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Flugplatz-Betreiber versenken Parkhaus im Altenrheiner Industriegebiet

Auf dem Gelände des Flugplatzes Altenrhein war ein Parkhaus geplant. Vor allem Industrie und Tourismus hätten profitiert. Nun hat der Flugplatz seine Pläne geändert.
Jolanda Riedener
So hätte das Parkhaus neben dem Flugplatz Altenrhein aussehen können. Erschlossen worden wäre es von Norden aus. (Bild: PD)

So hätte das Parkhaus neben dem Flugplatz Altenrhein aussehen können. Erschlossen worden wäre es von Norden aus. (Bild: PD)

Thals Gemeindepräsident Robert Raths bedauert den Entscheid der People’s Air Group. Ein zentrales Parkhaus mit rund 700 Parkplätzen auf fünf Stockwerken war auf dem Grundstück des Flugplatzes, parallel zur Dorfstrasse geplant. Nun haben sich die Pläne der People’s geändert. Insbesondere für Unternehmen in Altenrhein hätte das Parkhaus einen grossen Wert, denn das Land, das sie jetzt für Parkplätze nutzen, wäre für die Industrie frei geworden.

Im September vergangenen Jahres stellten Vertreter der Gemeinde, des Flugplatzes und der Generalunternehmung Forol AG, die für die Planung zuständig war, den Neubau der Bevölkerung vor. Geplant waren extrabreite Parkfelder ohne Säulen dazwischen. Neben modernster Technik wie autonomes Parken – bei dem Autofahrer nicht mehr selber einparkieren müssen – waren auch E-Ladestationen und eine Fotovoltaikanlage auf dem Dach geplant.

Industrie, Tourismus und Fluggäste hätten profitiert

Aktuell sei die Parkplatzsituation in Altenrhein unbefriedigend, stellten die Verantwortlichen bereits an der Infoveranstaltung fest. Mit dem Parkhaus hätte man dem Parkplatz-Wildwuchs einen Riegel schieben wollen. Daraus wird nun nichts. «Das ist schade. Das Gesamtpaket überzeugte und wäre eine ideale Lösung für Industrie, Tagestourismus und Flugplatz gewesen», sagt Raths. Er sei aber weiterhin mit den Industriebetrieben im Gespräch und bemühe sich um Lösungen.

Die People’s Air Group habe sich derweil für eine günstigere Variante entschieden. «Wir haben das Parkhausprojekt gestoppt und werden an dieser Stelle einen gewöhnlichen Parkplatz erstellen», sagt Thomas Mary, Pressesprecher und Mitglied der Geschäftsleitung. Der Bedarf des Flugplatzes sei damit abgedeckt. Gründe für die Absage ans Parkhaus waren gemäss Mary vor allem finanziellen Ursprungs. «Es stehen andere dringende Investitionen auf dem Flugplatz an», sagt er. Zum Beispiel Drainagen zur Entwässerung. Auch seien aus Charterflügen weniger Einnahmen zu erwarten.

Ganz ausschliessen will er den Bau in Zukunft dennoch nicht: «Vielleicht ist es irgendwann die beste Lösung.» Bis dahin werden nun aber die Pläne für den kostengünstigeren Parkplatz ausgearbeitet. Die Verantwortlichen rechnen voraussichtlich 2020 mit einer Inbetriebnahme.

Logistikfirma bedauert die Absage

Mit dem Bau des Parkhauses gerechnet hat auch die Transport- und Logistikfirma Gebrüder Weiss. «Wir waren optimistisch, dass es zu Stande kommt», sagt Oskar Kramer, Geschäftsleiter in Altenrhein. Für die Entwicklung der Firma sei das nicht optimal, denn Parkplätze belegen heute Industrieflächen, die effizienter nutzbar wären. Ein zentral gelegenes Parkhaus wäre deshalb willkommen gewesen. «Wir werden uns jetzt erst im Detail mit der neuen Situation befassen», sagt Kramer. Denn lange wisse man noch nicht von der Absage ans Parkhausprojekt.

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