Fanaktion
Das Feuerwerk beim FCSG-Match gegen Basel war illegal – die Polizei sucht nach Verdächtigen

Am Wochenende spielte der FC St.Gallen gegen den FC Basel im Kybunpark. Beim Anpfiff knallte es am Himmel: Fans zündeten vor dem Stadion ein Feuerwerk. Sie zeigten damit, dass sie ihren Klub unterstützen. Die Aktion war jedoch nicht bewilligt und somit rechtswidrig.

Sabrina Manser
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Leuchtkörper über dem Kybunpark: Am Samstag war nicht zu übersehen, dass ausserhalb des Stadions Feuerwerk gezündet wurde.

Leuchtkörper über dem Kybunpark: Am Samstag war nicht zu übersehen, dass ausserhalb des Stadions Feuerwerk gezündet wurde.

Bild: Christian Merz/ Keystone

Die Fussballspieler sind bereit, die Partie steht kurz vor dem Anpfiff. Im Stadion ist es ruhig – ein Bild, an welches man sich in Coronazeiten schon fast gewöhnt hat. Gerade als am Samstag das Meisterschaftsspiel der Super League zwischen dem FC St.Gallen und FC Basel beginnt, leuchtet der Himmel auf, und es knallt: Die Fans lassen es sich nicht nehmen, ein Zeichen von aussen zu setzen – dies mit einem Feuerwerk.

Doch die Aktion dürfte nicht ohne Folgen bleiben. Feuerwerkskörper sind laut dem Reglement für Immissionsschutz der Stadt St.Gallen zur Bundesfeier und in der Nacht von Silvester auf Neujahr erlaubt. Ansonsten ist Feuerwerk nur ausnahmsweise bei besonderen Anlässen zulässig und bedarf einer Bewilligung. Wie die Stadtpolizei St.Gallen auf Anfrage bestätigt, war die Aktion nicht bewilligt. Dionys Widmer, Mediensprecher, sagt:

Dionys Widmer, Mediensprecher der Stadtpolizei St.Gallen.

Dionys Widmer, Mediensprecher der Stadtpolizei St.Gallen.

Bild: PD
«Die Aktion war illegal.»

Weiter sagt der Mediensprecher: «Bisher konnte noch niemand angehalten werden. Wir wissen nur, dass Feuerwerk abgefeuert wurde.» Die Polizei sei am Samstagabend vor Ort gewesen und habe bemerkt, dass Feuerwerk gezündet werde. Man habe niemanden fassen können, Feuerwerkskörper seien sichergestellt worden. Dass die Polizei vor Ort war, war kein Zufall:

«Auch während der Coronakrise ist die Polizei bei solchen Veranstaltungen präsent und sieht nach dem Rechten.»

Ein teurer Spass

Der FC St.Gallen möchte zum Vorfall keine Stellung nehmen. Laut Polizeisprecher Dionys Widmer wird die Polizei im Verlauf der Woche weitere Ermittlungen aufnehmen. Ein Zusammenhang mit dem Feuerwerk, welches beim Spiel des FC St.Gallen in Vaduz gezündet wurde, konnte noch nicht festgestellt werden. Bislang habe es noch keinen Zeugenaufruf gegeben, man sei aber froh um Hinweise. In welchem Masse eine Strafe ausfallen würde, könne die Staatsanwaltschaft erst ermitteln, wenn die Täter gefasst seien.

Billig war die Aktion bereits jetzt nicht: Das Feuerwerk dürfte laut Fachmann Alain Stucki von der Stucki AG in Wil ein paar hundert Franken gekostet haben.