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St.Galler «Finnshop» zieht die Notbremse

Mit dem «Finnshop» verschwindet ein weiteres traditionsreiches Geschäft aus der St.Galler Altstadt. Nach 34 Jahren schliesst es im Frühherbst die Filiale an der Neugasse. Für den Umsatzrückgang gibt es mehrere Gründe.
David Gadze
Was nach dem Auszug des «Finnshops» mit der Verkaufsfläche passiert, ist noch offen. (Bild: Tagblatt)

Was nach dem Auszug des «Finnshops» mit der Verkaufsfläche passiert, ist noch offen. (Bild: Tagblatt)

Der «Finnshop» zieht sich aus St.Gallen zurück. Nach 34 Jahren schliesst das Ostschweizer Familienunternehmen voraussichtlich im Frühherbst seine Filiale an der Neugasse 33. Damit verschwindet ein weiteres traditionsreiches Geschäft aus der St.Galler Altstadt («Tagblatt» von gestern).

Als Grund für die Schliessung gibt die Finnshop AG an, dass «die lebendige Altstadt mit vielen Passanten auch in St.Gallen Geschichte» sei. Inhaber und Geschäftsleiter Andreas Breitenmoser konkretisiert: Das Kaufverhalten der Kundschaft habe sich verändert und die Auswahl werde immer grösser. Zur Konkurrenz im Internet kämen neue Einkaufszentren hinzu. Anders als in Wil und Frauenfeld, wo «Finnshop» verwurzelt sei, sei in St.Gallen die Anonymität grösser. «Viele haben uns nicht als Familienbetrieb wahrgenommen, sondern als internationale Marke.»

Genaue Angaben zur finanziellen Entwicklung der vergangenen Jahre macht Breitenmoser nicht. Der Umsatz sei jedoch stetig zurückgegangen. Obwohl die Liegenschaft an der Neugasse der Familie Breitenmoser gehöre und die Finnshop AG dort keinen marktüblichen Mietzins bezahle, lohne es sich nicht. «Wir haben immer wieder gemeint, wir hätten die Talsohle erreicht, und an die Wende zum Guten geglaubt – nur um im folgenden Jahr festzustellen, dass es noch schlechter war als das vorangegangene.»

Drei Mitarbeiter erhalten die Kündigung

Er bedauere es sehr, die Niederlassung in St.Gallen aufgeben zu müssen, sagt Breitenmoser. «Die Entscheidung ist uns schwer gefallen.» Er selbst sei mit dem «Finnshop» aufgewachsen und die Firma sei für ihn wie ein Familienmitglied. Von der Schliessung betroffen sind drei Mitarbeiter. Eine Festangestellte und zwei Aushilfen hätten die Kündigung erhalten, sagt Andreas Breitenmoser. «Dass wir uns von langjährigen Mitarbeiterinnen trennen müssen, die mich schon als Kind gekannt haben, stimmt mich sehr traurig.» Die Konsequenzen für die Angestellten hätten immerhin dadurch gemildert werden können, dass eine Person pensioniert werde und zwei Lehrtöchter in Wil und Frauenfeld übernommen werden können.

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