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Fertig mit freiwillig: Wittenbach führt flächendeckend Tempo 30 ein

Nach und nach soll in Wittenbach flächendeckend Tempo 30 eingeführt werden. Als erstes ist das Gebiet Oberwiesen an der Reihe. Abgeschlossen wird die Temporeduktion frühestens in zehn Jahren.
Johannes Wey
Bei Tempo 30 gilt in Wittenbach künftig ernst. (Bild: Jil Lohse, 26. Mai 2017)

Bei Tempo 30 gilt in Wittenbach künftig ernst. (Bild: Jil Lohse, 26. Mai 2017)

Ein lange gehegter Wunsch vieler Wittenbacherinnen und Wittenbacher geht in Erfüllung. Die ­Infrastrukturkommission hat ein Konzept zur flächendeckenden Einführung von Tempo 30 auf Gemeindestrassen vorgelegt. Den Auftrag dazu hatte ihr der Gemeinderat im März erteilt.

Entschleunigt wird allerdings nicht von heute auf morgen. Denn für eine Tempo-30-Zone seien in der Regel bauliche Massnahmen wie Zonentore und Betonklötze nötig. Deshalb führe man Tempo 30 nach und nach in den Strassenzügen ein, wo ohnehin Sanierungen anstehen, teilt die Gemeinde mit.

Damit wird jede neue Tempo-30-Zone öffentlich aufgelegt. Und da der Strassensanierungsplan über einen Zeithorizont von zehn Jahren erstellt wird, wird die Einführung von Tempo 30 frühestens dann abgeschlossen sein, sagt Gemeindepräsident Fredi Widmer. «Es geht uns nicht um einzelne Strassen, sondern um ganze Quartiere.»

Ausgenommen von der Temporeduktion bleiben Strassen, die vom öffentlichen Verkehr genutzt werden.

Bis 2019 Tempo 30 im Bruggwaldquartier

Ausgehend vom Strassensanierungsplan hat die Gemeinde die Quartiere in verschiedene Kategorien eingeteilt. Bereits in Planung sind die Tempo-30-Zonen im Gebiet Oberwiesen. «Dort laufen bereits Sanierungsarbeiten an den Werkleitungen», sagt Widmer.

Danach ist das Bruggwaldquartier an der Reihe, gefolgt vom Gebiet Ziegelei. «Diese beiden Projekte sind voneinander abhängig.» Die Gemeinde Wittenbach und die Stadt St. Gallen haben im Grenzquartier Bruggwald im April eine Einführung von Tempo 30 bis im Jahr 2019 als Ziel ausgegeben.

Ebenfalls in Planung ist die Temporeduktion auf der Grünaustrasse samt ihrem Einzugsgebiet. Die Grünaustrasse selber wurde bereits im vergangenen Jahr provisorisch mit Betonelementen, Pollern und Markierungen verschmälert, nachdem sich Anwohner immer wieder beim Gemeinderat gemeldet hatten. Nun werde dieses Provisorium in eine definitive Lösung überführt.

Der Dorfhügel muss noch warten

Im Hinblick auf kommende Strassensanierungen soll dann in Kronbühl zwischen Romanshorner- und Bauholzstrasse sowie zwischen Romanshornerstrasse und Waldrand das Tempo reduziert werden. Dasselbe gilt für den Dorfhügel und den Weiler Unterlören.

Für die Gebiete Bäche und Betten sind gemäss einem Übersichtsplan, der auch auf der Website der Gemeinde zu finden ist, vertiefte Abklärungen nötig.

Keine Priorität geniessen das Gebiet Bruggwiesen, der Erlacker, die Vogelherdstrasse, die Blumenstrasse und der Weiler Lachen.

Umdenken beim Gemeinderat

Mit dem Grundsatzentscheid vom Frühling hat bei dem Gemeinderat ein Umdenken stattgefunden. Über mehr als zehn Jahre setzte man in Wittenbach auf Freiwilligkeit: 2007 wurden in 15 Quartieren Tafeln mit der Aufschrift «Freiwillig 30 km/h – wegen unseren Kinder» aufgestellt.

Gemäss Widmer sei man lange davon ausgegangen, dass das Anliegen für sicherere Strassen damit erfüllt sei. «Es hat sich aber gezeigt, dass Freiwilligkeit nicht reicht.»

Über Jahre hinweg hätten sich Einwohnerinnen und Einwohner immer wieder mit dem Wunsch nach Tempo-30-Zonen an die Gemeinde gewandt.

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