SUPERCUP
«Endlich wieder Handball vor Publikum»: Die St. Galler Spitzenvereine stehen vor dem Saisonstart

Im Schweizer Spitzenhandball steht schon am Samstag mit dem Supercup der Frauen zwischen Brühl und Zug die erste bedeutende Partie auf dem Programm. Für St.Otmar und Fortitudo Gossau beginnt die Meisterschaft Anfang September. Noch wichtiger: «Wir wollen endlich wieder vor Publikum spielen», sagen die Vereinsvertreter unisono.

Daniel Good
Drucken
Teilen
Brühl (im Bild Rekordspielerin Azra Mustafoska) trifft am Samstag im Supercup auf Zug.

Brühl (im Bild Rekordspielerin Azra Mustafoska) trifft am Samstag im Supercup auf Zug.

Bild: Keystone

Die Vorbereitung läuft seit längerem auf Hochtouren. Für St.Otmar beginnt die NLA-Meisterschaft am Mittwoch, 1. September, mit dem Heimspiel gegen Kriens Luzern. Fortitudo Gossau startet am 4. September gegen Baden in die NLB-Saison. Frauen-Rekordmeister Brühl nimmt die Meisterschaft ebenfalls am Samstag, 4. September, daheim gegen GC Amicitia Zürich in Angriff.

St.Otmars Präsident Hans Wey (rechts) und der Sportchef Andy Dittert.

St.Otmars Präsident Hans Wey (rechts) und der Sportchef Andy Dittert.

Bild: Daniel Good

St.Otmar auf der Suche nach Rohdiamanten

Das Kader des Ostschweizer Vorzeigevereins St.Otmar hat viel an Routine verloren. So verliessen Rares Jurca, Max Höning und Tobias Wetzel den St.Galler Klub. In Zukunft will St.Otmar eine Ausbildungsstätte für Rohdiamanten sein. In diesem Sinne sind die Zuzüge der Rückraumspieler Ariel Pietrasik und Vuk Lakicevic zu verstehen. Im Weiteren wollen die St.Galler die Heimstärke von früher aktivieren. «Jeder Gegner muss Respekt haben, wenn er die Kreuzbleichehalle betritt», sagt der Sportchef Andreas Dittert.

Weitere Zuzüge in den Reihen St.Otmars sind Goalie Bora Perazic und Kreisläufer Clemens Gangl. Ziel ist die Qualifikation für das Playoff - mit mindestens so vielen Punkten wie in der vergangenen Saison.

St.Otmars Präsident Hans Wey hat ein Gesuch gestellt, um Grossveranstaltungen mit mehr als 1000 Zuschauern auf die Beine stellen zu können. «Wir wollen wieder Publikum, damit wir richtige Handballatmosphäre erleben können», sagt Dittert.

Brühls Präsident Alex Zehntner, flankiert von Trainer Nicolaj Andersson und Goalie Sladana Dokovic.

Brühls Präsident Alex Zehntner, flankiert von Trainer Nicolaj Andersson und Goalie Sladana Dokovic.

Bild: Daniel Good

Brühl will - wie immer - um Titel mitspielen

Der LC Brühl hat schon 31. Meisterschaften ergattert. Auch in diesem Jahr wollen die St.Gallerinnen um Titel mitspielen. Es gab zwar einen Umbruch im Kader, aber die Verantwortlichen blicken optimistisch auf die kommende Saison. Allerdings hat Brühl so viele verletzte Spielerinnen wie noch nie. «Ich bin jetzt zehn Jahre im Team eins, aber so etwas habe ich noch nie erlebt», sagt Goalie Sladana Dokovic. Die frisch verpflichtete Dänin Mathilde Schaefer fällt wegen einer Schulterverletzung für ein halbes Jahr aus. Topskorerin Malin Altherr fehlt nach einer Nasenoperation sicher am Samstag im Supercup gegen Zug.

Gossaus Führungstrio René Ullmer (Trainer), Raphael Kramer (Co-Trainer) und Präsident Franz Würth (von links)

Gossaus Führungstrio René Ullmer (Trainer), Raphael Kramer (Co-Trainer) und Präsident Franz Würth (von links)

Bild: Daniel Good

Fortitudo Gossau setzt auf Junge - und einen 38-Jährigen

Die U19-Auswahl verpasste in der vergangenen Saison den Schweizer Meistertitel nur knapp. «Wenn nicht noch zwei wichtige Spieler im Final verletzt gewesen wären, hätte es wohl zu Gold gereicht», sagt Fortitudos Präsident Franz Würth. Deshalb setzt Gossau in Zukunft auf die Jungen wie Nachwuchsnationalspieler Andrin Schneider. Aber nur mit Jungen geht es nicht. Deshalb verpflichtete Fortitudo auch den 38-jährigen Michael Knauth, der für Österreich 46 Länderspiele absolvierte. Trainer René Ullmer bleibt mit einer Prognose vorsichtig: «Wir werden nicht vorne mitspielen können.»

Aktuelle Nachrichten