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Firmung und Konfirmation kosten: In der Region Rorschach hilft die Kirche aber wenn nötig aus

Jährlich werden auch in der Region Rorschach Jugendliche bei der Konfirmation und
Firmung geweiht. Das Ritual stellt einige Ansprüche an die Heranwachsenden. Aber auch an die Eltern.
Daniela Huber-Mühleis / Rudolf Hirtl
Die Firmung ist für junge Katholiken ein besonderer Moment. (Bild: Fritz Heinze)

Die Firmung ist für junge Katholiken ein besonderer Moment. (Bild: Fritz Heinze)

Derzeit finden in den Kirchgemeinden der Bodensee-Region die Vorbereitungskurse für Konfirmation und Firmung statt. Die Jugendlichen durften sich im Vorfeld entscheiden, ob sie den katholischen Firm- oder evangelischen Konfirmationsweg einschlagen möchten.

Eltern müssen entscheiden, ob sie zusätzliche finanzielle Aufwendungen aufbringen wollen. Zuletzt wurden Stimmen laut, die vor allem den Teilnahmebetrag der Katholischen zu hoch finden.

Auch ohne Taufe konfirmieren lassen

Die Konfirmation ist der Eintritt ins kirchliche Erwachsenenleben, aber auch die persönliche Bestätigung der Taufe und damit das bewusste «Ja» zum christlichen Glauben. Andreas Baschung, Präsident der evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Goldach, sagt, dass es seit kurzem möglich ist, sich auch ohne Taufe konfirmieren zu lassen. Die Konfirmation wird dann als Abschluss des kirchlichen Unterrichts gesehen und als ein wichtiger Übergangsritus in die Erwachsenenwelt.»

Die Art und Gestaltung der Lektionen wird von der Kantonalkirche nicht vorgeschrieben. Sie schreibt lediglich ein Minium von 60 Stunden und eine regelmässige Teilnahme vor. Der Unkostenbeitrag betrage 250 Franken und werde zu Beginn des Konfirmandenjahres in Rechnung gestellt. Es sei ein Ausgabenbetrag für das Weekend in Bischofszell und das Lager in München, der nur einen kleinen Teil der Ausflugskosten abdecke. «Diese Reisen sind integrierender Bestandteil des Konfkonzeptes, auf denen die Jugendlichen wertvolle Erfahrungen machen können», sagt der Präsident. Eltern, die nicht in der Lage seien, den Betrag zu berappen, könnten sich an ihren kirchlichen Sozialdienst wenden. In einem Gespräch würden die Modalitäten geklärt.»

«Keine Konfirmanden müssen zu Hause bleiben, wenn das Geld nicht reicht»

, betont Andres Baschung. Die Landeskirche sei aber eine Solidargemeinschaft, die darauf angewiesen sei, dass auch die Finanzierung mitgetragen werde. Dies würde auch auf jene zutreffen, die sich konfirmieren lassen, obwohl die Eltern aus der Kirche ausgetreten sind. Die meisten Jugendlichen seien bei diesem Ritual 16 Jahre alt. «Ich persönlich finde es ein spannendes Alter. Die Heranwachsenden sind kritisch, fangen an ihre Umgebung zu reflektieren, die Erwachsenenwelt zu hinterfragen und vertieft zu argumentieren», meint Baschung zur Frage, ob der Zeitpunkt ideal sei.

Firmreise ist separat zu bezahlen

Die Firmung ist eines der sieben Sakramente der katholischen Kirche. Die Jugendlichen sind um die 17 und 18 Jahre alt und bestreiten einen rund eineinhalbjährigen Firmweg. Laut Stefan Meier, Verwaltungsratspräsident der Katholischen Kirche Region Rorschach, sind diese Vorbereitungsaktivitäten kostenlos. Zusätzlich zu bezahlen sei lediglich die Firmreise. «Die Kosten fallen je nachdem, wo die Reise hinführt, unterschiedlich aus. Im Bedarfsfall bietet der kirchliche Sozialfonds Unterstützung, aber auch die Pfarreien helfen gerne», sagt Meier. Bis jetzt ist immer eine Lösung gefunden worden. «Es musste noch kein Firmling zu Hause bleiben.»

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