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Rundgang an der Ferienmesse «Grenzenlos»: Schlitten-Reisen, Frauen-Trips und Offroad-Fahrten

Fast 400 Aussteller preisen an der Ferienmesse Reisen Fahrzeuge und Gadgets an. Unter ihnen sind auch Unternehmer, die erst kürzlich eine Nische entdeckt haben und auf den grossen Durchbruch hoffen.
Seraina Hess
Die Ferienmesse hat am Freitagvormittag eröffnet. (Bild: Urs Bucher)

Die Ferienmesse hat am Freitagvormittag eröffnet. (Bild: Urs Bucher)

Die grossen Reiseveranstalter sind an der Ferienmesse «Grenzenlos» allgegenwärtig. Schriftzüge und Logos dürften den Besuchern bekannt vorkommen, die Angebote ebenso. Doch es gibt auch Aussteller, die sich dieses Wochenende zum ersten Mal in den Olma-Hallen eingemietet haben. Auf wenigen Quadratmetern zwar, dafür mit einem Stand, der durch seine Erscheinung sofort ins Auge sticht. So etwa jener von Markus Brülisauer, der am Freitagvormittag mit Husky-Dame Chinook die ersten Besucher begrüsste – die ersten von insgesamt 35000, die von den Messeverantwortlichen bis Sonntagabend erwartet werden.

Erholsamer als im Alpstein

Chinook ist einer von insgesamt zwölf Huskies, die dem 32-jährigen Neo-Reiseunternehmer gehören. Die Hündin lebt für gewöhnlich im Rudel in einem 10000-Quadratmeter-Freiluftgehege. Brülisauer hat erst vergangenes Jahr seinen Job als Bauführer an den Nagel gehängt, um sich zusammen mit seiner Partnerin Josephin Habermann im Norden Finnlands niederzulassen und Naali Tours zu gründen. In Lappland, 300 Kilometer über dem Polarkreis, hat sich das Paar dem «ökologischen Wildnistourismus» verschrieben. Die beiden bieten im Winter ein- bis zweiwöchige Schlittentouren mit Husky-Gespann an, inklusive Übernachtung im Camp, wo der sorgsame Umgang mit Ressourcen grossgeschrieben wird. «Das Angebot kommt an», sagt Brülisauer. «Mit dem Schlitten durch die Natur zu fahren und während Stunden kein Haus zu sehen, beruhigt viel eher als Massenwanderungen im Alpstein.»

Mit dem Geländewagen auf der Schotterstrasse

Abenteuer in der Wildnis finden an der Ferienmesse Anklang. Die Aargauerin Heidi Hort von Trayon-Campers war vor wenigen Jahren mit dem Gatten in Australien in einem Offroader unterwegs, der auf der Ladefläche eine sogenannte Absetz-Kabine mitführte. Eine ausklappbare Wohnkabine, die auf engstem Raum einen kleinen Haushalt bietet: Kühlschrank, Gasherd, Dusche, Toilette, Heizung und Bett, vereint unter einem Zeltdach. Nun vermietet das Paar selber Fahrzeuge an Abenteurer, die abseits von Hauptstrassen unterwegs sind. «Der Pick-up fährt auch im Winter jede Schotterstrasse hinauf», erklärt Hort. Demnächst reist ihr Ausstellungsmodell nach Island, danach nach Marokko. Günstig ist der einfache Lebensstil aber keineswegs: Mit einer Wochenmiete von 1700 Franken seien es eher Gutverdiener mittleren Alters, die sich dieses Abenteuer leisten.

Luxus für Frauen, die alleine reisen

Gutverdienerinnen sind es auch, die sich bei Paola Crevatini Rebsamen melden. Die gebürtige Kroatin bietet Frauen unter dem Label Miss Adventure «Affordable Luxury»: erschwingliche Luxusreisen unter Ausschluss der Männerwelt. Erst vor ein paar Monaten führte ein Trip nach Istrien, wo die angemeldeten Damen eine Woche in einer Villa mit allem Drum und Dran verbrachten – inklusive Fotoshooting, Weindegustation und Kurs im Trüffel-Suchen.

Crevatini, einst Marketingfachfrau bei Firmen wie Unilever und Microsoft, hat das Konzept 2018 umgesetzt, nachdem sie schon Jahre mit dem Gedanken gespielt hatte. Eine Nische, die zu funktionieren scheint: Für die letzte Reise hätten sich 20- bis 40-jährige Frauen aus ganz Europa angemeldet, sowohl alleinstehende als auch verheiratete.

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