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Kündigung nach Kellen-Knatsch - jetzt spricht das Pächterpaar: «Es ging uns an die Nieren»

Rolf und Maggie Muttner beenden am 15. Juli ihre Tätigkeit auf der Sportanlage Kellen. Unter dem Streit, wer das Restaurant bewirten darf, litt letztlich ihre Gesundheit.
Jolanda Riedener
Rolf und Maggie Muttner lassen das Restaurant auf der Sportanlage hinter sich. Ab September wirten sie im Lerchenfeld. (Bild: Marcel Muttner)

Rolf und Maggie Muttner lassen das Restaurant auf der Sportanlage hinter sich. Ab September wirten sie im Lerchenfeld. (Bild: Marcel Muttner)

Maggie und Rolf Muttner haben nach fünf Jahren als Pächter des Restaurants auf dem Sportplatz Kellen die Kündigung eingereicht. Das teilte der Verwaltungsrat des Zweckverbands Kellen mit. Der Konflikt ums Pächterrecht des Restaurants war für das Wirtepaar eine grosse Belastung, der Druck gar so gross, dass sie nun den Schlussstrich ziehen müssen.

«Wir waren der Spielball im Konflikt», sagt Rolf Muttner. Der öffentlich ausgetragene Streit ging dem Pächterpaar an die Nieren. Auch von den Gästen seien sie stets auf den Knatsch angesprochen worden, das Thema war überall, abschalten war nicht möglich. «Wir konnten uns nicht mehr auf unsere Arbeit konzentrieren», sagt Rolf Muttner. Auch ein runder Tisch mit den Beteiligten habe nicht gefruchtet.

Aus Rücksicht auf das eigene Wohlergehen und ihre Gesundheit haben sich die Pächter letztlich entschieden, das Restaurant zu verlassen. Ganz nach dem Motto: Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. «Wir verlassen den Sporttreff nun mit einem guten Bauchgefühl und können auf eine schöne Zeit zurückblicken. Dafür möchten wir uns bei allen treuen Gästen bedanken», sagt Maggie Muttner.

Pächter brachten Betrieb auf Vordermann

Der Zweckverband lobt die Arbeit der Pächter, sie hätten dazu beigetragen, die Sport- und Erholungsanlagen zu einem attraktiven und beliebten Treffpunkt für Jung und Alt zu machen. «Wir hatten spannende Jahre und viele schöne Erlebnisse mit Stammgästen», sagt Maggie Muttner. Das breite Spektrum des Betriebs habe ihnen stets entsprochen. Das Publikum erlebten sie als angenehm. Auch die Zusammenarbeit mit den vier Gemeinden verlief über die Jahre einwandfrei. Sie veränderten den Betrieb gastronomisch, neben Fast Food servierten sie Spezialitäten, etwa Grill à la Brasil. «Der Sportplatz ist ein einmaliger Ort, insbesondere beim Spielplatz treffen Menschen aus verschiedenen Nationen friedlich zusammen.»

Ab September übernehmen Muttners das Curling-Restaurant Take-out, einer von drei Restaurantbetrieben im Lerchenfeld St. Gallen. Vorerst bleiben sie für eine Saison. Als ehemalige Wirte vom Hohen Kasten und dem Flimser Bergrestaurant Foppa fühlen sie sich in sportlicher Umgebung wohl. Den Betrieb haben sie ursprünglich zusätzlich zum Kellen-Betrieb führen wollen. Als Initiant von Sport und Spass grenzenlos, ein Sportanlass für Menschen mit und ohne Handicap, wird Rolf Muttner weiterhin tätig sein. Mit dem Restaurant habe der Anlass nichts zu tun. «Ich freue mich auf die Veranstaltung am 9. September», sagt Muttner.

Die Zukunft des Restaurants Kellen ist offen. «Wir bedauern den Entscheid der Pächter sehr», sagt Dominik Gemperli, Präsident des Zweckverbands. In einem nächsten Schritt will sich der Verwaltungsrat treffen und die Situation analysieren.

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