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Goldacher Schütze hält seinen
Verein in Schuss

Bereits als Bub trieb sich Bruno Hauser auf dem Schiessplatz herum. Seit drei Jahrzehnten engagiert sich der Goldacher mittlerweile in der Schützengesellschaft. Vor allem der Nachwuchs liegt ihm am Herzen.
Jolanda Riedener
Am liebsten schiesst Bruno Hauser Kleinkaliber, hier auf der elektronischen 50-Meter-Anlage in Witen. (Bild: Jolanda Riedener)

Am liebsten schiesst Bruno Hauser Kleinkaliber, hier auf der elektronischen 50-Meter-Anlage in Witen. (Bild: Jolanda Riedener)

Seit 32 Jahren Mitglied im Verein, 30 Jahre lang im Vorstand und 28 Jahre als Präsident: Der Goldacher Bruno Hauser ist ein alter Hase in der Schützengesellschaft. Seit rund 18 Jahren leitet er auch die Nachwuchsschützen und macht den Hausabwart im Goldacher Schiessstand Witen, der von den Schützen der Gemeinden Rorschacherberg, Rorschach, Thal und Rheineck benutzt wird. Wollte er nie einen Jüngeren ans Präsidentenamt heranlassen? Der 69-Jährige lacht. «So ein Amt bringt man nicht so schnell weg.» Auch die Schützengesellschaft Goldach kämpfe mit Mitgliederschwund. So schlimm sei es aber nicht, denn der Verein verfüge über eine ansehnliche Anzahl Jungschützen und zähle beinahe 50 aktive Mitglieder.

Die Schützengesellschaft Goldach bietet als eine der wenigen in der Region sämtliche Kategorien wie Pistole, Kleinkaliber und Sturmgewehr an, jeweils über verschiedene Distanzen. «Das ermöglicht uns diese Anlage», sagt Hauser.

Die Schiessanlage Witen wurde 1972 zeitgleich mit der nahe gelegenen Autobahn erbaut. Es sind einige Stunden, die Hauser pro Woche dort verbringt. Was nur wenige wissen: Unterirdisch befindet sich eine Zivilschutzanlage, ein Spital mit drei Operationssälen. Mittlerweile werden die Räume aber vermietet, weiss Hauser.

Heidi verhalf dem Verein nicht zu grosser Nachfrage

Als Kleberbub nahm ihn sein Vater schon früh zum Schiessen mit. Seine Aufgabe war es, die Einschusslöcher auf der Zielscheibe zuzukleben. Familienbedingt habe ihn nach einem Jungschützenkurs dieser Sport voll und ganz gepackt. Damals noch in Abtwil wohnend, war er im örtlichen Verein Mitglied. Als Hauser nach Goldach zog, blieb er während zehn Jahren dem Abtwiler Verein treu, bevor er zur Schützengesellschaft Goldach wechselte.

«Es geht um mehr als ums Klöpfen»

Auf dem Weg zur 300-Meter-Anlage im Obergeschoss lächelt Olympiasiegerin Heidi Diethelm an der Wand. Frauen gibt es nur wenige im Verein: Fünf Pistolenschützinnen, dafür keine in den anderen Disziplinen. «Warum das so ist, kann ich mir nicht recht erklären. Beim Schiesssport geht es um mehr als ums Klöpfen», sagt Hauser. Vor allem die mentale Komponente sei nicht zu unterschätzen. «Schiessen ist ein ausgesprochen ruhiger Sport.» Das ist es auch, was Hauser gefällt. Der Sport helfe gerade Jüngeren, sich zum Beispiel in der Schule zu konzentrieren.

Daneben braucht es auch Kondition. Zwar sei es kein Mannschaftssport, aber der Zusammenhalt im Verein sei sehr ausgeprägt. «Wer mit Schiessen anfängt, bleibt meistens auch im Verein.» Kameradschaft werde bei den Schützen gelebt. Die langjährigen Mitglieder verbinde nicht selten eine enge Freundschaft. «Hier in der Schiessanlage Witen kann man abschalten und den Alltag für einen Moment vergessen.»

Wie gelingt es, Schützinnen und Schützen für den Verein zu gewinnen? «Eine Balance ist wichtig. Man darf nicht zu viel verlangen und muss den Mitgliedern Freiheiten einräumen», sagt Hauser. Heute würden sich viele nicht mehr in einem Verein engagieren, sondern in ihrer Freizeit lieber flexibel bleiben. Auch sei das Angebot heute einfach viel grösser als noch in seiner Jugend.

Im Wettkampf spielen die Nerven eine enorme Rolle

Höhepunkte in seiner Zeit im Verein waren für Bruno Hauser vor allem Erfolge, die seine Jungschützen feierten. Vor einigen Jahren wurde einer seiner Sprösslinge Vize-Schweizer-Meister in Glarus. «Das macht stolz und zeigt mir, dass ich es mit ihnen richtig gemacht habe.» Wer in Goldach mit dem Schiessen anfangen möchte, braucht keine teure Ausrüstung: «Unserem Nachwuchs stellen wir das Material kostenlos zur Verfügung.»

Einen weiteren Höhepunkt erlebte Hauser mit seinem Verein vor einigen Jahren im kantonalen Sektionswettkampf, wo die Schützengesellschaft Goldach mit dem goldenen Lorbeer ausgezeichnet wurde. Dabei handelt es sich um einen Gruppenwettkampf, bei dem das Resultat aller Mitglieder zählt. «In Wettkampfsituationen spielen immer die Nerven mit. Dann läuft nicht immer alles so rund wie beim Üben im gewohnten Umfeld.»

Mein Verein

In loser Folge stellt die «Tagblatt»-Redaktion Personen aus der Region Rorschach vor, die seit vielen Jahren in einem Verein tätig sind und sich fürs Vereinsleben engagieren. (red)

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