Fanjubel
Nach dem Sieg der «Squadra Azzurra» an der EM: St.Galler Innenstadt fest in der Hand der italienischen Fans

Nach dem Sieg der italienischen Nationalmannschaft an der Fussball-EM haben in der Nacht auf Montag Hunderte Fussballfans im St.Galler Stadtzentrum gefeiert. Viele waren zu Fuss unterwegs, andere fuhren laut hupend in ihren Autos rund um die Innenstadt.

Reto Voneschen
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Zwischen 200 und 300 Fans der «Squadra Azzurra» feierten ab Mitternacht auf der Schibenertor-Kreuzung in St.Gallen den EM-Titel.
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Vorher hatten die Fans in den verschiedenen Public Viewings in der Innenstadt eine Berg-und-Tal-Fahrt der Gefühle zu absolvieren.
Die Erlösung: Italien ist Europameister!
Egal wie, aber die italienischen Nationalfarben gehören in der Nacht auf Montag einfach dazu.
Feiern kann man aber auch ganz ohne Fahnen.
Mit einer grossen Italienfahne vor dem Café Seeger.
Die Zahl der Fans am Schibenertor in St.Gallen wuchs in der ersten Viertelstunde nach Ende des EM-Finals in London auf 200 bis 300 an.
Freudentaumel mitten auf dem Verkehrsknoten Schibenertor.
Für den motorisierten Verkehrs gab's hier bald kein Durchkommen mehr.
Stadtpolizisten bahnen einem Stadtbus...
...einen Weg durch die feiernde Menge.
Durch die Freude der Tifosi kurz aufgehalten wurde auch ein Postauto.
Dessen Fahrer wartete geduldig, bis die Polizisten auch seinem Gefährt einen Weg gebahnt hatten. Später wurde der ÖV zwischen Bahnhof und Marktplatz umgeleitet.
Er trötet seine Freude in die Nacht hinaus.
So sieht Freude aus.
Und so auch.
Oder auch so.
Praktisches Velo-Lichtsignal: Der Taktgeber für den Fanjubel hat auch diesmal auf dem Mast der neuen Ampel Platz genommen.
Fanmassen am Schibenertor.
Ein Feuerwerkskörper zerbirst hoch über der Menge am Schibenertor.
Eine Sektdusche für alle Siegerinnen und Sieger.
Einige Fans trugen das Trikot ihrer «Squadra Azzurra» und dazu die italienischen Landesfarben gleich im Gesicht.
Italienische Fahnen in jeder Grösse am Schibenertor.
Der EM-Titel der «Squadra Azzurra» wird mit Kind und Kegel gefeiert.
Hupend und mit wehenden Fahnen am Blumenbergplatz. Der Bereich rund ums Schibenertor wurde für Autos früh gesperrt.
Im Cabrio mit Fahne vor dem Kulturzentrum Palace.

Zwischen 200 und 300 Fans der «Squadra Azzurra» feierten ab Mitternacht auf der Schibenertor-Kreuzung in St.Gallen den EM-Titel.

Bild: Tobias Garcia (12.7.2021)

Sie haben es seit den Spielen ihrer Lieblinge in der EM-Vorrunde geübt, das Jubeln und Feiern im St.Galler Stadtzentrum nach einem Sieg. Jetzt wurde die Treue der italienischen Fans zu ihrer «Squadra Azzurra» mit dem EM-Titel belohnt - und die Schar jener, die in der Innenstadt in der Nacht auf Montag gefeiert haben, war grösser als nach den EM-Siegen zuvor.

Fans strömen zum Schibenertor

Kurz vor Mitternacht war nach regulärer Spielzeit, Verlängerung und Penaltyschiessen klar, dass Italien Europameister 2021 ist. Minuten später strömten die Fans der italienischen Nationalelf, die in den verschiedenen Public Viewings rund ums Schibenertor mit ihrer Mannschaft gebangt hatten, auf die Strasse. Stadtpolizisten begannen gleichzeitig, den Oberen Graben und den Blumenbergplatz für Autos abzusperren.

Das Manöver gelang einigermassen reibungslos. Der eine oder andere Tifosi in einem Auto führte angesichts der Strassensperrung vor der Union ein waghalsiges Wendemanöver mit folgendem Rückzug über den Oberen Graben in Richtung Broderbrunnen durch. Der eine oder andere Bus wurde kurz in der wachsenden Menschenmenge auf dem Verkehrsknoten Schibenertor abgebremst.

Hunderte italienischer Fans feiern den EM-Titel für ihre «Squadra Azzurra» auf dem St.Galler Schibenertor.

Hunderte italienischer Fans feiern den EM-Titel für ihre «Squadra Azzurra» auf dem St.Galler Schibenertor.

Bild: Luca Ghiselli (12.7.2021)

Fahnen, Feuerwerk und Sprechchöre

Schliesslich feierten 200 bis 300 Fans mit Fahnen, Lärminstrumenten, Feuerwerk und Sprechchören den Sieg ihres Teams. Die Stimmung war von Anfang an friedlich. Die Stadtpolizei konnte sich weitgehend darauf beschränken, den Verkehr zu regeln und den Bussen, soweit nötig, den Weg durch die Menschenmasse zu bahnen.

Video: Sandro Büchler

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