Fell und Federn
«Mal frech, mal anhänglich – ein Bengel eben»: Wie ein launischer Kater seinen Besitzer auf Trab hält

In einer Serie stellen wir die Büsis, Hamster oder Pferde von Ostschweizerinnen und Ostschweizern vor. Zum Beispiel Kater Bengel von Hans-Dieter Zimmermann aus St.Gallen.

Jolanda Riedener
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Weil Bengels Besitzer nicht unbedingt ein Frühaufsteher ist, macht sich der Kater so lange bemerkbar, bis er sein Futter bekommt.

Weil Bengels Besitzer nicht unbedingt ein Frühaufsteher ist, macht sich der Kater so lange bemerkbar, bis er sein Futter bekommt.

Bild: Hans-Dieter Zimmermann

Steckbrief

Name: Bengel

Rasse: Hauskatze

Alter: 3 Jahre

Wohnort: St.Gallen

Lieblingsessen: frisches Nassfutter am frühen Morgen

Charakter: mal anhänglich, mal frech, immer neugierig

«In der Wohnung, in der ich jetzt wohne, bin ich auch geboren worden. Meine Besitzer haben dort meiner Mama geholfen, mich auf die Welt zu bringen. Deswegen mag ich meine Besitzer wohl auch so gerne und vertraue ihnen.»

Kater Bengel wohnt zusammen mit zwei weiteren Katzen bei Hans-Dieter Zimmermann in St.Gallen. Eine der beiden ist Bengels Mutter. Laut Zimmermann war er aber kein Wunschkind: Nach einem Umzug durften die Katzen die Umgebung erkunden, waren aber noch nicht sterilisiert. Beide wurden fast zur gleichen Zeit trächtig.

Es kamen sechs Katzenbabys zur Welt, in einem Wurf zwei und im anderen vier. «Den herzigen Bengel haben wir dann behalten», sagt Zimmermann – und die beiden erwachsenen Katzen sterilisiert.

Bengels Charakter zeigte sich schon in jungen Jahren

«Ich lasse alles mit mir machen, wenn ich gut drauf bin, aber wenn nicht, kann ich auch kratzen und beissen, oder ich verkrieche mich einfach irgendwo. Wenn es etwas Neues in der Wohnung oder im Garten gibt, muss ich es immer sofort ausprobieren und damit spielen. Ist doch logisch, oder? Ich habe das Gefühl, meine Besitzer finden das nicht immer so cool... aber was soll's.»

Schon als kleines Kätzchen sei Bengel übermütig und etwas frech gewesen. Er habe rasch Vertrauen zu seinem Besitzer gefasst, sagt Hans-Dieter Zimmermann. Wohl auch, da er der erste war, den Bengel nach der Geburt gesehen hatte.

Bengels Mitbringsel kommen nicht immer gut an

«Und ich bin froh, rausgehen zu können. Manchmal bin ich stundenlang unterwegs, nur gut, dass meine Besitzer nicht wissen, wo ich mich überall herumtreibe. Und wenn ich ihnen dann eine tote Maus mitbringe, schätzen sie es nicht immer, habe ich den Eindruck, schade eigentlich. Dann verspeise ich sie eben. Ok, ein paar Reste bleiben dann eben zurück, aber meine Besitzer machen das schon wieder weg.»

Bevor die Besitzer dem Kätzchen einen Namen gegeben hatten, verwendeten sie «Bengel» vor allem als Kosename. Als dann die Tierärztin den Namen des Katers schriftlich brauchte, blieb es dabei – zu gut passte Bengel zu ihm.


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