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Dachstock in Muolen nach Blitzeinschlag ausgebrannt

In Muolen hat am Mittwochabend ein Blitz in ein Wohnhaus eingeschlagen. Innert kurzer Zeit stand der Dachstock in Flammen. Der Familie ist nichts passiert. Zurück bleibt aber grosser Sachschaden.
Perrine Woodtli
Nach dem Blitzeinschlag stand der Dachstock «unglaublich schnell» in Vollbrand. (Bild: Kapo)

Nach dem Blitzeinschlag stand der Dachstock «unglaublich schnell» in Vollbrand. (Bild: Kapo)

So hatte sich Gemeindepräsident Bernhard Keller die 1. August-Feier in Muolen nicht vorgestellt. Während seiner Ansprache verliessen plötzlich zahlreiche Feuerwehrleute das Fest. «Da wusste ich, dass etwas passiert ist», sagt Keller.

Im Weiler Chatzensteig hat am Mittwochabend ein Blitz in ein Wohnhaus eingeschlagen. «Die Familie – ein älteres Paar mit seiner Tochter – bemerkte den Knall und die Rauchentwicklung sofort und alarmierte kurz nach 20.30 Uhr die Notrufzentrale», sagt Keller.

Rund fünf Minuten später war die Feuerwehr Muolen vor Ort. «Wir wussten, dass es sich um einen Blitzeinschlag handelt. Aber was uns wirklich vor Ort erwartet, wissen wir jeweils nicht genau», sagt Feuerwehrkommandant Reto Beer.

Als die 35 Feuerwehrleute im Chatzensteig ankamen, stand der Dachstock bereits im Vollbrand. «Es ging unglaublich schnell», sagt Beer. Die Einsatzkräfte brachten das Feuer rasch unter Kontrolle, waren aber auf die Unterstützung der Nachbarfeuerwehr in Amriswil angewiesen.

Vor allem wegen des Materials. «Unsere Kollegen verfügen über einen Hubretter. Mit diesem konnten wir den Brand dann von oben herab löschen», sagt Beer. «Von unten ist die Sicht begrenzt. Das ist vor allem bei der Suche nach Glutnestern schwierig.»

Eineinhalb Stunden Löscharbeiten

Ein Dachstockbrand sei immer eine spezielle Herausforderung, sagt Beer. «Wir kommen schlechter an den Brand heran. Aus dem Erdgeschoss ist es für uns jeweils schwer zu sagen, wie stark und wo genau es brennt.» Nach eineinhalb Stunden war der Brand schliesslich gelöscht.

Der starke Regen am Mittwoch war gemäss Beer hilfreich. «Bei den heissen Temperaturen war der Regen für uns sehr angenehm.» Auch Bernhard Keller war während des Einsatzes vor Ort. «Es war mir ein grosses Anliegen, zu sehen, ob alles funktioniert und ob es den Bewohnern gut geht», so der Gemeindepräsident. Das Wichtigste sei, dass niemanden etwas passiert sei, betont er. Die Familie ist gemäss Keller bei Nachbarn untergekommen.

«Für sie ist es natürlich ein Schock. Auf so ein Ereignis ist niemand vorbereitet.»

Sachschaden von mehreren Hunderttausend Franken

In der Nacht auf gestern Donnerstag hielt die Feuerwehr Muolen Brandwache. «Nach den Aufräumarbeiten am Morgen war der Einsatz für uns dann abgeschlossen», sagt Beer. Gestern waren nun Brandermittler daran, das Haus zu inspizieren.

Immer wieder spazierten Leute an dem gelben Haus vorbei, um das verkohlte Dach zu begutachten. Der Dachstock ist komplett ausgebrannt. Durch die Löscharbeiten hat es zudem bis in den Keller einen Wasserschaden gegeben. Die Gebäudeversicherung klärt nun ab, ob es sich um einen Total- oder einen Teilschaden handelt. Klar ist aber: Am Holzhaus entstand Sachschaden von mehreren Hunderttausend Franken.

Bis alles abgeklärt ist, bleibt das Haus gesperrt. «Dann muss sich die Familie Gedanken darüber machen, wie es weitergehen soll», sagt Keller. «Allenfalls reicht eine Sanierung aus. Vielleicht muss aber auch ein Neubau her.» So oder so. «Die Familie muss sich wohl auf eine längere Zeit einstellen, in der sie nicht mehr in ihr Zuhause zurückkehren kann.»

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