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150 Jahre Seelinie: Eisenbähnler rollt Rorschachs Geschichte auf

Rorschach feiert die Seelinie. Neben einer Zugtaufe und geführten Rundgängen durchs Eisenbahnquartier erzählt Anton Heer die Eisenbahngeschichte der Stadt auf eine besondere Weise.
Jolanda Riedener

Die Eisenbahn hat Rorschachs Geschichte geprägt. «Das Depot beim Hauptbahnhof zum Beispiel hatte früher eine riesige Bedeutung», sagt Anton Heer. Demnächst wird es abgerissen. Die Bahn hat auch ihn geprägt. In Rorschach aufgewachsen lebt der Autor, Historiker und Bahn-Fan heute in Flawil. Stadtpräsident Thomas Müller habe ihn im Hinblick auf das 150-Jahr-Jubiläum der Seelinie gefragt, ob er eine Ausstellung gestalten wolle. «Ich habe mir überlegt, was ich machen könnte», sagt er.

Ein grosses Buch unter freiem Himmel

Entstanden sind 35 illustrierte Schautafeln mit Hintergrundwissen zur Seelinie. Auch Aspekte aus der Schiff- und Luftfahrt hat Heer aufgenommen. Gezeigt werden die Tafeln während mehrerer Monate auf dem Hafenplatz zwischen Bahngleis und Schifflände. «Es ist wie ein grosses öffentliches Buch», sagt Heer. Die Stelen haben Mitarbeiter des Rorschacher Werkhofs gefertigt. Gemäss Stadtschreiber Marcel Aeple sollen diese nach Bedarf wiederverwendet werden.

Die Ausstellung gilt als eines der Herzstücke des Seelinien-Jubiläums, das nicht nur in Rorschach, sondern auch in den Städten Romanshorn, Kreuzlingen, Friedrichshafen, Lindau und Bregenz am Wochenende vom 4. und 5. Mai gefeiert wird.

Anton Heer hat sich intensiv mit der Eisenbahngeschichte in der Region auseinandergesetzt und entsprechende Publikationen veröffentlicht. Unter anderem hat er das Jahresheft zur Jubiläumsfeier der St. Galler Linie verfasst. «Da ich mich für die Schautafeln sowieso ins Thema eingearbeitet habe, erstellte ich gleichzeitig eine Broschüre», sagt Heer. Das Heft behandelt die Seelinie und Güterbahn und weist ausserdem eine umfangreiche Chronik mit Glossar auf. Historische Aufnahmen und Grafiken bereichern die Ausgabe. Rorschach hatte über lange Zeit eine gewichtige verkehrswirtschaftliche Position am südlichsten Punkt des Bodensees, heisst es darin etwa. So suchte man bald Wege, den beschwerlichen Landweg nach St. Gallen rationeller zu bewältigen: Der Schienenverkehr sollte das ermöglichen.

Doppelstock-Zug wird auf «Rorschach» getauft

Weiterer Höhepunkt in Rorschach ist die Zugstaufe eines neuen SBB-Fernverkehrs-Doppelstockzuges. Stadtpräsident Müller wird den Zug am Sonntag, 5. Mai, um 9.45 Uhr auf den Namen Rorschach taufen. Anschliessend gibt es einen Apéro.

Am Samstag und Sonntag, von 12.30 bis 16 Uhr, können Besucher am Hauptbahnhof den neuen Hochgeschwindigkeitszug Giruno besichtigen. Weiter führt Richard Lehner am Samstag und Sonntag, um 11 und 14 Uhr, Gäste durch das Eisenbahnquartier: Besammlung ist am Hauptbahnhof. Am Donnerstag, 2. Mai, wird in Romanshorn eine Sonderausstellung zum Jubiläum eröffnet. In einer Serie werden kommende Woche in dieser Zeitung mehrere Hintergrundberichte zum Thema erscheinen.

Hinweis

Die Broschüre «Seelinie und Trajekt – Visionen, Meilensteine und Episoden» erscheint in limitierter Auflage von 500 Stück und ist bei der Touristinformation sowie im Würth Haus erhältlich.

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