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Interview

Mit Gottes Hilfe sicher durch den Strassenverkehr: Rorschacher Priester segnet Velos

Seit 14 Jahren ist Roland Eigenmann als Priester für die Katholische Kirche in der Region Rorschach im Einsatz. Für seine Gemeindemitglieder veranstaltet er neu eine Segnung der besonderen Art.
Rossella Blattmann
Roland Eigenmann ist Priester in der Region Rorschach. (Bild: PD)

Roland Eigenmann ist Priester in der Region Rorschach. (Bild: PD)

Roland Eigenmann, am 25. August findet um 18.30 Uhr vor der Kolumbanskirche in Rorschach zum ersten Mal eine Velosegnung statt. Wie kamen Sie auf die Idee?

Roland Eigenmann: Ich und Pfarreirätin Caroline Aeschlimann sind beide passionierte Biker. Frau Aeschlimann nimmt auch regelmässig am Slow-Up am Bodensee teil, wo für einen ganzen Tag eine Strecke für den motorisierten Verkehr gesperrt wird. Sie hat mich auf die Idee für die Velosegnung gebracht.

Waren Sie sofort Feuer und Flamme?

Ich fand die Velosegnung von Anfang an eine super Idee. Es ist einmal etwas Anderes, Neues, dass es bei uns in der Region Rorschach bisher noch nicht gegeben hat.

Warum soll man sein Velo segnen lassen?

Ich weiss aus eigener Erfahrung, dass es als Velofahrer im Strassenverkehr schnell zu gefährlichen Situationen kommt. Ich glaube, dass ein wenig göttlicher Beistand von oben darum sicher nicht schadet. Es liegt nicht alles in unserer Hand.

Wie muss man sich eine Velosegnung vorstellen?

Auf dem Platz vor der Kolumbanskirche werde ich für Velofahrer und Velo den Segen sprechen.

Kann man im August auch das Auto oder Kickboard segnen lassen?

Nein. Fürs erste konzentrieren wir uns auf die Velos.

Sind in Zukunft ähnliche Anlässe geplant?

Ja, wenn in der Gemeinde das Bedürfnis danach besteht. Zunächst müssen wir abwarten, ob die Velosegnung-Premiere Ende August bei den Rorschacherinnen und Rorschachern gut ankommt. Falls der Anlass Anklang findet, kann ich mir auch vorstellen, dass regelmässig Velosegnungen stattfinden werden.

Nur in Rorschach, oder auch in der Mauritiuskirche in Goldach und der Magdalenakirche in Untereggen?

Das kann ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht sagen. Bei grossem Erfolg kann ich es mir aber durchaus vorstellen, auch in Untereggen und Goldach Velos und Biker zu segnen.

Fahren Sie auch mit dem Velo zur Arbeit?

Ab und zu, ja. Ich besitze sowohl ein Stadtvelo als auch ein Mountainbike. Mit letzterem bin ich in meiner Freizeit oft und gerne unterwegs.

Haben Sie eine Lieblingsstrecke in der Region?

Ja. Am liebsten fahre ich mit dem Mountainbike zum Rossbüchel in Rorschacherberg hinauf. Einmal pro Woche. Das ist mein kleines Ritual.

Angenommen, ich lasse mein Velo segnen. Kann ich nun dank dem besonderen Schutz von oben meinen Velohelm zu Hause lassen?

(lacht)

Nein nein, also so einfach läuft es schon nicht. Der Mensch soll das, was er kann, auch selber tun. Dazu gehört auch, im Strassenverkehr einen Helm zu tragen. Einfach herumsitzen und auf Gottes Hilfe warten, ist nicht die Idee.

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