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Erstmals freie Schulwahl in St.Gallen: Die meisten Jugendlichen wollen an die Blumenau

Zum ersten Mal in der Geschichte der St.Galler Oberstufe haben Jugendliche selbst gewählt, wo sie den Unterricht besuchen werden.
Seraina Hess
Nach den Sommerferien besuchen voraussichtlich 157 Jugendliche die ersten Oberstufenklassen im Schulhaus Blumenau. (Bild: Urs Bucher)

Nach den Sommerferien besuchen voraussichtlich 157 Jugendliche die ersten Oberstufenklassen im Schulhaus Blumenau. (Bild: Urs Bucher)

Wer nach den Sommerferien an die Oberstufe übertritt, musste sich schon Anfang Jahr für ein Schulhaus entscheiden. Denn die St.Galler Sechstklässlerinnen und Sechstklässler hatten nicht nur erstmals die Gelegenheit, sich unabhängig von der Konfession für die Katholische Kantonssekundarschule Flade anzumelden (siehe Kasten). Auch zwischen fünf Schulhäusern der städtischen Oberstufen konnten sie frei wählen. Dies ist unter anderem möglich, weil es seit 2017 keine reinen Real- respektive Sekundarschulhäuser mehr gibt. Stattdessen führt jedes Schulhaus beide Stufen.

Übertritte an die Oberstufe der Stadt St.Gallen

Schule Anzahl Schüler
Blumenau 157 (davon 39 Talentschüler)
Buchental 51
Bürgli 0
Engelwies 41
Schönau 98
Zil 57

Auf dem Anmeldeformular konnten die Jugendlichen einen oder mehrere Wünsche anbringen. «Wenn möglich wurde die Wahl berücksichtigt», sagt Marlis Angehrn, Leiterin Schule und Musik der Stadt St.Gallen. Ausgeglichene Klassengrössen, zumutbare Schulwege und Raumkapazitäten hätten aber ebenfalls eine Rolle gespielt. Konnte ein Kind nicht wunschgemäss eingeteilt werden, wurde darauf geachtet, keine einzelnen Kinder einer Klasse oder eines Quartiers allein in ein Oberstufenschulhaus zu schicken.

Die meisten wählten das nächstgelegene Schulhaus

Inzwischen steht die Zuteilung. Gemäss Marlis Angehrn haben sich die Buben und Mädchen in den meisten Fällen erwartungsgemäss für das vom Wohnort nächstgelegene Schulhaus angemeldet. «Häufig ist dies auch die Schule, die man am besten kennt und deren leistungsorientiertes Engagement man offenkundig schätzt», sagt die Leiterin Schule und Musik. Dass also ein Jugendlicher aus dem Westen der Stadt in ein Schulhaus im Osten möchte, komme so gut wie nie vor.

Voraussichtlich sind 
es über 400 Schüler

Auf die Oberstufe Ost entfallen 108 Anmeldungen. Diese verteilen sich fast gleichmässig auf die Schulhäuser Buchental mit 51 und Zil mit 57 Anmeldungen. Die räumlich grössere Oberstufe West wurde 139 mal angekreuzt, verteilt auf die Schulhäuser Schönau mit 98 und Engelwies mit 41 Anmeldungen. Auf die Oberstufe Centrum entfallen 118 Anmeldungen. Hinzu kommen 39 Anmeldungen für die Talentschule. Somit besuchen insgesamt 157 neue Schülerinnen und Schüler das Schulhaus Blumenau, denn das ebenfalls zur Oberstufe Centrum gehörende Schulhaus Bürgli führt im kommenden Schuljahr nur zweite und dritte Klassen. Der Spitzenplatz unter den Schulhäusern fällt somit der Blumenau zu – aber nur, weil sich die gesamten Centrums-Neueintritte auf dieses Schulhaus konzentrieren. Marlis Angehrn ergänzt:

«In Bezug auf die Anmeldungen ist keines der vier restlichen Schulhäuser abgefallen.»

Insgesamt gibt es dieses Jahr 404 Erstklässlerinnen und Erstklässler an den Städtischen Oberstufen – zumindest voraussichtlich. Die Angaben sind provisorisch, weil noch nicht alle Zu- und Wegzüge erfasst wurden. Definitive Zahlen veröffentlicht Schule und Musik in gut vier Wochen.

Obergrenze fast erreicht

Die Anzahl Anmeldungen für die Flade war so gross, dass zumindest bei den Sekundarschülern ausgelost werden musste, wer die Katholische Kantonssekundarschule besuchen darf. 30 Prozent der neuen städtischen Sekundarschüler treten nach den Sommerferien in die Flade ein, ebenso 26 Prozent der neuen städtischen Realschüler. Die vertraglich vereinbarte Obergrenze von je 30 Prozent städtischer Flade-Schüler ist damit fast erreicht. (seh)

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