Entwarnung
Streit über das neue Wittenbacher Mitteilungsblatt: Der «Puls»-Skandal, der keiner war

Schon viel wurde geredet über das neue Wittenbacher Mitteilungsblatt. Doch dieser Aspekt ist neu: An der Bürgerversammlung, die kürzlich stattfand, wurde auf die Format-Kompatibilität zum Thema. Doch die Geschichte hat ein Happy End. Eine Glosse.

Michel Burtscher
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So sieht der neue «Puls» aus.

So sieht der neue «Puls» aus.

Bild: PD

Nicht auch das noch! Schon viel wurde über das neue Wittenbacher Mitteilungsblatt diskutiert. Viel zu viel, wird sich der eine oder andere wohl denken. Dass man die Gossauer Cavelti AG bei der Vergabe der langjährigen Herausgeberin vorgezogen hatte, löste in der Gemeinde Kritik aus. Sogar das Gericht musste sich damit befassen.

Oliver Gröble, Gemeindepräsident Wittenbach.

Oliver Gröble, Gemeindepräsident Wittenbach.

Bild: Michel Canonica

Bis heute hat die Bevölkerung das Thema nicht wirklich verdaut, wie sich an der jüngsten Bürgerversammlung zeigte. Wieder wurde kritisiert, dass der Auftrag für den «Puls» an eine neue – und dazu «auswärtige» – Firma ging. Man solle die Vergangenheit doch einmal ruhen lassen und sich am neuen Produkt erfreuen, erwiderte Gemeindepräsident Oliver Gröble. Tatsächlich kommt der neue «Puls» schön gestaltet daher.

Die Vorteile des neuen Formats

Freuen können sich aber trotzdem nicht alle darüber. Ein Wittenbacher äusserte an der Bürgerversammlung Kritik ganz praktischer Natur. Er störte sich am neuen Format des Blattes. Dabei wurde dieses im Vorfeld in hohen Tönen gelobt. Das leicht grössere Format lasse «gestalterisch mehr Spielraum zu» und mache den «Puls» damit «attraktiver und abwechslungsreicher», so die Gemeinde.

Er finde das neue Format ganz und gar nicht so «irrsinnig» wie der Gemeindepräsident, sagte der Wittenbacher. Warum man den «Puls» nicht weiterhin auf A4 habe drucken können, fragte er, denn nun passe das Mitteilungsblatt nicht mehr in seinen Ordner. «Jetzt müssen wir die Ordner anpassen, oder wie sieht das aus?»

Eine Geschichte mit Happy-End

Eine Antwort bekam er an diesem Abend nicht. Doch die wurde mittlerweile nachgeliefert. In der neusten Ausgabe des «Puls» gibt die neue Herausgeberin Entwarnung. Auf der letzten Seite schreiben die Verantwortlichen der Cavelti AG, sie hätten «mit Freude festgestellt, dass auch das neue Format in den Standard-Bundesordner A4 passt».

Das sind gute Nachrichten für alle. Einerseits für den Wittenbacher Bürger, der den «Puls» – dass es so etwas im digitalen Zeitalter überhaupt noch gibt! – weiterhin im gleichen Ordner ablegen kann. Und andererseits für Oliver Gröble, weil sich in seiner Gemeinde wohl noch nie ein Problem so schnell lösen liess.