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Volksfest in St.Gallen: Tausende fahren mit dem neuen Mühleggbähnli

Die Mühleggbahn verbindet schon seit dem 14. Dezember 1893 die südliche St.Galler Altstadt mit St.Georgen. Am Samstag wurde die über 320 Meter lange Schrägseilbahn nach einer längeren Sanierungspause wieder in Betrieb genommen. Viel Volk nutzte die Möglichkeit zur Gratis-Probefahrt mit der «Mühleggbahn 4.0».
Reto Voneschen
Die Mühleggbahn wird feierlich wieder dem Betrieb übergeben (von rechts): Stadtrat Peter Jans, Barbara Deuber vom Quartierverein Gallusplatz, Mühleggbahn-Verwaltungsratspräsident Philip Schneider und Reto Rusterholz vom Förderverein durchschneiden das rote Band. Mit von der Partie, aber nur unten im Bild: Andy Rechberger vom Quartierverein St.Georgen. (Bilder: Ralph Ribi)

Die Mühleggbahn wird feierlich wieder dem Betrieb übergeben (von rechts): Stadtrat Peter Jans, Barbara Deuber vom Quartierverein Gallusplatz, Mühleggbahn-Verwaltungsratspräsident Philip Schneider und Reto Rusterholz vom Förderverein durchschneiden das rote Band. Mit von der Partie, aber nur unten im Bild: Andy Rechberger vom Quartierverein St.Georgen. (Bilder: Ralph Ribi)

Freude nach dem Durchschneiden des roten Bandes und der offiziellen Wiederinbetriebnahme der Mühleggbahn.

Freude nach dem Durchschneiden des roten Bandes und der offiziellen Wiederinbetriebnahme der Mühleggbahn.

Das Mühleggbähnchen ist eine Stadtsanktgaller Institution. Vielen Städterinnen und Städtern dient es als Nahverkehrsmittel zum Pendeln oder für Ausflüge in die Naherholungsgebiete auf Drei Weieren, auf Freudenberg und Kapf sowie auf die Bernegg. Die Bahn ist aber auch eine Attraktion für Gäste und als allererstes öffentliches Verkehrsmittel von St.Gallen auch Teil der Stadtgeschichte.

In der Stadtbevölkerung verankert

An all das haben am Samstagmittag an der Eröffnungsfeier für die sanierte und modernisierte Bahn Stadtpräsident Thomas Scheitlin und Verwaltungsratspräsident Philip Schneider erinnert. Beide hoben auch die Verankerung der Mühleggbahn in der Bevölkerung hervor. Diese zeige sich etwa in der grossen Bereitschaft, sich mit Aktienkäufen und Spenden für den Erhalt der Einrichtung zu engagieren.

Bild: Ralph Ribi
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Die schönsten Bilder der Einweihung der neuen Mühleggbahn in St.Gallen

Für ihn schliesse sich mit diesem Tag ein Kreis, sagte Thomas Scheitlin im vollen Festzelt auf dem Pic-o-Pello-Platz. Bevor er Stadtpräsident wurde, hatte er im Verwaltungsrat der Bahn gesessen und ihre vorletzte Sanierung von 2004 miterlebt. Er stelle mit Befriedigung fest, dass es mit der Mühleggbahn weitergehe. Auch, wenn das mit dem Phänomen verbunden sei, dass er immer älter und die Bahn immer jünger werde.

In 93 Sekunden aus der Stadt nach St.Georgen

Am Samstagmorgen war die sanierte Mühleggbahn nach mehrmonatiger Pause mit dem Zerschneiden des traditionellen Bandes dem Betrieb übergeben worden. Dem Akt wohnten Gäste aus Politik und Wirtschaft sowie viel Publikum bei. Vor allem in St.Georgen hatten viele sehnsüchtig auf die Wiedereröffnung des schnellsten Transportmittels zwischen Quartier und Stadtzentrum gewartet.

Im Festzelt auf dem Pic-o-Pello-Platz gab's dann nicht nur Reden, hier versteigerte Beat Antenen auch ein Originalbild der Mühleggbahn des einheimischen Künstlers Otto Forster. Es ging schliesslich für 1520 Franken an einen Liebhaber von Bahn und Maler. Der Betrag kommt vollumfänglich dem Förderverein Mühleggbahn St.Gallen und damit der Sanierung der Bahn zugute.

Die neue Kabine der Mühleggbahn in der Talstation, und zwar während einer Probefahrt in der Woche vor der Eröffnung. (Bild: Raphael Rohner - 13.11.2018)

Die neue Kabine der Mühleggbahn in der Talstation, und zwar während einer Probefahrt in der Woche vor der Eröffnung. (Bild: Raphael Rohner - 13.11.2018)

Ausgiebig genutzt wurde auch die Möglichkeit für Gratis-Probefahrten mit dem «neuen» Bähnchen. Zwischen 11 und 16.45 Uhr wurden auf 104 solchen Berg- und Talfahrten 2303 Personen befördert - teilweise mit Rollatoren, Kinderwagen und bereits auch Velos, wie Urs Weishaupt, Medienbeauftragter der Mühleggbahn-Eröffnung am Samstagabend mitteilte.

Von der Pendelbahn zum Schräglift

Ihren Betrieb aufgenommen hat die Mühleggbahn ursprünglich am 14. Dezember 1893, also vor ziemlich genau 125 Jahren. Von 1983 bis 1950 war sie eine Drahtseilbahn mit zwei Wagen, die durch das Füllen und Leeren von Wassertanks bewegt wurde. Von 1950 bis 1974 war sie als elektrisch betriebene Zahnradbahn unterwegs. 1975 wurde sie zum ersten automatischen Schräglift der Schweiz umgebaut.

Eine Schrägseilbahn ist die Mühleggbahn heute noch. 2004 wurde die erste Schrägliftkabine durch ein neues Modell ersetzt, das seinerseits in diesem Jahr einer neuen, modernen Kabine weichen musste. Von April bis November wurden zudem die Bahnanlagen, insbesondere der Tunnel von 1893, gründlich saniert und modernisiert.

Förderverein will 700'000 Franken sammeln

Fürs Projekt sind Kosten von 5,5 Millionen Franken veranschlagt. 2,8 Millionen kommen von der Stadt, 2 Millionen von der Mühleggbahn AG. Weitere 700'000 Franken will der Förderverein durch eine Spendenaktion beisteuern. Vor der Eröffnung waren bereits über 550'000 Franken zusammen gekommen.

Die Sanierungsarbeiten konnten im Fahrplan und vor allem auch ohne Unfälle abgewickelt werden. Auch der Budgetrahmen fürs Projekt wird aller Wahrscheinlichkeit nach eingehalten werden können. Ein Kränzchen wand ein Bahnverantwortlicher den Nachbarn der Bahn: Sie seien sehr tolerant gewesen und hätten die Emissionen, die von einer Baustelle halt immer ausgingen, klaglos über sich ergehen lassen.

Eine Wasserfontäne und ein Windmesser

Und natürlich gab's am Eröffnungsfest auch Anekdoten von den Bauarbeiten zu hören: Als mit einer Hochdruckmaschine die Tunneldecke gereinigt worden sei, habe der Wasserstrahl einmal die unerwartet dünne Decke durchbrochen, erzählte Verwaltungsratspräsident Schneider: Die Bewohner des über dem Tunnel liegenden Hauses hätten sich dann schon etwas über die Wasserfontäne in ihrem Garten gewundert...

Bauarbeiten im Tunnel der Mühleggbahn. (Bild: Michel Canonica - 17. Mai 2018)

Bauarbeiten im Tunnel der Mühleggbahn. (Bild: Michel Canonica - 17. Mai 2018)

Ein anderes Kuriosum für den Laien ist ein moderner Windmesser, den die Bundesvorschriften für Seilbahnen auch für die grösstenteils in einem Tunnel verkehrende Mühleggbahn vorschreiben. Die Anlage wurde auf der Talstation neben dem Teilstück montiert, auf dem die Gleise über Tag verlegt sind. Sie misst hier ständig die Windgeschwindigkeit. Und sollte diese tatsächlich einmal über 72 Stundenkilometer liegen, wird der Betrieb eingestellt.

Infos Mühleggbahn AG und Förderverein Mühleggbahn

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