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Gossau: Falsche Handwerker am Werk

In einer Facebook-Gruppe haben Gossauer vor betrügerischen Handwerkern gewarnt. Die Kantonspolizei bestätigt, dass die bekannte Masche immer wieder vorkommt.
Marco Cappellari

Kriminelle Handwerker machen Gossau unsicher. So zumindest der Eindruck, der sich einstellt, wenn man den Beiträgen und Kommentaren in der Facebook-Gruppe «Du bisch vo Gossau, wenn...» Glauben schenken will. Den Stein ins Rollen gebracht hat eine Gossauerin, die am Montagabend in der besagten Gruppe vor einem Handwerker warnte, der angeblich ahnungslose Bewohner abzuzocken versuche. Mehrere Kommentarschreiber berichteten von ähnlichen Vorfällen. Der Betrug wird in der Facebook-Gruppe so erklärt: Ein oder mehrere Handwerker tauchen unangekündigt bei Bewohnern auf und bieten diverse Dienste an, wie etwa das Reparieren von Fensterläden, das Reinigen von Vorplätzen und Ähnlichem. Willigt das Opfer ein, verrechnen die Betrüger nach getaner Arbeit höhere Preise als veranschlagt und setzen das Opfer unter Druck, den höheren Betrag zu begleichen. Vor allem ältere Bewohner und solche, die sich nicht wehren können, würden häufig lieber zahlen, statt Probleme zu riskieren.

Phänomen ist schweizweit bekannt

Gian Andrea Rezzoli, Sprecher der Kantonspolizei, bestätigt, dass die Handwerker-Masche ein bekanntes Phänomen und besonders in den wärmeren Monaten jedes Jahr wieder Thema sei. Von den Vorfällen in Gossau habe die Kantonspolizei aber keine Kenntnis. «Es ist wichtig, dass die Bewohner in solche Fällen vorsichtig agieren und sehr kritisch sind», sagt Rezzoli. Nebst der Tatsache, dass oft höhere Preise als veranschlagt verrechnet werden, werde die Arbeit meist mangelhaft ausgeführt. Durch Pfusch können so grosse Schäden verursacht werden. Die meist redegewandten Handwerker setzten die Opfer oft unter Druck. Im Verdachtsfall empfiehlt Rezzoli, die Polizei zu verständigen. Diese überprüfe anschliessend, ob die Handwerker über die nötige Bewilligung und eine Arbeitserlaubnis verfügen. Fehlt die Bewilligung, werde der vermeintliche Handwerker weggewiesen. «Es gibt aber wenig Fälle, die strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen», sagt Rezzoli. Die Polizei gehe aber im Rahmen ihrer Möglichkeiten gegen die Betrüger vor.

«Häufig stammen die vermeintlichen Handwerker aus England oder Irland», sagt Rezzoli. Aber auch solche aus dem EU-Raum seien darunter. Das Phänomen sei keinesfalls auf die Region beschränkt, sondern schweizweit bekannt.

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