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Nach 26 Jahren im Geschäft: Skaterladen Shaka meldet Konkurs an

Tote Hose im Gossauer Mettendorf: Das Skatergeschäft Shaka ist geschlossen und versiegelt. Grund: Konkurs. Nach der Bäckerei Gehr ist dies der zweite Verlust in Gossaus Osten.
Sandro Büchler
Shaka hat Skate- und Snowboards sowie Surfbretter plus entsprechende Kleidung und Zubehör angeboten. (Bild: Benjamin Manser)

Shaka hat Skate- und Snowboards sowie Surfbretter plus entsprechende Kleidung und Zubehör angeboten. (Bild: Benjamin Manser)

Sang- und klanglos hat er sich verabschiedet: Der Sportladen Shaka im Mettendorf in Gossau ist verschlossen und versiegelt. Ein Blick ins Handelsregister zeigt, dass die Gesellschaft seit Mai in Liquidation ist. «Auflösung infolge Konkurs» steht da.

Zwar sind im Ladengeschäft an der St.Gallerstrasse 217 noch Kleider an der Stange sowie Surfbretter und Skateboards an der Wand aufgereiht. Doch das Sortiment gehört zur Konkursmasse. Ohne viel Staub aufzuwirbeln, ist das Geschäft im Rosegg-Zentrum von der Bildfläche verschwunden. Was ist passiert?

Von der St.Galler Innenstadt nach Gossau

Der Shaka – wie viele den Laden genannt haben – war während 26 Jahren ein Fixpunkt in der Ostschweiz. 1993 gegründet, etablierte sich der Name in St.Gallen. Shaka gehörte neben dem Doodah zu den Orten, an dem sich junge Skater trafen, ihre ersten Bretter erstanden. Die beiden Geschäfte bereiteten den Weg für die Entstehung einer Skaterkultur in St.Gallen.

Vor vier Jahren zog Shaka nach Gossau. Zuvor war der Laden während 22 Jahren in der St.Galler Innenstadt präsent. Erst an der Hinterlauben, später an der Schmiedgasse 16 – dort wo heute das Kleidergeschäft Fizzen eingemietet ist. Den Umzug nach Gossau begründete der Shaka-Gründer und -Mitinhaber Manfred Siegrist mit den hohen Mieten in der Stadt. Der Laden kämpfte zudem mit tiefen Umsätzen. Das stärker werdende Onlinegeschäft tat sein Übriges.

Noch 2015 schwärmte Siegrist vom 450 Quadratmeter grossen Verkaufslokal in der «lebendigen» Überbauung Rosegg. Die Miete betrage die Hälfte von dem, was er in St.Gallen bezahlen musste. «Und wir bieten ein besseres Einkaufserlebnis als in der engen Innenstadt», sagte er damals. Seine Kunden, so Siegrist, würden sperrige Geräte wie Surfbretter mit dem Auto abholen wollen. Deshalb seien die 30 Parkplätze hinter dem Geschäft in Gossau optimal.

Doch der als Befreiungsschlag gedachte Umzug ins Mettendorf hat nichts mehr genützt. Jetzt ist es aus mit dem Shaka. Auf Anfrage wollten die Geschäftsführer keine Auskunft geben zum Konkurs. Mitinhaber Viktor Siegrist schreibt:

«Ich möchte mich dazu nicht äussern.»

So bleiben die genauen Gründe für das Lichterlöschen im Dunkeln.

Bäckerei Gehr war Mittelpunkt fürs Quartier

Nicht nur das Sportgeschäft Shaka ist geschlossen und versiegelt. Auch die Filiale der Bäckerei Gehr gleich daneben musste vor rund zwei Wochen Konkurs anmelden. (Bild: Benjamin Manser)

Nicht nur das Sportgeschäft Shaka ist geschlossen und versiegelt. Auch die Filiale der Bäckerei Gehr gleich daneben musste vor rund zwei Wochen Konkurs anmelden. (Bild: Benjamin Manser)

Das Ende des Shaka beschäftigt auch Careen van Son vom Quartierverein Hirschberg. Es sei schade, dass der Laden Konkurs gegangen sei. «Nur am Samstag lief das Geschäft.»

Unter der Woche hingegen sei der Verkauf nur noch schleppend verlaufen, sagt Van Son. Das Sportgeschäft sei nicht von Laufkundschaft aus dem Quartier ausgegangen. Vielmehr habe man versucht, die bisherige Kundschaft aus St.Gallen an den neuen Standort mitzunehmen.

«Dies ist offenbar nicht geglückt.»

Sorgen bereitet Van Son aber vor allem das Aus der Bäckereifiliale Gehr gleich neben dem früheren Skatergeschäft. «Der Beck war der Mittelpunkt im Quartier.» Sie habe oft beobachtet, wie die Leute für ihren Sonntagszopf zum «Gehr» gepilgert seien. Der Wegfall sei schmerzhaft. Den könne auch der geplante Lidl nicht abfedern. «Ein Treffpunkt wie der Quartierbeck ist schwierig zu ersetzen.»

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