Flüchtlinge unterrichten ihre Sprachen

Ein HSG-Studentenverein organisiert Sprachkurse von Migranten.

Rafael Hug
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Bei den Kursen sollen Kulturen voneinander profitieren.

Bei den Kursen sollen Kulturen voneinander profitieren.

Bild: PD

Nicht Sprachkurse für Flüchtlinge, sondern von Flüchtlingen: Anstelle einseitiger Integration soll auch die hiesige Bevölkerung von Flüchtlingen profitieren und lernen können. Dies hat sich der HSG-Studentenverein Youth Engagement als Ziel gesetzt. Das Konzept basiert auf Sprach– und Kulturunterricht von Migranten. So sollten qualifizierte Flüchtlinge, deren Bildung hier nicht anerkannt wird, die Möglichkeit einer sinnvollen Tätigkeit erhalten. Die Migranten unterrichten zurzeit Russisch, Persisch und Arabisch.

«Wir wollen den Begriff Integration vielseitiger betrachten», sagt Cyrill Tadros, Student an der Universität St.Gallen und Mitgründer des Vereins. Man wolle die Bevölkerung ansprechen und dazu animieren, aufeinander zuzugehen sowie Chancen zu nutzen. «Der Austausch ist eine Win-win-Situation», sagt Tadros. Sowohl im Sinne einer nachhaltigen Integration, als auch für die Studentinnen und Studenten, die ihr Fachwissen für sinnvolle Zwecke einsetzen könnten.

Vielseitige Integration – gegenseitiges Lernen

Youth Engagement arbeitet zusammen mit Non-Profit-Organisationen und will Studenten Zugang zu praxisnahen Arbeitserfahrung verschaffen. In Zusammenarbeit mit dem Verein Tipiti und dem Hilfswerk der Evangelischen Kirchen Schweiz (Heks) betreuen die Studenten Flüchtlinge oder beraten sie rechtlich.