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Eisbären, Kühe und Hummer: Fantasievolle Skulpturen aus Schnee in Rorschach

Mit dem Motto «Wortspiel» stellte das vierte Schneeskulpturen-Festival den Teilnehmern keine leichte Aufgabe. Mit Sägen, Schaufeln und kalten Fingern gestalteten die Teams kunstvolle und zweideutige Werke.
Sandro Büchler
Emsig und mit viel Kreativität machten sich die acht Teams vor dem Forum Würth in Rorschach ans Werk. (Bild: Sandro Büchler)

Emsig und mit viel Kreativität machten sich die acht Teams vor dem Forum Würth in Rorschach ans Werk. (Bild: Sandro Büchler)

Es scheint, als würde ein überdimensioniertes Reptil beim Forum Würth in Rorschach aus dem Bodensee kriechen. Es sei ein Leguan oder ein Fabelwesen, mutmassen die Besucher. Die Erklärung hat Thomas Eugster: «Es ist ein egoistischer Hummer – der shelfish shellfish.» Eugster baut zum ersten Mal eine Skulptur aus Schnee; zwei aus seinem Team haben mehr Erfahrung, sagt er: «Wir sind keine Profis.» Sie hätten aber ihre Idee vorskizziert.

Daneben formt Eugen Brunner mit seiner und einer befreundeten Familie einen hohlen Kopf aus dem Schnee. «Wir haben den Wortspieler erschaffen», sagt er. Denn im Gehirn liege der Ursprung für alle Worte. «Erst wenn die Gedanken aus dem Mund kommen, nehmen wir das Wortspiel wahr.» Schneekugeln im Mund und vor der Skulptur symbolisieren die Gedankengänge.

Fünf Lastwagen voll Schnee

«Es war ein schwieriges Motto», gibt Brunner zu. Doch das Familienteam liess sich davon nicht aus dem Konzept bringen. Brunner arbeitet gern mit Schnee. So gestalte er jeweils im Dezember auch die Krippe aus Schnee auf dem Gallusplatz in St.Gallen. Brunner sagt lachend:

«Ich kann nicht Schnee schaufeln, ohne dass daraus etwas entsteht.»

Zu Hause in Speicher habe er aus dem Schnee eine Bar gemacht.

Regina Ferraro und ihr Team beschäftigt währenddessen die Statik ihres Bauwerks. Sie kreieren dreidimensionale Buchstaben auf einem Sockel. Doch das V, das sie gerade aus Schnee formen, will nicht so recht. Ferraro ist wegen des Regens klitschnass. «Doch wir sind eine Kämpfernatur», sagt die Staaderin.

Mit viel Elan sind die acht Teams am Werk. (Bilder: Sandro Büchler)Mit viel Elan sind die acht Teams am Werk. (Bilder: Sandro Büchler)
Ein Fabelwesen? Nein, ein Hummer.Ein Fabelwesen? Nein, ein Hummer.
Der Eisbär ist der Publikumsliebling.Der Eisbär ist der Publikumsliebling.
Fingerspitzengefühl beim Bau der Kunstwerke aus Schnee. Fingerspitzengefühl beim Bau der Kunstwerke aus Schnee.
Kreativität war gefragt. Nicht nur mit der Schaufel...Kreativität war gefragt. Nicht nur mit der Schaufel...
...auch mit Säge und Maurerwerkzeug formten die Teilnehmer ihre Skulpturen. ...auch mit Säge und Maurerwerkzeug formten die Teilnehmer ihre Skulpturen.
Der Wortspieler: Die Worte fallen als Kugeln aus seinem Mund.Der Wortspieler: Die Worte fallen als Kugeln aus seinem Mund.
Die Statik stellt diese Gruppe vor Probleme.Die Statik stellt diese Gruppe vor Probleme.
Nach vollbrachter Arbeit wärmten sich die Teilnehmer beim Punsch auf.Nach vollbrachter Arbeit wärmten sich die Teilnehmer beim Punsch auf.
So sehen Sieger aus.So sehen Sieger aus.
10 Bilder

Schneeskulpturen in Rorschach

Die Niederschläge machen den acht Teams zu schaffen. In Rorschach liegt an diesem Sonntag kein Schnee mehr. Das Weiss für die Skulpturen wurde eigens angeliefert. «Rund 70 Tonnen Schnee oder fünf Lastwagenladungen voll», sagt Barbara Rohner, Leiterin des Forums Würth.

Mit selbstkritischer Idee zum Sieg

Nach dreieinhalb Stunden sind die Kunstwerke vollbracht. Publikumsliebling ist der Eisbär, um den rundherum Schnee in Glaceform liegt. «Eisbär mit Eis», so das Wortspiel. Die Jury aber kürt eine andere Skulptur zum Sieg. Es ist eine Kuh, die vor einer Fotokamera steht und ein Selfie von sich macht. «Sie macht aber eben ein Sel-Vieh», erklärt ihr Erbauer, Erik Hofmann aus Arbon.

«Die Idee dahinter ist durchaus selbstkritisch», sagt Hofmann und wird beglückwünscht. Heutzutage sei das Selfie so verbreitet, «fast jede Kuh macht schon Bilder von sich selbst.» Er freut sich über den Sieg und posiert mit seinen drei Mitstreitern, im Alter zwischen acht und 66 Jahren, vor der Schneeskulptur für das Siegerbild.

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