Eklat im St. Galler Frauenhandball: Der Meistertrainer tritt per sofort ab

Rolf Erdin tritt per sofort als Cheftrainer der Frauen des LC Brühl zurück. Unter dem St. Galler Sportler des Jahres gewann der Rekordmeister in der vergangenen Saison den 31. Titel. Auch am Tag des Rücktritts Erdins steht Brühl an der Tabellenspitze.

Daniel Good
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Rolf Erdin: Rücktritt trotz Leaderpositionen

Rolf Erdin: Rücktritt trotz Leaderpositionen

Michel Canonica

Rolf Erdin verlässt Brühl aus freien Stücken. «Die zeitliche Belastung mit Geschäft, Familie und Handball hat mich zu diesem Entscheid gezwungen. Ich musste in den vergangenen Wochen feststellen, dass ich nicht mehr die notwendige Energie aufbringen konnte, um das Team weiterhin erfolgreich zu führen», so der Meistertrainer.

Erdin war 16 Monate im Amt. Er wäre am Ende dieser Saison ohnehin zurückgetreten. Ab der kommenden Spielzeit wird der Däne Nicolaj Andersson Trainer der St. Gallerinnen.

Anfang September 2019 wird Rolf Erdin mit dem St. Galler Sportpreis ausgezeichnet

Anfang September 2019 wird Rolf Erdin mit dem St. Galler Sportpreis ausgezeichnet

Benjamin Manser

Der NLA-Leader Brühl tritt am Samstag in der Finalrunde zu Hause zu einem Spitzenspiel an: Um 17.30 Uhr treffen die Ostschweizerinnen in der Kreuzbleiche auf Nottwil, den schärfsten Verfolger in der Tabelle. Nottwil hat zwei Punkte Rückstand auf Brühl.

Den ersten Vergleich in der Finalrunde mit einem Spitzenteam verlor Brühl am 9. Februar daheim gegen Zug 29:32. Zug verlor anschliessend auswärts gegen Nottwil 28:29, derweil sich die Titelverteidigerinnen aus der Ostschweiz in Thun durchsetzten und den ersten Platz in der Tabelle mit Erfolg verteidigten.

Am Ende der Finalrunde qualifizieren sich die beiden besten Equipen für den Playoff-Final. Zug liegt vier Punkte hinter Brühl, dürfte heute zu Hause aber gegen Thun gewinnen. Nottwil trifft am 15. März im Cupfinal in Gümligen bei Bern auch noch auf das NLB-Team des LC Brühl. (dg)