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Podium in Engelburg: Prominente Gäste erwartet

Das 20. Birkengespräch in Engelburg wartet am Dienstag mit prominenten Gästen auf. Susanne Vincenz-Stauffacher, Martin Gehrer und Martin Schmidt diskutieren über die Frage, wie politisch Kirche sein soll.
Livia Grob

«Die grosse, wunderschöne Birke im Garten des Kirchgemeindehauses Engelburg war der perfekte Ort», sagt Seelsorger Wilfried Lehner. Als er vor 20 Jahren mit der Pfarrerin Sigrun Holz das «Politische Abendgespräch unter der Birke» ins Leben rief, sei der Baum das geeignete Symbol gewesen. Am Dienstag, 19 Uhr, findet im evangelischen-reformierten Kirchgemeindehaus in Engelburg die 20. Ausgabe des Birkengesprächs statt.

Politische Themen aus kirchlicher Perspektive

«Dieser ökumenische Anlass schafft eine Plattform, auf der politische Themen aus kirchlich-christlicher Perspektive diskutiert werden», sagt Lehner. Jedes Jahr organisieren er und das ökumenische Komitee das Gespräch. Es geht jeweils um Themen wie die Umwelt und Gerechtigkeit in Ländern Asiens, Afrikas und Amerikas.

Ende der 1990er-Jahre haben sich die Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Gaiserwald, die Katholische Pfarrei Abtwil-St. Josefen und die Pfarrei Engelburg zusammengeschlossen und gemeinsam die Gottesdienste während der Fastenzeit geleitet. «Daraus ist die Idee entstanden, solche Gebete und Gespräche auch ausserhalb des Gottesdienstes zu führen», sagt Lehner. Das «Politische Abendgespräch unter der Birke» war geboren. Später sei der Anlass einfachheitshalber in «Das Birkengespräch» umbenannt worden.

Thema: Wie politisch soll Kirche sein?

Zur 20. Ausgabe sind drei prominente Gäste geladen. Die Kantonsrätin Susanne Vincenz-Stauffacher, der Präsident des katholischen Administrationsrates Martin Gehrer und der Präsident der reformierten Kantonalkirche Martin Schmidt werden über die Frage «Wie politisch soll Kirche sein?» diskutieren.

Lehner wird als Organisator nicht direkt am Gespräch teilnehmen. Eine Antwort auf die Frage hat er aber doch: «Die Kirche sollte als Leuchtturm fungieren und richtungsweisend sein», sagt Lehner. Sie solle christliche Werte wie Solidarität, Toleranz und Gerechtigkeit ansprechen und den Blick auf Randständige und weniger bevorteilte Menschen lenken. «Wir wollen die Aufmerksamkeit wieder auf die Notlage vieler Drittweltländer lenken», sagt er. Mit dem Podium sollen Menschen in der Gemeinde zu politischem Engagement motiviert werden.

Vom Wunsch zu helfen

«Ich habe selbst 24 Jahre in Kolumbien gelebt und als Seelsorger gearbeitet», sagt er. Obwohl er dort selbst Opfer einer Entführung geworden sei und mit seiner Familie fliehen und sogar um das Leben seines Sohnes bangen musste, sehe er die Zeit in Kolumbien als Geschenk. «Es bleibt stets eine grosse Verbundenheit mit dem Land», sagt er. Und auch der Wunsch zu helfen sei fortwährend.

Mit dem Birkengespräch sollen die Gemeindemitglieder auf die Missstände in der Welt aufmerksam gemacht und angeregt werden, selbst etwas dagegen zu tun.

«Ehrlich gesagt, viele Gäste hat dieser Anlass selten gehabt», sagt Lehner.

Meist seien 30 bis 50 Interessierte aus der Gemeinde gekommen, bei bekannten Podiumsteilnehmenden manchmal auch bis zu 100. Darum hoffe er, dieses Jahr wiederum mit Prominenz ein paar Gäste mehr anzulocken. Im Anschluss ans Gespräch wird ein Apéro offeriert – bei gutem Wetter unter besagter Birke im Garten.

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