Flig macht weiterhin Druck für einen Lärmschutzwall am Gossauer A1-Abschnitt

Der Kanton wird aller Wahrscheinlichkeit nach den Deponiestandort Weid an der Autobahn A1 in den Richtplan aufnehmen. Nun fordert die Flig, selber ein Projekt an die Hand zu nehmen, um die Aushubdeponie als Lärmschutzwall so schnell wie möglich zu realisieren.

Johannes Wey
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Die Aushubdeponie soll zwischen Lindenbergstrasse und Langfeld den Autobahnlärm vom Siedlungsgebiet fernhalten.

Die Aushubdeponie soll zwischen Lindenbergstrasse und Langfeld den Autobahnlärm vom Siedlungsgebiet fernhalten.

Ralph Ribi (12. Februar 2020)

Die Flig setzt auch im Wahljahr 2020 auf eines ihrer Lieblingsthemen: den Lärmschutzwall entlang der Autobahn A1. Stadtparlamentarier Erwin Sutter hat eine Interpellation eingereicht, die von einer Mehrheit der Parlamentsmitglieder quer durch alle Lager unterzeichnet worden ist.

Erwin Sutter, Stadtparlamentarier Flig.

Erwin Sutter, Stadtparlamentarier Flig.

PD

Darin stellt Sutter eine Forderungen auf, bevor er überhaupt zu den Fragen kommt: Die Stadt muss nach der Aufnahme des Deponiestandorts Weid in den Richtplan «zwingend» weitere Massnahmen ergreifen, damit die Deponie so rasch als möglich realisiert wird.

Deponie soll Lärmproblem lösen

Mit der Aufnahme des Deponiestandorts Weid in den Entwurf für den Richtplan ist die Stadt Gossau einem lange verfolgten Ziel einen Schritt näher gekommen: Zwischen der Lindenbergstrasse und dem Langfeld sollen 500'000 bis 700'000 Kubikmeter als Lärmschutzwall entlang der Autobahn aufgeschüttet werden.

Nun verlangt Sutter Vorarbeiten, damit nach dem definitiven Richtplaneintrag möglichst schnell ein bewilligungsfähiges Deponieprojekt vorliegt. Denn auf dem Platz Gossau werden voraussichtlich noch weitere Deponiestandorte in den Richtplan aufgenommen, beispielsweise im Radmoos.

Wer zuerst kommt, deponiert zuerst

Sutter geht nun davon aus, dass an diesem Standort grosses Interesse bestehe. Und befürchtet, dass die Deponie Weid auf die lange Bank geschoben werden könnte, wenn ein anderes Deponieprojekt zuerst bewilligt werde.

«Erst wenn der bewilligte Standort voll ist, kann es zu weiteren Zuschlägen kommen.»

Die Quartiere Watt und Rosenau würden damit über viele weitere Jahre der starken Lärmbelastung ausgesetzt.

Stadt soll Projekt mit Privaten vorantreiben

Die Stadt soll deshalb zusammen mit einer möglichen Deponiebetreiberin zügig ein Deponieprojekt ausarbeiten und einreichen. Als Grundlage dafür könne ein fertiges Projekt dienen, das schon seit 1999 in den Schubladen von Stadt und Kanton liege.

Dann richtet Sutter eine Reihe von Fragen an den Stadtrat. Er will wissen, ob dieser die Möglichkeit hat, andere Deponiestandorte als jenen im Gebiet Weid zu verhindern oder anderswie die Chancen zu erhöhen, dass die Deponie Weid als erste realisiert wird. Ausserdem will er vom Stadtrat wissen, ob der Lärmschutz entlang der A1 dringend sei, wie er den Lärm beurteile und ob dazu Messungen vorgenommen worden seien. Und er fragt, mit welchen Massnahmen der Stadtrat die Deponie Weid vorantreibe und ob er dafür bereits mit privaten Unternehmen zusammenarbeite.

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