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Eggersrieter bevorzugen ein Schulhaus im Dorf: So entschieden die Bürgerversammlungen in fünf Gemeinden

An der Schulbürgerversammlung in Eggersriet gab vor allem ein Thema zu reden: Der geplante Schulhausneubau. Drei Gemeinden senkten die Steuern - Mörschwil war für einmal nicht dabei.
Perrine Woodtli
Das Schulhaus in Eggersriet hat ausgedient. (Bild: Benjamin Manser (2. Juni 2017))

Das Schulhaus in Eggersriet hat ausgedient. (Bild: Benjamin Manser (2. Juni 2017))

280 Bürger haben am Montagabend im Gruberhof an der Schulbürgerversammlung teilgenommen; dies entspricht 17 Prozent der Stimmberechtigten. Grund für das grosse Interesse und die vollen Reihen war der Schulhausneubau. Die alte Schule im Dorf hat ausgedient. Der Schulrat der Schulgemeinde Eggersriet-Grub SG ist der Meinung, dass ein Neubau an einem neuen Standort, nämlich auf der rund 90 Meter entfernten Heimatwiese, am sinnvollsten wäre.

Er beantragte am Montag einen Kredit von 300 000 Franken für eine Wettbewerbsausschreibung. Die Bürger machten dem Schulrat aber einen Strich durch die Rechnung. Zahlreiche ergriffen das Wort, der Tenor lautete: Viele Eggersrieter bevorzugen einen Standort mitten im Dorf oder wollen zumindest, dass diese Möglichkeit näher abgeklärt wird. Eine Bürgerin stellte den Antrag, vertieft zu prüfen, welches die Möglichkeiten im Zentrum sind und eine Machbarkeitsstudie erstellen zu lassen. Der Antrag wurde deutlich angenommen, jener des Schulrats wurde somit hinfällig. Die anderen Anträge wie die Jahresrechnung 2018 und das Budget 2019 wurden angenommen. Beim Budget fallen nun die geplanten Investitionen für den Wettbewerb weg.

Eggersriet senkt steuern

Nach der Schulbürgerversammlung, die wegen der Diskussion nicht wie gedacht 30, sondern 90 Minuten dauerte, war bei einigen die Luft draussen. Gemeindepräsident Roger Hochreutener führte danach zügig durch die Bürgerversammlung der politischen Gemeinde. Dort gab’s dann nicht mehr viel zu reden: Die Bürger genehmigten die Jahresrechnung 2018 sowie das Budget und den Steuerplan 2019 und senkten damit den Steuerfuss wie geplant um 7 Prozentpunkte auf 128 Prozent.

So liefen die weiteren Bürgerversammlungen vom Montag:

  • Gaiserwald: Sie finde es erstaunlich, wie wenige Fragen die Leute an der Bürgerversammlung stellen, sagte eine Deutsche nach der Versammlung, der sie als Gast beigewohnt hatte. In der Tat: Der Abend verlief ohne ein einziges Votum aus dem Publikum. 288 Leute waren anwesend, was gut fünf Prozent der Stimmberechtigten entspricht. Die Rechnung 2018 schliesst mit einem Überschuss von 2,7 Millionen Franken bei einem Gesamtaufwand von 38,7 Millionen. Für das Budget 2019 ist ein Minus von 338000 Franken vorgesehen. Die Gaiserwalder winkten Rechnung und Budget einstimmig durch, inklusive einer Steuersenkung von 111 auf 107 Prozent. Auch der dritte Antrag wurde ohne Diskussion genehmigt: das Gutachten für das Trennsystem der Kanalisation in den Gebieten Auwiesen und Farnen. Schmutzwasser und Regenwasser sollen dort künftig nicht mehr durch dieselben Leitungen fliessen. Neu wird das Schmutzwasser der Abwasserreinigungsanlage zugeführt, und das Regenwasser wird in einen Bach geleitet. Teil des Gutachtens war ein Baukredit von 160000 Franken. Gute Nachrichten gab es schliesslich für Familien, die in der Nähe des Schulhauses Ebnet wohnen. Im nächsten Schuljahr soll dort wieder ein Kindergarten eröffnet werden, wie Schulpräsident Jürg Seitter sagte. (al)
  • Berg: Zum ersten Mal seit 42 Jahren ist in der katholischen Kirche in Berg am Montagabend wieder eine Bürgerversammlung abgehalten worden. Der Grund: Die Turnhalle und das Schulhaus Brühl werden gegenwärtig saniert. 134 Stimmberechtigte kamen, um über die Rechnung 2018 und das Budget fürs laufende Jahr abzustimmen; das entspricht 22,04 Prozent der Stimmberechtigten. Die Rechnung 2018 schliesst bei einem Aufwand von rund 4,4 Millionen mit einem Ertragsüberschuss von 465000 Franken, was einer Besserstellung von 616000 Franken gegenüber dem Budget entspricht. Die Bergerinnen und Berger genehmigten die Rechnung 2018 ohne Diskussion einstimmig. Das Budget 2019 sieht bei einem unveränderten Steuerfuss von 136 Prozent und einem Aufwand von knapp 4,5 Millionen einen Ertragsüberschuss von 147000 Franken vor. Ein Stimmbürger wollte wissen, weshalb die Bildungskosten um rund 200000 Franken höher veranschlagt wurden als 2018. Anneliese Leitner, Gemeinderätin und Schulratspräsidentin, antwortete: Es würden im kommenden Schuljahr acht Jugendliche mehr in der regionalen Oberstufengemeinde Grünau beschult als heute. Schliesslich wurde auch das Budget 2019 einstimmig genehmigt. Für die Abhandlung des offiziellen Teils der Versammlung brauchte Gemeindepräsident Sandro Parissenti rund 15 Minuten. (dwi)
  • Mörschwil: Auch er sei vor jeder Versammlung nervös, obwohl es nicht seine erste sei, gab Gemeindepräsident Paul Bühler gegenüber der Vizepräsidentin der Schulgemeinde, Silvia Eugster-Wehrlin, zu. Eugster hatte zuvor die Schulbürgerversammlung geleitet, da Schulgemeindepräsident Ulrich Illigen bis auf Weiteres wegen Krankheit ausfällt. Die Mörschwiler konnten nach der Schulbürgerversammlung für die ordentliche Bürgerversammlung in der Pfarrkirche sitzen bleiben.
    Die Jahresrechnung und der Amtsbericht des Jahres 2018 der politischen Gemeinde, die der Präsident der Geschäftsprüfungskommission Matthias Schmid vorstellte, nahmen die Bürger einstimmig und ohne Enthaltungen an. So ging es weiter mit dem Budget und dem Steuerplan für 2019. Der Gemeinderat und die Geschäftsprüfungskommission sehen einen gleichbleibenden Steuerfuss von 75 Prozent und eine Grundsteuer von 0,2 Promille vor. Auch dazu hoben alle ihre Hand für ein einheitliches Ja. «Auch wenn es dieses Mal keine Steuersenkung gegeben hat, herzlichen Dank», damit schloss Gemeindepräsident Paul Bühler.
    An der Schulbürgerversammlung hatten die Bürgerinnen und Bürger zuvor die Jahresrechnung 2018, das Budget für das Jahr 2019 sowie ein Nachtrag zur Gemeindeordnung ohne Gegenstimmen angenommen. (jen)
  • Muolen: Von den rund 853 stimmberechtigten Muolerinnen und Muoler fanden 122 ihren Weg an die Bürgerversammlung in der Kirche. Das entspricht 14,3 Prozent der Stimmbevölkerung. Zu Beginn wurde die Jahresrechnung 2018 einstimmig genehmigt. Auch der Antrag des Gemeinderates, den Ertragsüberschusses von knapp 220000 Franken den kumulierten Ergebnissen der Vorjahre zuzuweisen, wurde ohne Gegenstimmen durchgewunken.
    Weiter wurde über das Budget 2019 befunden. Der Gemeinderat beantragte eine Steuerfusssenkung von sieben Prozentpunkten auf 132 Prozent. Damit budgetiert die Gemeinde für 2019 einen Aufwandüberschuss von knapp 218000 Franken. Dieser könne aber gut über die Reserven gestemmt werden, erklärte Gemeindepräsident Bernhard Keller. Von der Bürgerversammlung wurde der Antrag darauf einstimmig angenommen.
    Im Schulrat gibt es einen Wechsel: Claude Eisenhut tritt aufgrund einer Weiterbildung per Ende 2019 zurück. Zudem hatte Monika Hug vorgestern ihren letzten Einsatz in der Geschäftsprüfungskommission. Sie wird durch Sarah Bürge-Gerster ersetzt. Beim Aufruf von Keller, allgemeine Fragen zu stellen, streckte keine Person ihre Hand in die Höhe. Insgesamt verlief die Bürgerversammlung in Muolen also ohne Überraschungen. (os)

Die Steuerfusskarte der Region St.Gallen


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