Mit Fernwärme und weniger Kirchenbänken: Die Kirche St. Ulrich in Wittenbach soll für 3,5 Millionen Franken saniert werden

Die Hälfte der Summe müssten die Wittenbacher Katholikinnen und Katholiken selber berappen. Nebst der Kirche soll auch die Kapelle St. Johannes Nepomuk saniert werden.

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Die Kapelle St. Johannes Nepomuk, die Kirche St. Ulrich und das Pfarrhaus (von links).

Die Kapelle St. Johannes Nepomuk, die Kirche St. Ulrich und das Pfarrhaus (von links).

Nik Roth (25. Februar 2020)

(pd/jw) Eine Kirchensanierung ist ein Generationenprojekt. Da ist es angebracht, an die nächste Generation zu denken. Genau das tut der Kirchenverwaltungsrat der Katholischen Kirchgemeinde Wittenbach-Kronbühl: «Da wir ja für die nächsten 30 bis 40 Jahre planen sollten, drängte sich gewissermassen auf, auch alle Investitionen auf ihre Klimafreundlichkeit zu überprüfen», heisst es im Mitteilungsblatt, in dessen jüngsten beiden Ausgaben der Verwaltungsrat ausführlich informierte.

Darum schlägt der Kirchenverwaltungsrat vor, die elektrische Heizung durch einen Anschluss an den Fernwärmeverbund Hofen zu ersetzen. Für den Ersatz der Heizung wollte man ursprünglich 590000 Franken beantragen. Da die Versammlung wegen der Pandemie vom März auf Oktober verschoben werden musste, konnte der Betrag in der Zwischenzeit genauer bestimmt werden. Darum werde der Verwaltungsrat nun vorschlagen, den Antrag auf 415000 Franken zu reduzieren.

Sanierung kostet drei Millionen Franken

Der Antrag zur Heizung ist allerdings lediglich ein Nebenschauplatz. Wesentlich stärker ins Gewicht fällt die Renovation der Kirche und der Kapelle mit Gesamtkosten von knapp drei Millionen Franken. Die Innenrenovation der Kirche verschlingt dabei mit gut 2,1 Millionen den Löwenanteil, für die Kapelle sind 269000 Franken eingerechnet. Vorgesehen sind unter anderem eine Umgestaltung des Liturgiebereichs, die Reinigung und Auffrischung aller künstlerischen Elemente, eine Reduktion der Kirchenbänke sowie ein behindertengerechter Seiteneingang.

Der Katholische Konfessionsteil wird gemäss Mitteilungsblatt einen Beitrag von 1,7 Millionen Franken an die Sanierung beisteuern. Ausserdem sei für den Heizungsersatz eine weitere Zahlung zu erwarten. Hinzu kommen ein Beitrag in noch unbekannter Höhe von der kantonalen Denkmalpflege und 100000 Franken, die aus den Reserven entnommen werden sollen. Auf die Kirchgemeinde würden somit mitsamt Heizung noch 1,6 Millionen Franken entfallen. Um diesen Betrag aufzubringen, sieht der Kirchenverwaltungsrat eine Bausteuer von einem Prozent vor, die ab 2022 zusätzlich zum regulären Steuersatz von 24 Prozent erhoben werden soll.

Kirchbürgerversammlung: Montag, 26. November, 19.30 Uhr.