Nachfolge Thomas Müller: FDP prescht im Wahlkampf vor, CVP schweigt

Als Ersatz fürs Stadtpräsidium in Rorschach hat sich bisher erst der Thaler Gemeindepräsident Robert Raths (FDP) gestellt. Die Regionalparteien setzen derweil auf ganz unterschiedliche Strategien.

Martin Rechsteiner
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Noch ist Robert Raths der einzige bekannte Kandidat, der ins Rathaus Rorschach ziehen will. (Bild: Urs Bucher)

Noch ist Robert Raths der einzige bekannte Kandidat, der ins Rathaus Rorschach ziehen will. (Bild: Urs Bucher)

Thomas Müller tritt 2019 offiziell zurück, der Wahlkampf um den Sitz des Rorschacher Stadtpräsidenten ist lanciert. Die Strategien der Parteien könnten dabei unterschiedlicher kaum sein. Am weitesten prescht die FDP vor. Sie hat ihren Wunschkandidaten gefunden und das bereits öffentlich gemacht. Dass Robert Raths, der auch den Segen der SVP hat, an der Nominationsversammlung morgen Donnerstag von den FDP-Parteimitgliedern offiziell ins Rennen geschickt wird, ist nur noch Formsache. Das bestätigt Präsident Marcel Müller. «Andere Kandidaten stehen nicht zur Nominierung.»

Anders geht die Sache die CVP an. «Wir lehnen uns im Moment noch zurück», sagt Präsidentin Ruth Belz. Derzeit seien weder Kandidaten bekannt noch das Vorgehen geklärt. Bald werde die Partei aber eine Mitgliederversammlung abhalten und über das Thema sprechen. «Wann steht noch nicht fest, jetzt sind ja noch Herbstferien.» Stadtrat Stefan Meier, ein möglicher Kandidat der CVP, sagt: «Noch ist nichts spruchreif. Ich werde, bevor ich einen persönlichen Entscheid fälle, die Parteiversammlung abwarten.»

Gemperle und Etterlin als mögliche SP-Kandidaten

Einen Mittelweg wählt die SP. Sie hat bekanntgegeben, am 16. November ihren Kandidaten zu nominieren. Bis am 19. Oktober können sich interessierte Mitglieder bei Parteipräsident Peter Buschor melden, sie werden daraufhin zum Gespräch mit dem Vorstand eingeladen. Ob das schon vereinzelt geschehen ist, darüber hält man sich bei der Partei bedeckt.

Der ehemalige Kantonsrat, Felix Gemperle, dessen Name im Zusammenhang mit einer Kandidatur gerne fällt, sagt: «Ich bleibe dabei: Es ist ein spannendes Amt. Mehr kann ich nicht sagen.» Sein Parteikollege Guido Etterlin, der sich laut eigener Aussage eine Kandidatur überlegt, ist derzeit in den Ferien und will sich erst nach der Rückkehr äussern.