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Er kämpft für Rorschacherbergs Uferweg

Der Rorschacherberger Josef Graf ist Befürworter der ersten Stunde des Seeuferwegs. Nun stimmen die Bürger erneut darüber ab. Ihm geht es um den Schutz der Natur und ums Erbe der nächsten Generation.
Jolanda Riedener
Josef Graf ist oft in der Natur: Nun hofft er auf einen Uferweg für Rorschacherberg. (Bild: Jolanda Riedener)

Josef Graf ist oft in der Natur: Nun hofft er auf einen Uferweg für Rorschacherberg. (Bild: Jolanda Riedener)

Ruhig lässt Josef Graf seinen Blick übers Wasser beim Hörnlibuck schweifen. Wasservögel machen sich zum Abflug bereit. Seit vielen Jahren wohnt Graf, Mitglied der CVP, in Rorschacherberg. Von 1993 bis 2001 sass er im Gemeinderat. Aufgewachsen ist der 67-Jährige in Rorschach. Für ihn ist die vorliegende Variante mit vorgeschüttetem Fussweg samt Renaturierung des Ufers, die Bestmögliche.
«Wir wollen den Seezugang im Neuseeland für alle ermöglichen und gleichzeitig das Seeufer ökologisch aufwerten», sagt Graf. Er engagiert sich von Anfang an für einen öffentlichen Zugang zum Rorschacherberger Seeufer. Es gehe ihm auch darum, für die nächste Generation etwas zu schaffen.

Als Mitinitiant war er Teil der Arbeitsgruppe: Verschiedene Vertreter der Ortsparteien, der Anstösser, des Kantons und des Gemeinderats sowie Spezialisten erarbeiteten das Projekt, über das nun abgestimmt wird.

Einige der Grundstücke im Bereich Neuseeland verfügen über ein öffentliches Wegrecht. «Dieses durchzusetzen oder Land zu enteignen, das kam für uns nicht in Frage», sagt Graf.

«Wir haben uns nicht für die radikale, sondern für die faire Variante entschieden.» - Josef Graf, Pro-Komitee Seeuferweg

Auch Lärm- und Sichtschutz seien beim vorliegenden Projekt gewährleistet. Somit konnte den Anliegen der privaten Anstösser Rechnung getragen werden.

Stimmung bei den Befürwortern ist gut

Die Steg-Variante, die Rorschacherberg 2015 versenkte, habe Graf damals ebenfalls abgelehnt. Das Projekt habe auch aus Befürworter-Sicht nicht überzeugt: Zu teuer und zu weit weg vom Ufer war der Weg geplant. Ganz anders beurteilt Graf die jetzige Vorlage, die am 10. Februar zur Abstimmung kommt. Auch die Kosten von 4,5 Millionen Franken seien für die Gemeinde gut verkraftbar, zumal der Kanton eine Million in Aussicht stellt. Ausserdem seien die 700000 Franken Reserve viel zu hoch berechnet. «Wir sind guten Mutes», sagt er. Die Rückmeldungen seien bisher positiv und zahlreich.

In diesen Tagen flatterte auch ein Flyer des Pro-Komitees in die Haushalte. «Wir hoffen, dass dieser zusätzlich positive Reaktionen auslöst», sagt Graf. Er habe in den vergangenen Wochen zusammen mit dem Pro-Komitee oft zum Telefon gegriffen oder E-Mails verschickt, um Bekannte auf die Abstimmung aufmerksam zu machen. Vor vier Jahren ging Josef Graf in Pension: «Sonst hätte ich kaum so viel Zeit dafür aufbringen können.» Bei der Starrag machte er eine Lehre zum Konstrukteur Maschinenbau. Nach dem Ingenieurstudium wurde er später dort Abteilungsleiter. Danach war er als Professor an Fachhochschule St. Gallen und in Buchs tätig und widmete sich als Institutsleiter der Forschung. Noch ist er als Dozent an der Fachhochschule engagiert.

Nein wäre harte Niederlage für die Gemeinde

Am Mittwoch steht der nächste wichtige Termin an: «Ich hoffe auf Fragen und Diskussionen seitens der Bevölkerung an der Orientierungsversammlung.» Was aber, wenn die Stimmbürger das Projekt erneut versenken? «Für die Gemeinde wäre das eine harte Niederlage, der Uferweg wäre für lange Zeit gestorben», sagt Graf. Für ihn persönlich wäre das kein Untergang: «Auf Gemeindeebene gibt es einiges, wofür es sich zu kämpfen lohnt», sagt Graf. Im Bereich Umweltschutz etwa habe Rorschacherberg aufzuholen: «Wir nennen uns Energiestadt, auf dem Bauamt-Neubau ging aber die Solaranlage vergessen.»

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