bild: Reto Voneschen - 18. Juni 2016)
Auf dem Rundgang durch die Räume und die Kultur an der Haggenstrasse 45. (Bild: Reto Voneschen - 18. Juni 2016)
Kunstobjekte, geschaffen für den einen Ort, das Werkhaus 45. (Bild: Reto Voneschen - 18. Juni 2016)
Das fertige Wandgemälde von Anita Sonnabend. (Bild: Reto Voneschen - 18. Juni 2016)
Im Keller des Werkhauses 45. (Bild: Reto Voneschen - 18. Juni 2016)
Gefaltete Flugobjekte in einem der Kellerräume. (Bild: Reto Voneschen - 18. Juni 2016)
Korridor mit Leitungen im Keller der Liegenschaft Haggenstrasse 45. (Bild: Reto Voneschen - 18. Juni 2016)
Kein Türvorleger, sondern eine Fleissarbeit aus Klebepapierchen. (Bild: Reto Voneschen - 18. Juni 2016)
Kindheitserinnerungen. (Bild: Reto Voneschen - 18. Juni 2016)
Spiel mit einem typisch st.gallischen Klischee. (Bild: Reto Voneschen - 18. Juni 2016)
Perfekt ins Bürogebäude eingepasste Kunst. (Bild: Reto Voneschen - 18. Juni 2016)
Zündhölzli. (Bild: Reto Voneschen - 18. Juni 2016)
Schwarzer Humor? (Bild: Reto Voneschen - 18. Juni 2016)
Ein ehemaliges, zur Bar umfunktioniertes Labor. (Bild: Reto Voneschen - 18. Juni 2016)
«Was denked au d'Lüüt!?» Ob das die Macherinnen und Macher des Werkhauses 45 tatsächlich interessiert hat? (Bild: Reto Voneschen - 18. Juni 2016)
Spiel mit drinnen und draussen: der Atelierplatz. (Bild: Reto Voneschen - 18. Juni 2016)
Noch ein Spiel mit drinnen und draussen: Das Bild an der Frontwand ist eine Ansicht aus dem unmittelbaren Umfeld des Werkhauses 45. (Bild: Reto Voneschen - 18. Juni 2016)
Installation mit Telefon. (Bild: Reto Voneschen - 18. Juni 2016)
Finissage im Werkhaus 45 an der Haggenstrasse 45: ein letzter Rundgang durch die Ausstellung. (Bild: Benjamin Manser - 25. Juni 2016)
Ein Jahr danach: Die Compagnie Buffpapier probt im ehemaligen Werkhaus 45. (Bild: Benjamin Manser - 4. März 2017)
28 Bilder

Haggenstrasse 45 in St.Gallen: Vom Kunst- zum Mietobjekt

Nachdem klar war, dass Soziale Dienste und Kesb nicht nach Bruggen zügeln würden, ging es im Haus Haggenstrasse 45 ähnlich weiter wie seinerzeit an der Wassergasse. Im Juni 2016 wurde ein Grossteil des Gebäudes von über 90 Kunstschaffenden ins «Werkhaus 45» verwandelt. Sie schufen für die Räume und Nischen im Haus meist kurzlebige, an den Ort gebundene Werke. Dazu gab’s ein Kulturprogramm. Die Zwischennutzung löste auch eine allgemeine Debatte über Kulturräume in der Stadt aus.

Vermietung zu marktüblichen Konditionen

Danach vermietete die Stadt einen Teil der Büro- und Gewerbeflächen an der Haggenstrasse 45. Anfang 2017 war etwa die Hälfte des zur Verfügung stehenden Raums zu marktüblichen Konditionen belegt, wie es beim städtischen Liegenschaftenamt damals auf Mediennachfragen hiess.

Und genau hier setzen die aktuellen Fragen im Vorstoss des FDP-Stadtparlamentariers an: Oskar Seger will wissen, welche Strategie die Stadt mit der Liegenschaft verfolgt, wie viele Prozent der Nutzfläche vermietet sind und was für ein Ertrag bisher erwirtschaftet wurde. Weiter fragt er, ob eine Abgabe der Liegenschaft im Baurecht denkbar ist und ob es dafür schon Anfragen gab.

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