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Fantasiepflanze in der Orangerie des Botanischen Gartens

Noch überwintern kälteempfindliche Pflanzen in der Orangerie. Ab Mai windet sich dort eine Skulptur aus Metall. In diesem Jahr steht der Botanische Garten im Zeichen der Kletterpflanzen.
Jonas Manser
Der Eingang der Orangerie des Botanischen Gartens, umrankt von einer Kletterpflanze. (Bild: Bilder: Urs Bucher)

Der Eingang der Orangerie des Botanischen Gartens, umrankt von einer Kletterpflanze. (Bild: Bilder: Urs Bucher)

Heuer steht im Botanischen Garten so einiges auf dem Plan: ein neues Gebäude, mehr Kurse, Verbesserungen an den Dauerausstellungen. Doch für Hanspeter Schumacher, Leiter des Botanischen Gartens, ist klar: Die Jahresausstellung steht im Mittelpunkt. Jedes Jahr setzt der Botanische Garten Schwerpunkt- themen. 2019 widmet er sich den Kletterpflanzen. Die Ausstellung in der Orangerie heisst «Winden, ranken, klimmen – wie die Pflanzen klettern» und eröffnet am 30. Mai. Um die rund 15 bekannten Klettermethoden von Pflanzen den Besuchern zu veranschaulichen und zu erklären, hat Schumacher eigens eine Fantasiepflanze geschaffen.

Riesige Pflanze aus Metall

Fantasiepflanze deshalb, weil sie alle Klettermethoden und dessen Eigenschaften vereint, erklärt Schumacher. So besitzt sie beispielsweise auch die sichelförmig gekrümmten Halteorgane der «Katzenkralle», mit denen sie sich an Bäumen festhält. «Wir haben einen Künstler beauftragt, eine dreidimensionale Skulptur aus Metall zu fertigen. Sie wird riesig werden.» Grünräume müssten vermehrt Siedlungsräumen weichen, sagt Schumacher. Mit der Ausstellung will der Leiter des Botanischen Gartens unter anderem zeigen, wie Kletterpflanzen für diese Räume genutzt werden können. «Wir machen damit Werbung fürs Pflanzenreich.»

Des Weiteren bekommt der Botanische Garten direkt neben dem Tropenhaus einen neuen Vortragsraum. Der im Jahr 1981 erbaute bisherige Raum sei mittlerweile baufällig und viel zu klein für die Kurse und Vorträge, so Schumacher. Drei veraltete Anzuchthäuser weichen einem neuen Gebäude für den Vortragsraum, der doppelt so gross werden soll als der jetzige. 830000 Franken sind dafür budgetiert – 500000 Franken kommen von der Stadt, der Rest stammt von privaten Spendern. Baubeginn ist im September 2019. «Der neue Vortragsraum ist auch deshalb wichtig, weil die Vermittlung einen immer grösseren Teil unserer Arbeit einnimmt», sagt Schumacher. Der grössere Raum werde dieser Aufgabe besser gerecht. Nebst der Jahresausstellung bietet der Botanische Garten weiterhin öffentliche Führungen, Vorträge und Kurse an. Darunter auch die monatlichen Vorträge oder Führungen, die jeweils am ersten Sonntag des Monats stattfinden. Wie der Vortrag nächsten Sonntag, 10.15 und 15.15 Uhr, der sich mit der Botanik in Neuseeland befasst.

Vorbereitungen für 2020 bereits im Gang

«2018 war ein äusserst trockenes und heisses Jahr – wir haben gegossen wie die Weltmeister.» Einige Arten hätten unter dem Wetter gelitten. Es habe aber auch Pflanzen gegeben, die aufgeblüht sind, für die der Sommer in St. Gallen normalerweise ein wenig zu kalt ist. Was die Anzahl Führungen betreffe, so sei es mit 260 Führungen ein durchschnittliches Jahr gewesen. «Wir haben ausserdem so viele Pilzkontrollen durchgeführt wie noch nie zuvor.» Nach den ersten langersehnten Regengüssen seien extrem viele Pilze aus dem Boden geschossen. Nach dem Unwetter vom 1. August hatte der Botanische Garten zudem mit Überschwemmungen zu kämpfen. «Glücklichweise ist alles glimpflich ausgegangen.» Es bleibt jedoch keine Zeit zum Ausruhen: Die Vorbereitungen für das Jahr 2020 laufen bereits. Der Botanische Garten im Neudorf feiert dann sein 75-Jahr-Jubiläum.

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