Ernüchternde Besucherzahlen, aber viel gelernt: Die «Pätch»-Organisatoren ziehen eine durchzogene Bilanz – und richten den Blick nach vorne

Für die Olma Messen St.Gallen ist die Durchführung des neuen Messeformats «Pätsch» ein Meilenstein, heisst es in der bilanzierenden Mitteilung. Die Basis für kommende Messen und Veranstaltungen sei gelegt.

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Bild: Michel Canonica

(pd/ok) Der Entscheid von Anfang Juni, die diesjährige Olma-Ausgabe abzusagen, sei richtig gewesen. In einer Medienmitteilung zur «Pätsch»-Messe, die an den vergangenen zwei Oktober-Wochenenden in St.Gallen stattgefunden hat, blicken die Organisatoren zurück – und nach vorne.

Eine Messe mit Experimentiercharakter

Mit der Umsetzung des neuen Messeformats «Pätch» sei gezeigt worden, dass trotz erschwerten Bedingungen und wenig Planungssicherheit eine Durchführung von Messen auch in Coronazeiten möglich ist. Dass Messen nicht als klassische Veranstaltungen gelten, sondern wie Märkte oder Einkaufszentren gehandhabt werden, hat die Planung von «Pätch» überhaupt möglich gemacht.

Mit «Pätch» wagten die Organisatoren – zusammen mit den über 150 Ausstellern – ein Experiment. Die fehlende Planungssicherheit und die ständig wechselnden Rahmenbedingungen prägten die Vorbereitungen bis zum Schluss, heisst es in der Mitteilung. Es mussten laufend kurzfristige Entscheide getroffen und Konzeptanpassungen vorgenommen werden, schnelles Handeln sei bei allen involvierten Partnern gefragt gewesen.

Die Älteren verhielten sich zurückhaltend

Die Erkenntnisse aus den zwei Wochenenden sind vielfältig: Der Altersdurchschnitt lag deutlich unter demjenigen des klassischen Messepublikums. Die älteren Personen verhielten sich spürbar zurückhaltend. Die Messeleitung führt dies einerseits auf die spürbar gestiegenen Corona-Fallzahlen, andererseits auf den Online-Ticketkaufprozess zurück.

Die Erfahrungen aus «Pätch» stärken die Veranstalter in ihrer Absicht, so schreiben sie, die anstehenden Messen durchzuführen und legen die Basis dafür, dass solche auch in Zeiten von Corona sicher stattfinden können. Nichts zu tun, sei zu keiner Zeit eine Option gewesen – und so gelte weiterhin: Dazulernen und Neues ausprobieren.