Finanzen
Untereggen budgetiert für 2022 einen Verlust

Die Gemeinde rechnet für das laufende Jahr mit roten Zahlen. Das hat mehrere Gründe.

Drucken
Norbert Rüttimann, Gemeindepräsident Untereggen.

Norbert Rüttimann, Gemeindepräsident Untereggen.

Bild: Ralph Ribi

Das Budget 2022 der Gemeinde Untereggen sieht ein Minus von rund 597'000 Franken vor. Dies bei einem gleichbleibenden Steuerfuss von 119 Prozent. 115'000 Franken sollen aus der Ausgleichsreserve genommen werden. Den restlichen Fehlbetrag möchte die Gemeinde gemäss Medienmitteilung über den Bilanzüberschuss decken.

Für den Aufwandüberschuss gibt es mehrere Gründe. So müssen ab diesem Jahr die Gemeinden alleine die Ausfälle durch nicht bezahlte Krankenkassenprämien tragen. Die Belastung der Gemeinden erfolgt aufgrund der Bevölkerungsgrösse. Der Mehraufwand für Untereggen beläuft sich auf rund 26'700 Franken.

Weiter sind auf der Südseite des Friedhofs keine Erdbestattungen mehr möglich, ohne dass ein Grabfeld saniert wird. Aus Gründen der Pietät und der Kosten verzichtet die Gemeinde gemäss Mitteilung darauf. Stattdessen soll auf der Nordseite der Bereich der Ausgangstreppe aufgeschüttet werden.

2021 schloss ebenfalls mit einem Minus

Auch für 2021 war ein Verlust budgetiert. Dieser fiel aber geringer aus als erwartet. Statt mit einem Minus von 363'210 Franken schliesst die Erfolgsrechnung mit einem Aufwandüberschuss von rund 134'700 Franken. Durch die Besserstellung verzichtet die Gemeinde auf die budgetierte Entnahme von 75'000 Franken aus der Ausgleichsreserve. Stattdessen deckt sie den Verlust durch einen Bezug aus dem Bilanzüberschuss. Dieser beträgt damit per 31. Dezember 2021 rund 3,2 Millionen Franken.

Mehrausgaben entstanden vergangenes Jahr unter anderem, weil nach einem Gerichtsurteil Kindergärtnerinnen und Kindergärtnern rückwirkend auf fünf Jahre ein Teil der Pausenaufsicht entschädigt werden musste. Ausserdem musste aufgrund eines Defekts die Hardware für die Firewall der Schule ersetzt werden, schreibt die Gemeinde. Der viele Schnee führte zu mehr Kosten für den Winterdienst. Diese lagen 35 Prozent über Budget. Zudem war der Unterhalt der Strassenbeleuchtung aufwendiger.

Bei den Einnahmen lagen Unternehmens- und Quellensteuern unter Budget, dafür wurde bei den Grundstückgewinnsteuern ein «schöner Mehrertrag» erzielt. (gk/mha)